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PHEVs und Elektroautos erreichen im Jahr 2020 fast 13 Prozent Marktanteil

Anstieg auf 27 Prozent im Jahr 2025 zu erwarten, so eine CAM-Studie

CAM Electromobility Report 2020

Von: Stefan Leichsenring

Veröffentlicht von: Stefan Leichsenring

15. Dez. 2020 um 09:27 Uhr

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Mit fast 13 Prozent Marktanteil sind Plug-in-Hybride und Elektroautos inzwischen raus der Nische. Im Gesamtjahr 2020 ist mit rund 360.000 Neuzulassungen von Elektroautos und Plug-in-Hybriden zu rechnen. Das bedeutet eine Vervierfachung des Marktanteils auf rund 12,6 Prozent, so das Center of Automotive Management (CAM) im neuesten Electromobility Report.

Die Neuzulassungen für reine Elektrofahrzeuge (BEVs) erhöhen sich von 63.000 (2019) auf rund 171.000 Stück (+171%) im Jahr 2020. Das entspricht einem Neuzulassungsanteil von 6,0 Prozent (2019: 1,75%). Noch stärkere Zuwächse gibt es bei den Plug-in-Hybriden (PHEVs). Deren Neuzulassungen werden um 313 Prozent auf rund 186.000 Fahrzeuge anwachsen. Der Marktanteil von PHEVs ist mit 6,6 Prozent (2019: 1,26%) ebenfalls etwas höher als bei den BEVs (siehe Grafik oben).

CAM Electromobility Report 2020

Am meisten BEVs verkaufen Volkswagen, Renault, Tesla, Smart und Hyundai (Grafik oben). Deutlich abgeschlagen sind Marken wie Audi, BMW, Opel und Kia, die zwischen 7.700 und knapp 5.300 reine E-Fahrzeuge abgesetzt haben.

Den höchsten Anteil von reinen Elektroautos an den Gesamtzulassungen haben neben Tesla (100%), Smart (100%) und Polestar (97%) die Autohersteller Renault mit 23 Prozent und Hyundai mit 14 Prozent. Auch Jaguar und Porsche kommen mit 12,5 bzw. 11,7 Prozent bereits auf zweistellige BEV-Anteile. Der Marktführer VW liegt mit 7,1 Prozent noch deutlich über dem Durchschnitt, während Audi mit 4,0 und BMW mit 3,5 Prozent und Mercedes mit 1 Prozent weit darunter landen. Die Konzerne BMW und Daimler besitzen mit Mini (9,4%) und Smart (100%) allerdings Marken mit hohen BEV-Anteil.

CAM Electromobility Report 2020

Das beliebteste Elektroauto in Deutschland ist nach wie vor der Zoe von Renault (blauer Balken links in der obigen Grafik). Es folgen der auslaufende VW e-Golf und das Tesla Model 3. Der im September gestartete VW ID.3 liegt nach drei Monaten bereits bei über 7.300 Stück.

Die beliebtesten Plug-in-Hybride (rote Balken in der Grafik) sind der VW Passat, Mercedes A-, E-und C-Klasse sowie der Audi Q5.

Hierzu Studienleiter Stefan Bratzel: "Zwar sind bei Plug-in-Hybriden die deutschen Hersteller mit deutlichem Abstand Markt- und Innovationsführer und profitieren erheblich von den attraktiven Förderungen insbesondere im Flotten- bzw. Dienstwagenbereich. Aufgrund der hohen Diskrepanz zwischen den Normverbräuchen und den Realverbräuchen der PHEVs ist in den nächsten Jahren mit einer Anpassung der Förderkulissen und mit sinkenden Neuzulassungsanteilen zu rechnen. Darauf sollten sich die Hersteller von Plug-in-Hybriden einstellen."

Für das Jahr 2021 rechnet das CAM mit einem moderaten Wachstum der Zulassungen von PHEVs und BEVs auf rund 480.000 Stück aus. Das entspräche einem Marktanteil von 15 Prozent an den Neuzulassungen von geschätzten 3,3 Millionen Pkw. Bis zum Jahr 2025 soll der Marktanteil auf 27 Prozent ansteigen, wobei dann die Elektroautos mit rund 65 Prozent einen höheren Anteil haben werden, wie in dieser Grafik gezeigt:

CAM Electromobility Report 2020

Hierzu Stefan Bratzel: "Automobilhersteller müssen sich insbesondere im deutschen Markt auf einen Paradigmenwechsel der Antriebstechnologien bis zum Jahr 2030 einstellen. Treiber sind vor allem die sich verschärfenden Klimaziele und die sich verändernden Regulationskulissen. Dabei führt zunächst an der Elektromobilität kein Weg vorbei. In den 2030er Jahren wird der Verbrennungsmotor zunehmend in eine Nischenrolle gedrängt werden."

Mehr zum PHEV- und BEV-Markt:

Elektroautos und Plug-in-Hybride: Neuer Rekord beim Marktanteil

Elektromobilität: Manche Marken verkaufen unglaublich viele E-Mobile

Bildergalerie: CAM Electromobility Report 2020

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