BMW-Chef Zipse will Elektro-Pläne des Konzerns am Mittwoch bekannt geben

Mini will ab 2030 nur noch Elektroautos verkaufen. Das meldet nun das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" unter Berufung auf Insider. Bei der Bilanzpressekonferenz am kommenden Mittwoch will danach BMW-Konzernchef Oliver Zipse diese Nachricht verkünden – und vermutlich auch seine Ziele zur Elektrifizierung des Konzerns nachschärfen.

In den letzten Wochen treiben sich die Konzerne gegenseitig an mit immer schärferen Elektrifizierungs-Plänen. So haben Volvo und Ford Europa angekündigt, ab 2030 keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr anzubieten – das heißt: auch keine Plug-in-Hybride.

Ab 2030 wird Ford nur noch rein elektrische Fahrzeuge im PKW-Angebot haben

Die Renault-Gruppe kündigte bei seinem Renaulution-Event an, dass Alpine eine rein elektrische Marke werden soll, ähnliches gilt für die VW-Tochter Bentley.

VW gab kürzlich bekannt, dass man 2030 immerhin 70 Prozent des Absatzes in Europa mit Elektroautos bestreiten will, statt der bisher geplanten 35 Prozent. Bei Porsche sollen 2030 etwa 80 Prozent der Neuwagenflotte mit Plug-in-Hybrid oder Elektroantrieb fahren. Und BMW-Erzkonkurrent Mercedes will zwar bisher erst 2039 Schluss mit den Verbrennern machen, doch Konzernchef Ola Källenius hat deutlich gemacht, dass er dieses Datum vorverlegen will.

Doch zurück zu Mini. Die Kleinwagenabteilung des BMW-Konzerns will 2025 das letzte neue Modell mit Verbrennungsmotor auf den Markt bringen, so der Spiegel-Bericht. Zwei Jahre später sollen schon 50 Prozent der verkauften Autos E-Modelle sein (wobei unklar bleibt, ob darunter auch Plug-in-Hybride fallen). Ab Anfang der 2030er-Jahre sollen dann aber nur noch rein elektrische Neuwagen verkauft werden.

Bislang hat BMW nur eine Elektroversion des Mini Dreitürers im Angebot, den Mini Cooper SE. 2023 soll der Countryman mit Plug-in-Hybrid-Antrieb durch einen rein elektrisches Modell ersetzt werden. Ebenfalls ab 2023 soll in Kooperation mit dem BMW-Partner Great Wall ein Elektro-Mini für China entstehen, wie schon im Oktober 2020 bekannt gegeben wurde.

Damals hieß es aber, man wolle neben den Elektromodellen "auch in den kommenden Jahren Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren anbieten. Für Zielgruppen und Regionen, deren Mobilitätsbedürfnisse nicht oder noch nicht mit rein elektrischen Antrieben zu erfüllen sind, stellen Fahrzeuge mit hocheffizienten Otto- und Dieselmotoren auch künftig eine ideale Lösung dar." Deshalb verfolge Mini eine "Power of Choice"-Strategie.

Damals war das zukünftige Portfolio so umrissen worden:

  • Elektroautos: Mini 3-Türer, ein Kleinwagen-Crossover, ein kompakter Crossover
  • Mit konventionellem Antrieb: die Kleinwagen-Modelle der Marke, ein kompakter Crossover