Podbike Frikar: Vierrädriges E-Bike mit Karosserie startet

Norwegisches "Velomobil" wird in Deutschland gebaut

Podbike Frikar: Das Exterieur Podbike Frikar: Das Exterieur

Ein E-Bike fahren, aber bei Regen nicht nass werden? Mit einem Kabinenrad ist das möglich. Ein vierrädriges E-Bike mit Karosserie entwickelte einst der deutsche Zulieferer Scheffler, doch der Bio-Hybrid wurde nie Wirklichkeit. Seither erhalten wir Leseranfragen, ob wir eine Alternative kennen.

Zu Alternativen wie dem Hopper (ebenfalls mit E-Bike-Technik hat, aber nur mit drei Rädern und Hinterradlenkung), dem Quadvelo oder den Fahrzeugen von Go-One kommt nun ein weiterer Rivale: das Frikar vom norwegischen Hersteller Podbike. Die 2016 gegründete Firma aus Stavanger will das Vehikel schon bald in Serie bauen.

Die Technik ist die gleiche wie bei einem normalen E-Bike: Man tritt in die Pedale und bekommt bis 25 km/h elektrische Unterstützung. Wie mit dem E-Bike fährt man auf dem Radweg. Mit 84 Zentimetern ist das Frikar nicht breiter als ein Fahrradanhänger. Für Kopfsteinpflaster hat das Frikar vorne und hinten eine Federung.

Zum Einsteigen schwingt die Glashaube nach oben auf. Die Sitzposition scheint ähnlich wie bei einem Liegerad zu sein: Man strampelt nach vorne, nicht nach unten. Dabei sollen bis zu zwei Meter große Personen Platz haben. Gesteuert wird mit Hebeln links und rechts vom Sitz. An diesen sind auch die Bremshebel angebracht. Hinter dem Sitz gibt es Platz für einen Kindersitz oder Einkäufe. Auf den 160 Liter großen "Kofferraum" hat man auch von hinten aus Zugriff.

Bei schlechtem Wetter hilft ein Scheibenwischer, im Winter kann man Spike-Reifen montieren und durch 8 bis 10 cm tiefen Schnee fahren, zudem gibt es eine Heizung für die Kabine. Durch die vier Räder und den tiefen Schwerpunkt dürfte man sich bei Glätte wohler fühlen als auf dem Zweirad. Bei Hitze hilft ein Luftspalt hinter der Haube und ein Gebläse – oder man nimmt die ganze Haube ab. Die Reichweite soll bei 50 bis 80 km liegen; bergab fließt Strom in den Akku zurück.

Ab diesem Frühjahr wird das Frikar gebaut, und zwar in Deutschland. Es liegen bereits über 3.500 Vorbestellungen vor, die natürlich Vorrang vor neuen Bestellungen haben. Wer jetzt ordert, erhält sein Frikar daher erst im Lauf des Jahres 2023.

Die deutschen Preise für das Frikar beginnen bei 7.436 Euro. Dafür bekommt man das Frikar mit einem Außenspiegel, zwei Scheinwerfern und zwei Rücklichtern, Blinkern, Handy-Halterung und USB-Anschluss. Zunächst wird allerdings nur das besser ausgestattete Frikar Plus für 8.210 Euro ausgeliefert. Hier sind auch ein zweiter Außenspiegel, ein Innenraumlicht, ein Gebläse, seitliche Taschen und eine Alarmanlage an Bord. 

Interessante Videos, zum Beispiel zur Beleuchtung, zum Rückwärts-Einparken oder zum Verladen von Einkaufstaschen, finden Sie auf der Youtube-Seite von Podbike. Im folgenden Video wird das Frikar vorgestellt: