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Elektrische Mercedes C-Klasse jetzt auch als C 300 4Matic
Der neue Mercedes C 300 4Matic elektrisch bietet 682 km Reichweite und ist deutlich günstiger als der C 400 4Matic (Baureihenübersicht)

Bild von: Mercedes-Benz
Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
Aktualisiert: 16. Sep. um 11:49 Uhr
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Die elektrische C-Klasse von Mercedes ist nun auch in einer günstigeren Allradvariante konfigurierbar. Der C 300 4Matic bietet 310 kW und eine WLTP-Reichweite von 682 Kilometern. Bei den Preisen macht Mercedes nun Unterschiede: Die Geschäftskundschaft zahlt 52.900 Euro netto, Privatleute müssen 62.951 Euro brutto zahlen. Damit zahlen Letztere 4.760 Euro weniger als für den C 400 4Matic.
Die elektrische C-Klasse wurde bereits im April 2026 vorgestellt, seit Mai ist sie konfigurierbar. Zum Start gab es den C 400 4Matic mit großer 94-kWh-Batterie; mit dieser Technik startete auch der GLC. Der C 300 4Matic besitzt stattdessen eine 85-kWh-Batterie. Technische Basis ist die 800-Volt-Plattform MB.EA; Antriebe und Batterien sind teilweise mit denen aus der MMA-Plattform (Mercedes CLA etc.) identisch. Bei der Modellbezeichnung ist das notorisch benutzte "mit EQ-Technologie" entfallen; offiziell heißt das neue Modell C 300 4Matic elektrisch.
Exterieur | Interieur | Antriebe/Batterien | Preise/Ausstattung
Bildergalerie: Mercedes C 400 4Matic EQ (2026)

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Quelle: Mercedes-Benz
Exterieur
Die elektrische C-Klasse ist rund vier Zentimeter länger als der GLC, der Radstand ist dagegen genau einen Zentimeter kürzer. Die Höhe von 1,50 Metern ist rund sechs Zentimeter größer als bei der Verbrennerversion. Die Front ähnelt der des GLC; so prangt auch hier ein großer Chromgrill mit mittigem Stern. Dazu kommen große Lufteinlässe. Die Scheinwerfer enthalten wie beim GLC nur einen Stern pro Seite.
Länge Breite Höhe Radstand Kofferraum Mercedes C-Klasse 4.883 mm 1.892 mm 1.503 mm 2.962 mm 470 Liter
101 Liter Frunk Mercedes GLC 4.845 mm 1.938 mm 1.644 mm 2.972 mm 570–1.740 Liter
128 Liter Frunk
Serienmäßig werden die Türen mit Bügelgriffen geöffnet, das optionale "Keyless-Go mit Hands-free Access"-System bringt bündig eingelassene Griffe. Die Seitenansicht ist die einer Drei-Box-Limousine mit kurzem Kofferraum. Wie die Verbrennerversionen hat auch die elektrische Variante nur einen kleinen Kofferraumdeckel, keine weit öffnende Heckklappe. Auf dem Kofferraumdeckel gibt es eine kleine Spoilerlippe. Die Rückleuchten zeigen wie beim GLC zwei Sterne pro Seite in einem oben angeschnittenen Kreis. Unten zieht sich eine Chromspange um die Heckschürze.
Im serienmäßigen Avantgarde-Look rollt die Elektrolimousine auf 18-Zoll-Alurädern an, optional gibt es 19- und 20-Zöller. Serienmäßig hat das Auto einen unbeleuchteten Chromgrill mit silbernem Rahmen. Der illuminierte Grill (mit beleuchteten Zacken am Zentralstern, Lichtrahmen und Leuchtpixeln) ist als Bestandteil des "Advanced-Plus-Paket mit Digitalen Extras" bestellbar, das 3.570 Euro kostet. Optional gibt es zudem eine Grillversion mit einem dunkelgrauen Rahmen. Neben der Außenfarbe Schwarz, die es ohne Aufpreis gibt, werden neun weitere Farben angeboten, darunter auch ein leuchtendes Rot.

In der elektrischen C-Klasse gibt es drei verschiedene Displaylandschaften
Bild von: Mercedes-Benz
Interieur
Das Cockpit der elektrischen C-Klasse wurde bereits im Detail vorgestellt. Hier wird entweder der 39,1 Zoll große Hyperscreen oder der Superscreen aus drei separaten Displays (10,3 plus zweimal 14 Zoll) verbaut. Die Navigation basiert auf Google Maps. Die hohe Mittelkonsole enthält zwei Handy-Ladeschalen, einige Tasten und ein Einstellrädchen für die Lautstärke. Die Fahrmodi P, N, R und D werden mit einem Hebel am Lenkrad aktiviert. Für die Einstellung der Rekuperation gibt es Wippen am Lenkrad. Vorn auf der Lenkradspeiche gibt es auch links eine Wippe für den Abstandsregeltempomaten (ACC) und rechts eine weitere "Walze" für die Lautstärke.
Der Kofferraum fällt mit 470 Litern um 100 Liter kleiner aus als beim elektrischen GLC. Die Rücksitzlehnen lassen sich serienmäßig im Verhältnis 40:20:40 umklappen. Der Frunk fasst 101 Liter und ist damit ebenfalls kleiner als beim SUV (128 Liter). Er wird geöffnet, indem man die Mercedes-Plakette an der Front berührt. Auch die maximale Anhängelast fällt mit 1,8 Tonnen deutlich geringer aus (GLC: 2,4 Tonnen).

Der Frontantrieb mit DCU
Bilder von: Mercedes-Benz

Der Heckantrieb mit dem Zweigang-Getriebe
Bilder von: Mercedes-Benz
Antriebe und Batterien
Wie der elektrische GLC hat auch die elektrische C-Klasse ein 800-Volt-System. Zwei Permanentmagnet-Motoren sorgen für den Vortrieb. Bei der neuen Version C 300 4Matic ist die Systemleistung um 50 kW niedriger als beim C 400 4Matic, aber das Drehmoment sowie der Verbrauch sind gleich; das deutet auf identische Hardware hin.
Die Leistung der Motoren wird von Mercedes nicht kommuniziert, aber der hintere ist stärker – und man wird die gleiche Maschine in kommenden Hecktrieblern einsetzen. Das deutet auf den 260-kW-Motor hin, der vom GLC 250 bekannt ist und bald auch in einem C 250 eingesetzt werden soll.
Die Vorderachse kann über eine mechanische Kupplung (Disconnect Unit, DCU) abgekoppelt werden, wenn nicht die volle Leistung gebraucht wird. In der Tabelle sind Verbrauch und Reichweite für die Basisversion angegeben, in Klammern die Werte für andere Konfigurationen.
Mercedes C 300 4Matic elektrisch Mercedes C 400 4Matic elektrisch Antrieb AWD 310 kW, 800 Nm AWD 360 kW, 800 Nm 0–100 km/h / Höchstgeschwindigkeit 4,5 Sek. / 210 km/h 4,0 Sek. / 210 km/h WLTP-Verbrauch 14,3 kWh/100 km (14,1–17,8 kWh/100 km) 14,3 kWh/100 km (14,1–18,5 kWh/100 km) Autobahnverbrauch 17,6 kWh/100 km 17,6 kWh/100 km Akku netto 85 kWh 94 kWh WLTP-Reichweite 682 km (549–690 km) 753 km (594–762 km) Max. Anhängelast 1.800 kg 1.800 kg
An der Hinterachse arbeitet ein Zweigang-Getriebe. Im ersten Gang wird die Kraft über Klauen und im zweiten Gang über Scheiben übertragen. Der erste Gang hat eine kurze Übersetzung von 11:1, was eine gute Beschleunigung aus dem Stand, eine hohe Anhängelast und geringe Stadtverbräuche ermöglicht. Der zweite Gang ist mit einer Übersetzung von 5:1 auf hohe Effizienz auf der Autobahn ausgelegt. Zudem wird an der Hinterachse ein Siliciumcarbid-Inverter eingesetzt, wie uns bei dem Fahrevent im August 2026 gesagt wurde.
Die Rekuperation speichert (zumindest beim C 400 4Matic) elektrische Energie mit bis zu 300 kW Leistung in den Akku zurück. Dieser Maximalwert dürfte wie üblich beim Bremsen erreicht werden, aber nicht im Schub.

Bild von: Mercedes-Benz
Die Batterie des C 400 4Matic ist mit 94 kWh netto die bisher größte aus dem neuen Mercedes-Baukasten, der ansonsten noch den LFP-Akku mit 58 kWh und die 85-kWh-Batterie mit NMC-Chemie umfasst. Die Akkus aus dem Baukasten bestehen stets aus vier Modulen mit je 48 Zellen. Anders als BMW beim i3 der Neuen Klasse verwendet Mercedes also nicht das Cell-to-Pack-System. So ist zwar die Energiedichte auf Packebene geringer, aber es ergibt sich eine bessere Modularität. Vorteil: Man kann die gleiche Batterie in vielen verschiedenen Fahrzeugen einsetzen, heißt es bei Mercedes. Auch die Zellhöhe kann variiert werden.
Der Unterschied zwischen den beiden NMC-Akkus mit 85 und 94 kWh besteht darin, dass erstere nur 17,6 cm hoch ist, während letztere 19 cm hoch baut, wie ein Video des Mercedes-Händlers Süverkrüp erklärt. Beim Fahrevent wollte Mercedes nur bestätigen, dass der 94-kWh-Akku etwa zweieinhalb Zentimeter höher ist als die 85-kWh-Batterie. Die zweieinhalb Zentimeter werden nicht etwa mit Dämmmaterial gefüllt, sondern der Boden wird bei Autos mit 85-kWh-Batterie höher gelegt, was man aber nicht sehen soll.
Die Reichweite des C 400 4Matic gibt Mercedes im Konfigurator mit 753 km an, beim GLC 400 4Matic sind es 673 km. Eine Long Range Edition wie beim GLC gibt es bei der C-Klasse nicht. Eine höhere Reichweite soll jedoch ein später folgender Hecktriebler bieten: Er wird laut Hersteller etwa 800 km schaffen. Das dürfte nur mit der 94-kWh-Batterie möglich sein. Nach Gerüchten soll zuvor aber ein C 250 mit 260-kW-Heckantrieb und 85 kWh-Batterie starten.
Mercedes C 300 4Matic elektrisch Mercedes C 400 4Matic elektrisch Max. Ladeleistung AC/DC 11 (optional 22) kW / 320 kW 11 (optional 22) kW / 330 kW DC-Ladedauer 10–80 % 22 min 22 min Durchschn. Ladeleistung 10–80 % 162 kW 179 kW DC-Ladegeschwindigkeit 2,7 kWh/min 3,0 kWh/min Reichweite-Nachladen bis 21,7 km/min bis 24,2 km/min
Das Aufladen mit 800 Volt Gleichspannung erfolgt beim C 300 4Matic mit einer etwas geringeren Maximal-Ladeleistung. Auch die von uns errechnete durchschnittliche Ladeleistung ist mit 85 kWh × 0,7 / 22 min × 60 min/h = 162 kW geringer. Für das Nachladen von Reichweite ergeben sich hier bis zu 21,7 km/min, beim Topmodell sind es 753 km × 0,7 / 22 min = 24,2 km/min.
Um an 400-Volt-Säulen wie den älteren Tesla-Superchargern laden zu können, benötigt man ein optionales 400-Volt-Ladesystem für 655 Euro. Auch damit sind aber nur maximal 100 kW möglich. Zum Vergleich: Der BMW iX3 erreichte bei einem Test an einem 400-Volt-Supercharger bis zu 170 kW. Ebenfalls optional gibt es für den gleichen Preis einen 22-kW-Bordlader für schnelleres Wechselstrom-Laden.
Technische Daten des Mercedes C 400 4Matic EQ als PDF zum Download
Sonstige Technik
Das Fahrwerk ist serienmäßig ein Stahlfahrwerk mit frequenzselektiven Dämpfern ("Komfortfahrwerk"). Optional ist eine Luftfederung mit elektronisch geregelten Dämpfern und variabler Fahrwerkshöhe (Airmatic) verfügbar. Wie beim neuen EQS nutzt das System Car-to-X-Informationen, um die Dämpfer auf vorausliegende Temposchwellen einzustellen.
Zu den weiteren technischen Besonderheiten gehört eine Hinterradlenkung mit einem Einschlagswinkel von 4,5 Grad. Damit soll sich der Wendekreis von 12,1 auf 11,2 Meter verkleinern – das ist fast derselbe Wert wie beim VW Golf (11,1 Meter). Die Elektro-Mittelklasse verfügt über die Fähigkeit zum bidirektionalen Laden.
Preise und Ausstattung
Wie erwähnt unterscheidet Mercedes nun bei den Preisen zwischen Geschäfts- und Privatkundschaft. Für Privatleute sinkt der Einstiegspreis der elektrischen C-Klasse durch die neue Version um 4.760 Euro oder um 4.511 Euro wenn man die rabattierten Preise betrachtet.
Im Konfigurator kann man in der Navigationsleiste oben rechts zwischen Geschäftskunde und Privatkunde umschalten. Dann erscheint unten der Normalpreis für diese Kundengruppe und links oben der Preis mit Herstellerrabatt. Während bei der elektrischen C-Klasse bisher einheitlich fünf Prozent Rabatt gewährt wurden, gibt es nun offenbar variantenspezifische Rabatte, die sich zudem für Privat- und Geschäftskunden unterscheiden:
Mercedes C 300 4Matic elektrisch Mercedes C 400 4Matic elektrisch Privatkundenpreis brutto 62.951 Euro 67.711 Euro Privatkundenpreis brutto
mit Herstellerrabatt 60.719 Euro (-3,5 %) 65.241 Euro (-3,6 %) Geschäftskunden-Preis netto 52.900 Euro 56.900 Euro Geschäftskunden-Preis netto
mit Herstellerrabatt 49.413 Euro (-6,6 %) 53.093 Euro (-6,7 %)
Neben der Basisversion Avantgarde gibt es die AMG Line und die AMG Line Plus, wobei die höheren Varianten unter anderem größere Räder (19 bis 20 Zoll) und eine sportlichere Optik bieten.
Avantgarde bietet serienmäßig 18-Zoll-Alufelgen, LED-Licht, Fernlichtassistent, Licht- und Regensensor, ein Glasdach, elektrisch einstell-, beheiz- und anklappbare Außenspiegel, Zweizonen-Klimaautomatik, Kunstledersitze, elektrisch einstellbare Vordersitze mit Sitzheizung, Instrumenten- und Zentraldisplay, Navigationssystem, Parksensoren vorn und hinten, Rückfahrkamera, Einparkassistent, Abstandsregeltempomat (ACC) und einen Totwinkelassistenten mit Bremseingriff.
Ein Spurverlassenswarner ist serienmäßig, doch die automatische Zentrierung auf der Spur muss extra bezahlt werden: Den Spurhalteassistenten gibt es inklusive assistiertem Spurwechsel als MB.Drive Assist für 1.785 Euro. Außerdem werden das Sky-Control-Glasdach mit einstellbarer Transparenz, optional auch mit Leuchtsternen, der Superscreen mit drei Displays, der durchgehende Hyperscreen sowie ein Burmester-Soundsystem und vieles mehr angeboten.
Die elektrische C-Klasse tritt vor allem gegen den BMW i3 an, der eine ähnliche Motorisierung, aber eine größere Batterie besitzt. Hier eine kleine Vergleichstabelle:
Mercedes C 400 4Matic BMW i3 50 xDrive Antrieb AWD 360 kW AWD 345 kW Akku netto 94 kWh 109 kWh WLTP-Reichweite 753 km bis 906 km DC-Ladeleistung / -dauer 330 kW / 22 min 400 kW / 21 min DC-Ladegeschwindigkeit 3,0 kWh/min 3,6 kWh/min Reichweite-Nachladen bis 24,2 km/min bis 30,2 km/min Basispreis 64.325 Euro
(mit Mercedes-Rabatt) First Edition 75.340 Euro
(ab Herbst 65.900 Euro)
Mehr zur C-Klasse:
Mercedes C 400 4Matic im Test: Wie gut ist die Elektro-C-Klasse?
Elektrische Mercedes C-Klasse: Die ersten Tests sind da
Unter dem Strich
Die elektrische C-Klasse gibt es nun für Privatkunden schon für rund 63.000 Euro. Allerdings wird der Herstellerrabatt nicht mehr im Konfigurator ausgewiesen. Auch die neue Version C 300 4Matic bietet noch viel Leistung, fast 700 km Reichweite und schnelles Laden.
Nun sind wir gespannt, wie sich die Preise und Varianten beim Erzkonkurrenten BMW i3 entwickeln werden. Der soll über 900 km nach WLTP schaffen und auch beim Aufladen deutlich besser sein. Dazu kommt, dass der BMW auch an 400-Volt-Säulen laden kann, während das beim Mercedes nur gegen Aufpreis möglich ist. Zu den Vorteilen des Mercedes gehört vor allem die optionale Luftfederung. Die macht den Wagen wirklich sehr komfortabel, allerdings auch etwas weniger straff, wie wir bei unserem Test herausfanden.
Letzte Änderung am 16. September 2026: Neue Version C 300 4Matic eingefügt
Quelle: Konfigurator, Mercedes (C 300 4Matic), Mercedes (Bestellstart), Mercedes (Vorstellung)
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