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Elektron Quasar: Rund 1.700 kW starker Elektro-Supersportler
Hersteller will den Nordschleifen-Rekord brechen

Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
13. Apr. 2021 um 18:22 Uhr
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Der Elektron One, ein Elektro-Supersportler mit 1.000 kW (1.360 PS), sollte eigentlich auf dem Genfer Autosalon 2020 vorgestellt werden. Die Automesse fand jedoch wegen der Corona-Pandemie nicht statt. Das Elektron-One-Projekt besteht fort, wurde aber verschoben. Als erstes Modell der Firma Elektron soll nun der Elektron Quasar auf den Markt kommen, und zwar mit noch mehr Leistung.
Der Quasar soll vier Elektromotoren haben und über 2.300 PS haben, also etwa 1.700 kW. Damit wäre er das leistungsstärkste Serienauto überhaupt, so Elektron-Chef Armağan Arabul, der auch Elektroingenieur und Rennwagenfahrer ist. Die E-Motoren an den Rädern lassen sich einzeln ansteuern, so dass ein Torque Vectoring (Elektron Smart Torque Vectoring, ESTV) möglich wird – für ein optimales Handling.
Außerdem gibt es ein Zweiganggetriebe vorne und hinten - während der Porsche Taycan nur eines an der Hinterachse hat. Damit soll der Quasar nur 1,65 Sekunden für den Normsprint auf Tempo 100 brauchen. Die Höchstgeschwindigkeit wird auf 450 km/h begrenzt.
Das Gewicht soll bei 1.500 Kilo liegen, was eine spezifische Leistung von 1,53 PS pro Kilo ergibt. Das wäre in der Tat ein extrem guter Wert. Zum Vergleich: Der Bugatti Chiron kommt mit 1.500 PS und 1.995 kg auf 0,75 PS pro Kilo, der Agera RS mit 1.176 PS und 1.395 Kilo kommt auf 0,84 PS/kg. Einen Überblick über die besten Fahrzeuge gibt unser Ranking zur Leistungsdichte aus dem Jahr 2018, bei dem es allerdings um den Kehrwert geht, mit der Einheit "Kilo pro PS".

Jedenfalls will Elektron mit dem Quasar den Rundenrekord für die Nürburgring-Nordschleife brechen. Nach Simulationen dauert die Runde nur 5:10.118, was über neun Sekunden schneller ist als der aktuelle Rekord von 5:19.546, den der Porsche 919 Hybrid aufgestellt hat. "Wir werden vorne und hinten am Quasar 2-Gang-Getriebe haben, um die Beschleunigung und die Höchstgeschwindigkeit zu optimieren", so Arabul.
Auf den Markt kommen soll der Wagen im ersten Quartal 2023. Im selben Jahr soll dann noch der Elektron One folgen. Denn während der Entwicklung des Quasar wurde auch der One verbessert; er soll von den neuen Entwicklungsergebnissen profitieren.
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"Letztes Jahr haben wir bereits angekündigt, dass unser Supersportwagen einen 1.360 PS starken Antriebsstrang und ein Carbon-Aramid-Biofaser-Verbundchassis haben wird. Diese Punkte werden sich nicht ändern." Darüber hinaus habe man nun weitere Innovationen, zum Beispiel die "Implementierung der digitalen DNA-Technologie in unsere Fahrzeuge zu Sicherheitszwecken", eine "auf Biometrik basierende Technologie". Was könnte das sein? Wir vermuten eine kamerabasierte Erkennung für Müdigkeit oder Ablenkung. Es könnte sich aber auch um eine Identifizierung des Besitzers per Fingerabdruck oder Kamera handeln.
Der Quasar wird in Zusammenarbeit mit Engineering-Partnern und Tier-1-Lieferanten aus Deutschland, Kanada, der Türkei, Italien, Frankreich und Großbritannien entwickelt, so der Hersteller. Gebaut werden sollen nur 99 Stück, die innerhalb von drei Jahren ausgeliefert werden sollen. Die Preise beginnen bei jeweils rund 2,2 Millionen Euro zuzüglich Steuern. In Kürze soll man den Wagen reservieren können.
Bildergalerie: Elektron Quasar (2021)

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