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Caterham Project V erhält CTP-Akku mit innovativer Tauchkühlung
Von den Experten des taiwanesischen Herstellers Xing erfuhren wir Genaueres zu der innovativen Immersion-Batterie (Update).

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Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
Aktualisiert: 12. Sep. 2025 um 08:11 Uhr
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Kürzlich berichteten wir über die Batterie mit Immersionskühlung von Xing, die in den geplanten Sportwagen Caterham Project V eingebaut wird. Bei einem Besuch am Stand der taiwanesischen Firma auf der IAA haben wir uns noch einige Zusatzinformationen eingeholt.
Die "Immersio"-Batterie von Xing Mobility aus Taiwan soll zuerst in Caterhams vollelektrischem Leichtbau-Sportcoupé Project V zum Einsatz kommen, der 2027 in Serie gehen soll. Wir sahen uns den auf der IAA gezeigten Prototypen näher an: Er liegt extrem tief; die Bodenfreiheit dürfte nicht größer sein als fünf Zentimeter. Das wird möglich durch den Verzicht auf eine Batterieplatte. Stattdessen werden zwei blockförmige Akkus eingebaut.

Die zwei Batterien werden an zwei verschiedenen Stellen in den Caterham-Sportwagen eingebaut
Bild von: InsideEVs
Eine Xing-Batterie liegt vorne längs, wo sich beim Verbrenner das Getriebe befindet, die andere hinten quer unter der Rückbank. Zusammen speichern die identischen Akkus 46 kWh, so Wu.
Bei der Immersionskühlung oder auch Tauchkühlung stehen die zylindrischen Zellen direkt in einer dielektrischen, das heißt elektrisch nicht leitenden Kühlflüssigkeit. So wird eine deutlich bessere Kühlung erreicht als bei einer Kühlplatte, wie sie in den allermeisten Elektroautos zum Einsatz kommt. Als Kühlflüssigkeit habe man früher eine nicht leitende Chemikalie von 3M verwendet, doch inzwischen sei man auf günstigere Mineralöle umgeschwenkt, erklärte uns Xing-Geschäftsführerin Ida Wu. Als Zulieferer dienen TotalEnergies, Castrol und der japanische Hersteller Eneos.
Dabei wird ein Cell-to-Pack-System (CTP), das heißt, die Zellen werden ohne den Umweg über Module zum Batteriepaket zusammengebaut. Die zylindrischen Zellen des Formats 2170 (21 mm Durchmesser, 70 mm Länge) stammen von Samsung SDI.

Bilder von: InsideEVs

Xing-Batterien mit Immersionskühlung, CTP-System und 2170-Zellen werden bereits in Taiwan produziert. Sie sind allerdings für Laster, Baumaschinen und landwirtschaftliche Maschinen von Toyota/Hino bestimmt.
Die Tauchkühlung soll für außergewöhnliche thermische Stabilität sorgen und eine hohe Energiedichte ermöglichen. Letzteres ist essenziell für Sportwagen mit hoher Leistung. Allerdings ist der Elektro-Caterham für einen Elektro-Sportwagen keineswegs übermotorisiert: Der Heckantrieb hat gerade mal 200 kW; der gute Sprintwert von 4,5 Sekunden kommt offenbar durch das geringe Gewicht von unter 1,2 Tonnen zustande. Bei der Vorstellung des schicken Coupés vor zwei Jahren hieß es, es werde eine 55-kWh-Batterie eingebaut – offenbar hat sich die Speicherkapazität inzwischen verändert. Die Batterie bekomme ein besonders ausgefeiltes Thermomanagement, schrieb Caterham. Nun wissen wir, was damit gemeint war.
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Auf dem IAA-Stand zeigt Xing ein Video von einem Nagelpenetrationstest. Danach soll das Kühlsystem sogar einen Batteriebrand durch thermisches Durchgehen verhindern können. Zudem soll das System für eine um 10 Grad niedrigere Temperatur an der Zelloberfläche und eine um zehn Prozent größere Batterielebensdauer sorgen. Schließlich soll der Akku bei Kälte auch schneller aufgewärmt werden können.
Bildergalerie: Caterham Project V (2025)

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Auch eine Weiterentwicklung des Systems ist schon in Arbeit. Dabei geht man von Cell-to-Pack zu Cell-to-Chassis (CTC) über. Das heißt, die Zellen werden direkt ins Chassis eingebaut, das Batteriegehäuse entfällt. Das soll höhere Steifigkeit, optimierte Raumausnutzung und damit gesteigerte Energieeffizienz ermöglichen. Dabei setzt Xing auf größere Zellen, die dem Vernehmen nach das Format 4690 haben. Die Zellen sollen nicht etwa in verschiedenen Hohlräumen der Karosserie eingebaut werden, sondern in eine Art Kasten, der von unten angeschraubt wird.
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Unter dem Strich
Moderne Elektroautos haben einen enormen Kühlbedarf, und das vor allem in Bezug auf die Batterie. Diese sollte insbesondere beim Schnellladen nicht zu heiß werden, um nicht vorzeitig zu altern. Eine Kühlplatte führt die Hitze nur von oben oder von unten ab. Das ist etwa so, als würden Sie Ihr Bier nur über die Standfläche der Flasche kühlen, während das auf Partys sinnvollerweise durch eine Tauchkühlung in der gefüllten Badewanne geschieht.
Dass die Kühlleistung auf diesem Weg erhöht wird, dürfte unstreitig sein. Allerdings wird das System auch komplexer und teurer. Statt einer Wasser-Glykol-Mischung wird eine spezielle Kühlflüssigkeit benötigt, die den elektrischen Strom nicht leiten darf. Das Zeug muss über Jahre stabil bleiben, sich weder chemisch zersetzen noch mit den Zellgehäusen oder anderen Bauteilen reagieren. Und die Flüssigkeit sollte rundum verlässlich eingeschlossen sein. Dennoch hört man immer öfter von solchen Systemen. So hat der Mercedes-AMG GT XX eine Tauchkühlung, die vermutlich in das Serienmodell GT 4-Türer mit EQ-Technologie übernommen wird.
Quelle: Xing (per E-Mail), Xing-Website
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