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Tesla-Supercharger: Erste US-Station mit 500 kW eröffnet

Die V4-Ladesäulen bekommen nun auch passende Schaltschränke, wodurch 500 kW oder beim Semi sogar 1.200 kW möglich werden.

Tesla Supercharger V4 mit V4-Schaltschrank

Bild von: Tesla

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

30. Sep. 2025 um 08:01 Uhr

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Am gestrigen Montag hat Tesla seinen ersten 500-kW-Supercharger in Betrieb genommen. Die Ladestation steht im kalifornischen Redwood City. Zunächst können nur Tesla-Fahrzeuge geladen werden, doch das soll sich demnächst ändern. Tesla verspricht kürzere Ladezeiten und weniger Wartezeiten auf einen freien Ladepunkt.

Bisher bieten die allermeisten Tesla-Supercharger maximal 250 Kilowatt. Für 400-Volt-Fahrzeuge wie Model 3, Y, S und X ist das auch ausreichend. Aber mit dem Tesla Semi und dem Cybertruck hat der Hersteller in den USA nun auch 800-Volt-Modelle im Angebot. Auch die Zahl der 800-Volt-Fahrzeuge anderer Hersteller wächst. Und die Schnelllade-Netzwerke von Electrify America, Ionna oder ChargePoint bieten in den USA bereits DC-Ladestationen mit 350 bis 400 kW an.

ladeleistung

500 kW für den Cybertruck (Screenshot aus dem Video von Tesla Charging)

Bild von: Tesla

Die Ankündigung der 500-kW-Stationen erfolgte über den offiziellen Tesla-Charging-Account. In dem Post verspricht Tesla eine dreimal höhere "Leistungsdichte" und doppelt so viele Säulen pro Supercharger-Station. Gezeigt wurde ein Ladevorgang des Cybertruck:

 

Die neuen Supercharger V4, die in Europa schon seit 2023 ausgerollt werden, unterstützen bereits mehr Leistung, aber sie wurden bislang meist mit älteren V3-Schaltschränken kombiniert, wodurch maximal 250 kW möglich waren. Der Cybertruck konnte stattliche 325 kW aus dieser Kombination herausholen. Doch die beim Cybertruck maximal möglichen 500 kW werden erst von den neuen Supercharger-Stationen unterstützt, berichtet InsideEVs USA. Beim Semi sollen sogar 1,2 Megawatt möglich sein. 

Die V4-Schränke unterstützen Architekturen von 400 bis 1.000 Volt. So können auch Fahrzeuge wie der Lucid Air oder Gravity mit einer Spannungslage von 926 Volt geladen werden. Beim Cybertruck soll sich die Ladezeit um etwa 30 Prozent verkürzen, während sich bei Model 3, Model S, Model X und Model Y keine Verbesserung ergibt, weil diese nur mit maximal 250 kW laden können. 

Zum Start können nur Teslas die neuen Stationen nutzen; ab dem vierten Quartal sollen auch andere Marken Zugang erhalten. Davor sollen noch technische Überprüfungen stattfinden. Ob und wenn ja wann die neuen 500-kW-Ladestationen auch in Europa ausgerollt werden, geht aus der Ankündigung nicht hervor.

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Unter dem Strich

Bisher bot Tesla nur 400-Volt-Supercharger mit maximal 250 kW Ladeleistung an. Die allermeisten Fahrzeuge der Marke schaffen ja auch nicht mehr. Doch nun scheint sich das zu ändern. In den USA, wo der Cybertruck und der Semi bereits ausgeliefert werden, wächst die Zahl der 800-Volt-Fahrzeuge. Deshalb beginnt Elon Musk mit der Aufrüstung der Stationen.

Und in Europa? Hier würden neben der Tesla-Charging-Sparte derzeit nur Fremdmarken profitieren. Aber Tesla hat auch in Europa schon V4-Säulen installiert, und das ergibt eigentlich nur mit dazu passenden Schaltschränke Sinn. So dürften diese auch hierzulande eingeführt werden, zumindest bei neuen Stationen oder wenn kaputte Schaltschränke ersetzt werden müssen. Nur dürfte das für Tesla eine niedrige Priorität haben.

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