Home

Leapmotor

C10

News

Leapmotor C10: Zwei neue Varianten mit 800-Volt-Technik

Günstiges Elektro-SUV nun auch als 220-kW-Hecktriebler mit 510 km Reichweite und als 440-kW-Allradler mit 4,0-Sekunden-Sprint.

Leapmotor C10 (2026)

Bild von: Leapmotor

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

28. Okt. 2025 um 13:50 Uhr

Als bevorzugte Quelle InsideEVs auf Google hinzufügen

Teilen

Leapmotor bringt neue Motorisierungen seines Mittelklasse-SUVs C10 auf den Markt. Zum bislang einzigen Variante, einem 160-kW-Hecktriebler mit schmalen 425 km WLTP-Reichweite und 400-Volt-Technik kommen nun zwei 800-Volt-Varianten mit größerer Batterie: ein Hecktriebler mit 220 kW und ein Allradler mit 440 kW.

Den C10 stellte Leapmotor bereits im Herbst 2023 vor, ein Jahr später kam das 4,74 Meter lange SUV in Deutschland auf den Markt – wie erwähnt mit 160-kW-Heckantrieb und 400-Volt-Batterie. Nochmal ein Jahr später kommen jetzt zwei weitere Varianten hinzu, die deutlich interessanter sind, unter anderem wegen der 800-Volt-Technik. So stehen nun drei Versionen in der PDF-Broschüre, auch wenn derzeit nur die Basisversion konfigurierbar ist:

  Leapmotor C10 400V 70 kWh RWD 160 kW Leapmotor C10 800V 82 kWh RWD 220 kW Leapmotor C10 800 V 82 kWh AWD 440 kW Antrieb RWD 160 kW, 320 Nm RWD 220 kW, 360 Nm AWD 440 kW, 720 Nm 0-100 km/h 7,5 Sek. 6,6 Sek. 4,0 Sek. Höchstgeschw. 170 km/h 190 km/h 190 km/h WLTP-Verbrauch 18,5 kWh 18,0 kWh 20,9 kWh Autobahn-Verbrauch 24,4 kWh k.A. k.A. Akku netto 69,9 kWh (LFP) 81,9 kWh (LFP) 81,9 kWh (LFP) WLTP-Reichweite 425 km 510 km 437 km Max. Anhängelast 1.500 kg 1.500 kg 1.500 kg

Auch mit 510 km maximaler WLTP-Reichweite liegt der C10 noch deutlich schlechter als zum Beispiel das Tesla Model Y, das bis zu 622 km am Stück schafft. Beeindruckend ist jedoch die sportliche Topversion, die mit 440 kW ähnlich stark ist wie zum Beispiel der Kia EV6 GT oder der Hyundai Ioniq 5 N, und den Tempo-100-Sprint in 4,0 Sekunden schafft. Enttäuschend sind allerdings die Ladeeigenschaften:

  Leapmotor C10 400V 70 kWh RWD 160 kW Leapmotor C10 800V 82 kWh RWD 220 kW Leapmotor C10 800 V 82 kWh AWD 440 kW Akku netto 69,9 kWh (LFP) 81,9 kWh (LFP) 81,9 kWh (LFP) WLTP-Reichweite 425 km 510 km 437 km Ladeleistung AC/DC 11 / 84 kW 11 / 180 kW 11 / 180 kW DC-Ladedauer (30-80%) 30 min 22 min 22 min DC-Ladegeschwind. 1,2 kWh/min 1,9 kWh/min 1,9 kWh/min Reichweite-Nachladen 9,7 km/min 11,6 km/min 9,9 km/min

Mit 180 kW ist die maximale DC-Ladeleistung nicht höher als bei guten 400-Volt-Autos. Das Gleiche gilt für die Ladegeschwindigkeit, die wir aus der Nettokapazität und der Ladedauer errechnen: 81,9 kWh x 0,5 / 22 min = 1,9 kWh/min. Das ist der gleiche Wert, den der VW ID.4 mit der 77-kWh-Batterie erreicht. Auch beim Reichweite-Nachladen ist der C10 mit 800 Volt nicht besser als viele 400-Volt-Fahrzeuge. Aus der maximalen WLTP-Reichweite errechnen sich für die Long-Range-Version 510 km x 0,5 / 22 min = 11,6 km/min. Zum Vergleich: Der VW ID.4 Pro kommt auf 569 km x 0,7 / 28 min = 14,2 km/min.  

  Leapmotor C10 400V
70 kWh RWD 160 kW Leapmotor C10 800V
82 kWh RWD 220 kW Leapmotor C10 800 V
82 kWh AWD 440 kW Life 37.600 € — — Design 39.100 € 41.900 € — Design AWD — — 44.900 €

Die Preise sind allerdings recht günstig. So gibt es die Long-Range-Version bereits für 41.900 Euro. Den VW ID.4 Pro gibt es nach Abzug von 3.500 Euro Herstellerrabatts ab 45.135 Euro. Das neue Tesla Model Y Standard mit 534 km Reichweite und etwas langsamerem Sprint (7,2 Sekunden) gibt es allerdings schon für knapp unter 40.000 Euro.

Die Allradversion für etwas weniger als 45.000 Euro ist günstiger als beide Konkurrenten: Den ID.4 GTX (5,4 Sekunden, 536 km Reichweite) gibt es erst ab etwa 52.000 Euro, das Model Y Premium AWD (4,8 Sek., 600 km Reichweite) kostet knapp 53.000 Euro. Alternativ kann man die Long-Range-Version ab 349 Euro im Monat leasen, den Allradler ab 379 Euro (jeweils ohne Sonderzahlung, mit 48 Monaten Laufzeit und 10.000 km pro Jahr).

Auch die Serienausstattung des C10 ist reichhaltig. Bereits bei der Basisversion Design an Bord sind 18-Zoll-Alufelgen, Kunstledersitze, elektrisch einstellbare Vordersitze, Panoramadach, zwei recht große Displays, ein Navi, Rundumsichtsystem, Wärmepumpe und ein 11-kW-Bordlader. 

Ziemlich dunkel, ziemlich böse: Der Irmscher i C10

Ziemlich dunkel, ziemlich böse: Der Irmscher i C10

Bild von: Leapmotor

Zudem bietet Leapmotor auch eine Version vom Tuner Irmscher an, die auf 250 Exemplare limitiert ist. Der Irmscher i C10 basiert auf dem Allradler und hat die gleichen technischen Werte, verfügt aber über eine sportlichere Optik und ein strafferes Fahrwerk. Diese Version kostet 49.900 Euro, also schlappe 5.000 Euro mehr als der normale Allradler.                                                    

Mehr zur Konkurrenz sowie zur Ladegeschwindigkeit:

Alle elektrischen Mittelklasse-SUVs auf dem Markt (2025)

Die Elektroautos mit der größten Ladegeschwindigkeit

Unter dem Strich

800 Volt? O Weh! Nur 1,9 Kilowattstunden pro Minute laden die neuen Varianten des Leapmotor C10 nach. Da ist so manches 400-Volt-Modell schneller. Der VW ID.4 GTX zum Beispiel, er kommt auf 79 kWh x 0,7 / 26 min = 2,1 kWh/min. Auch die Reichweiten sind trotz der größeren Batterie noch nicht berühmt: 510 km sind in der Mittelklasse eher wenig. Dafür sind die Preise günstig und die Ausstattungen umfangreich. 

Bildergalerie: Leapmotor C10 (2024)

Leapmotor

Leapmotor C10 (2024): Das Exterieur, hier mit dunkelgrüner Lackierung

60

Leapmotor C10 (2024): Das Exterieur, hier mit dunkelgrüner Lackierung Leapmotor C10 (2024): Das Exterieur, hier mit dunkelgrüner Lackierung Leapmotor C10 (2024): Das Exterieur, hier mit dunkelgrüner Lackierung Leapmotor C10 (2024): Exterieur-Detail Leapmotor C10 (2024): Exterieur-Detail Leapmotor C10 (2024): Exterieur-Detail

Quelle: Leapmotor

Quelle: Leapmotor, Leapmotor

Diesen Artikel teilen

Meistgelesen

Alle elektrischen Mittelklasse-SUVs 2026: Modelle, Preise und Reichweiten

Alle elektrischen Mittelklasse-SUVs 2026: Modelle, Preise und Reichweiten

BMW iX7 (2028): Erlkönig zeigt riesige Doppelniere und geteilte Scheinwerfer

BMW iX7 (2028): Erlkönig zeigt riesige Doppelniere und geteilte Scheinwerfer

Das 2CV-Pendant von Fiat soll den Namen Koala tragen

Das 2CV-Pendant von Fiat soll den Namen Koala tragen

VW ID. Cross jetzt ab 27.995 Euro: Neue Versionen mit 37-kWh-Akku bestellbar

VW ID. Cross jetzt ab 27.995 Euro: Neue Versionen mit 37-kWh-Akku bestellbar

AKTUELLSTE ARTIKEL

Auch interessant



Leapmotor D19: 5,25-Meter-Elektro-SUV kommt nach Europa



Alle elektrischen Mittelklasse-SUVs 2026: Modelle, Preise und Reichweiten



Leapmotor B03: Neues Elektroauto zwischen Klein- und Kompaktwagen



BMW iX7 (2028): Erlkönig zeigt riesige Doppelniere und geteilte Scheinwerfer



Chery Q: Erstes Elektroauto der Marke für Europa vorgestellt



Retro-Charme auf vier Rädern: Microlino präsentiert exklusive 55 Edition



Xpeng G9L ab sofort zu Preisen ab 74.600 Euro bestellbar