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Mercedes EQS nun mit Steer-by-Wire und Steuerhorn bestellbar

2.975 Euro Aufpreis für Steuerhorn, Steer-by-Wire-System und Hinterradlenkung

Das neue Steuerhorn im Mercedes EQS Facelift

Bild von: Mercedes-Benz

Von: Roland Hildebrandt

Veröffentlicht von: Stefan Leichsenring

Aktualisiert: 6. Okt. um 16:31 Uhr

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Mercedes bietet den EQS nun auch mit einem Steuerhorn anstelle eines herkömmlichen Lenkrads an. Es gehört zu einem Steer-by-Wire-System, bei dem die mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und Vorderrädern entfällt. Die Lenkbefehle werden stattdessen elektronisch übertragen.

Mercedes gehört zu den ersten Herstellern, die die Technik in einem Serien-Pkw einsetzen. Ähnliche Systeme gibt es im Tesla Cybertruck und im Lexus RZ. Das System im Mercedes EQS soll für leichteres Manövrieren und Einparken sowie mehr Fahrstabilität und -agilität sorgen. Es kostet 2.975 Euro, wobei neben Steer-by-wire und dem Steuerjoch auch die Hinterachslenkung mit einem Lenkwinkel von bis zu 10 Grad inbegriffen sind.

Bildergalerie: Mercedes EQS Facelift mit Steer-by-Wire

Mercedes EQS Facelift mit Steer-by-Wire (offizielle Bilder)

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Mercedes EQS Facelift mit Steer-by-Wire (offizielle Bilder) Mercedes EQS Facelift mit Steer-by-Wire (offizielle Bilder) Mercedes EQS Facelift mit Steer-by-Wire (offizielle Bilder) Mercedes EQS Facelift mit Steer-by-Wire (offizielle Bilder) Mercedes EQS Facelift mit Steer-by-Wire (offizielle Bilder) Mercedes EQS Facelift mit Steer-by-Wire (offizielle Bilder)

Quelle: Mercedes-Benz

Denn das System arbeitet eng mit der Hinterachslenkung zusammen, die im mit einem Lenkwinkel von bis zu zehn Grad verfügbar ist. Bei niedrigen Geschwindigkeiten lenken die Hinterräder entgegengesetzt zu den Vorderrädern, was den Wendekreis verkleinert. Bei höherem Tempo erfolgt eine gleichgerichtete Bewegung, die die Fahrstabilität erhöht. Durch die elektronische Steuerung lassen sich diese Effekte präziser abstimmen als bei konventionellen Lenksystemen.

Im Fahrbetrieb verändert das System vor allem die Art der Rückmeldung und Bedienung. Da keine mechanische Kopplung mehr besteht, lassen sich Übersetzung und Lenkkraft variabel anpassen. So soll der Kraftaufwand beim Rangieren sinken, und enge Manöver weniger Lenkradbewegung erfordern. Von Anschlag zu Anschlag genügen 170 Grad am Lenkrad, also weniger als eine halbe Umdrehung. Ein Umgreifen entfällt in vielen Situationen. Andererseits kann die Abstimmung so gewählt werden, dass bei höheren Geschwindigkeiten ein stabiler Geradeauslauf unterstützt wird, verspricht Mercedes.

Laut Mercedes werden auch Störeinflüsse besser herausgefiltert. Fahrbahnunebenheiten, die bei klassischen Systemen über die Lenksäule übertragen werden, gelangen nicht mehr direkt zum Lenkrad. Stattdessen wird das Lenkgefühl modellbasiert erzeugt. Grundlage dafür sind unter anderem die Rückstellkräfte der gelenkten Räder sowie weitere Fahrdynamikdaten. Ziel ist eine konsistente Rückmeldung bei gleichzeitig reduzierten Vibrationen.

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Das Steuerhorn im EQS-Konfigurator. Die "potenziellen Mehrkosten" betragen 2.975 Euro (inklusive Steer-by-wire-System und Hinterradlenkung)

Bild von: Mercedes-Benz

Das Lenkrad kann flacher gestaltet werden, da keine mechanische Lenksäule mehr berücksichtigt werden muss. Dadurch verbessert sich laut Mercedes der Blick auf das Fahrerdisplay, und der Einstieg wird erleichtert.

Mercedes EQS Facelift mit Steer-by-Wire (offizielle Bilder)

Mercedes EQS Facelift mit Steer-by-Wire-System und Steuerhorn

Bild von: Mercedes-Benz

Die veränderte Geometrie hat zudem Auswirkungen auf die Integration der Sicherheitssysteme. Für den Fahrerairbag wurde eine neue Struktur entwickelt. Da die Abstützung an einem geschlossenen Lenkradkranz entfällt, übernimmt eine interne Konstruktion die Formgebung beim Auslösen. Gasführung, Faltbild und Fixierungspunkte sind entsprechend angepasst. Der Airbag bleibt weiterhin in der Lenkradnabe integriert und erfüllt die gleichen Anforderungen an Rückhaltewirkung und Reproduzierbarkeit wie bisherige Systeme.

Im Hinblick auf die Ausfallsicherheit setzt Mercedes auf eine redundante Auslegung der zentralen Komponenten. Das heißt, Sensorik, Steuergeräte und Signalpfade sind doppelt vorhanden. Das System wurde nach Herstellerangaben umfangreich getestet, unter anderem auf Prüfständen und im realen Straßenverkehr. Selbst bei einem Totalausfall soll eine eingeschränkte Querführung möglich bleiben, etwa über die Hinterachslenkung und gezielte Bremseingriffe durch das Stabilitätsprogramm.

Die Steer-by-Wire-Lenkung wird im EQS in Kombination mit verschiedenen Antriebsvarianten angeboten. Das Steuerjoch gibt es in Schwarz und bei bestimmten Varianten zusätzlich in Beige. Parallel dazu bleibt eine konventionelle elektromechanische Lenkung weiterhin verfügbar.

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Der neue Mercedes EQS mit 800-Volt-Technik ist 5,23 Meter lang und hat einen Radstand von 3,21 Metern. Da dürfte jede Hilfe beim Manövrieren willkommen sein. Neben der Hinterradlenkung gibt es nun auch ein Steer-by-Wire-System. Der Aufpreis bleibt mit weniger als 3.000 Euro im Rahmen, wenn man bedenkt, dass die Privatkunden-Preise für die Limousine bei 91.571 Euro beginnen.

Letzte Änderung am 6. Oktober. Bestellstart, Preis und Informationen aus der neuen Pressemeldung eingefügt

Quelle: Mercedes (Bestellstart), Mercedes (Ankündigung)

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