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Tesla Grünheide: Gerichtsverhandlung zum Wasserproblem vertagt
Angeblich soll die Serienfertigung im März beginnen, doch noch immer gibt es Prozesse

Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
8. Feb. 2022 um 18:53 Uhr
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Nein, das Tesla-Werk in Grünheide hat immer noch keine Gesamtgenehmigung, und die (eigentlich schon für Juli 2021 angekündigte) Serienfertigung des Model Y hat auch im Februar 2022 noch nicht begonnen. Ein Problem ist der Wasserverbrauch. Ein Prozess dazu wurde nun vertagt, wie die Automobilwoche berichtet.
Ein Teil des Werksgeländes liegt in einem Trinkwasserschutzgebiet. Zudem hatten Umweltverbände bezweifelt, ob in der Region genug Trinkwasser für den Betrieb der Fabrik vorhanden ist. Tesla geht von einem Wasserverbrauch von 1,4 Millionen Kubikmetern pro Jahr aus, die bei voller Auslastung des Werks (500.000 Fahrzeuge pro Jahr) erreicht werden.
Nach Ansicht der Landesregierung von Brandenburg ist die Trinkwasserversorgung für die 170.000 Einwohner im Einzugsgebiet des Wasserverbands Strausberg-Erkner (WSE) durch das Tesla-Werk nicht in Gefahr. Das sagte Umweltminister Axel Vogel (Grüne) im Januar, so ein früherer Bericht der Automobilwoche.
Dennoch haben die bereits 1990 in der DDR gegründete Umweltschutzorganisation Grüne Liga und der Naturschutzbund Nabu gegen eine im Februar 2020 erteilte wasserrechtliche Genehmigung geklagt. Sollte das zuständige Verwaltungsgericht in Frankfurt an der Oder die Genehmigung kippen, sieht der Wasserverband WSE die ausreichende Lieferung von Trinkwasser an Tesla nicht mehr gewährleistet. Tesla sieht allerdings keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Prozess und dem Vorhaben in Grünheide.
Die mündliche Verhandlung in der Sache sollte eigentlich am kommenden Freitag (11. Februar) stattfinden. Doch der Prozessbevollmächtigte der Kläger ist erkrankt, weswegen die Sitzung verschoben werden muss. Nun muss ein neuer Termin gesucht werden.
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Tesla baut seit Anfang 2020 in Grünheide. In der Gigafactory Berlin-Brandenburg (oder Gigafactory 4) soll zunächst das Model Y und später auch das Model 3 gebaut werden. Die Serienfertigung sollte ursprünglich im Juli 2021 beginnen, dann "noch im Jahr 2021".
Im Januar hat immerhin schon eine Art Vorserienfertigung begonnen: Tesla darf 2.000 Karossen produzieren, um die Maschinen zu testen. Obwohl die nun produzierten Fahrzeuge nicht verkauft werden dürfen, baut Tesla offenbar auch einen Antrieb ein, denn die Autos fahren auf dem Gelände umher.
Im Januar tauchte eine Mail von Tesla an einen Model-Y-Besteller im Forum Tesla Fahrer und Freunde (TFF) auf, worin von einem Produktionsbeginn im März 2022 die Rede war. Danach soll die Produktion mit der Performance-Version beginnen.
Quelle: Automobilwoche
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