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Tesla Grünheide: Produktionskapazität soll auf 1 Million steigen

Erweiterungsantrag wurde nun bei den Behörden eingereicht

Tesla beantragt Verdoppelung der Produktionskapazität in Grünheide

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

17. Mär. 2023 um 10:34 Uhr

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Tesla hat bei den Behörden eine Erweiterung der Gigafactory in Berlin-Grünheide beantragt. Die Produktionskapazität des Werks solle auf eine Million Autos jährlich verdoppelt werden. Der oft kritisch beäugte Wasserverbrauch der Fabrik soll aber nicht steigen.

Der Antrag wurde am Mittwoch beim Brandenburgischen Landesamt für Umwelt eingereicht. Das bestätigte das Unternehmen nun gegenüber dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Ein Sprecher des Umweltamts sagte, Tesla habe eine Erweiterung der Produktionskapazität von derzeit 500.000 auf zukünftig eine Million Fahrzeuge pro Jahr beantragt.

Mit einer Jahreskapazität von einer Million wäre die Gigafactory 4 (wie das Werk in Grünheide auch heißt) die größte Tesla-Fabrik. Die Kapazität des Standorts Shanghai wurde Anfang des Jahres mit ">750.000" angegeben. 

Tesla-Gewinne 2022 Produktionskapazität

Die notwendigen Produktionsanlagen sollen auf dem bestehenden Werksgelände errichtet werden. Dem nun eingereichten Antrag könnten aber weitere Teilgenehmigungs-Anträge folgen, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung meldet. Diese könnten sich zum Beispiel auf mögliche neue Gebäude beziehen. Tesla hat "größtmögliche Transparenz" für den weiteren Ausbau des Werkes zugesichert. 

Der US-Autobauer teilte auch mit, dass "die bisher zugrunde gelegten und vertraglich vereinbarten Mengen an Frischwasser auch für diesen Ausbau ausreichen". Möglich mache das eine Aufbereitung und Wiederverwendung anfallender Abwässer.

Derzeit produziert Tesla in Grünheide etwa 4.000 Autos pro Woche. Hochgerechnet auf 50 Wochen ergibt das 200.000 Stück. Die derzeitige Produktionskapazität von 500.000 Autos jährlich wird also noch nicht ausgeschöpft. 

Das Tesla-Werk in Grünheide wurde im März 2022 eröffnet, also vor ziemlich genau einem Jahr. Seitdem wird dort das Tesla Model Y gebaut. Die eigentlich geplante Batteriezellproduktion wurde bislang nicht aufgenommen. Derzeit arbeiten rund 10.000 Beschäftigte im Werk, eine Ausweitung auf 12.000 ist geplant.

In der Vergangenheit waren von Umweltschützern immer wieder Befürchtungen geäußert worden, Tesla werde mehr Wasser als genehmigt brauchen. Ein Teil des Tesla-Geländes liegt in einem Wasserschutzgebiet, und in der gesamten Region herrscht Wasserknappheit.

Der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte Tesla-Chef Elon Musk Unterstützung bei der Wasser-Frage zugesagt, und auch für die Versorgung mit Strom. In einem Brief schrieb Woidke kürzlich, die Landesregierung wolle helfen, dass noch vor dem Sommer eine Lösung für beide Probleme gefunden werde. Naturschützer hatten sich entsetzt über den Brief geäußert. 

Für Verstöße gegen Umweltauflagen in Grünheide musste Tesla bisher rund 17.000 Euro Bußgeld zahlen. Dabei ging es um drei ohne Genehmigung errichtete Tanklager, den Austritt von Kathodenmaterial, ein nicht zugelassenes Gefahrstoff-Lager, eine ungenehmigte Abfallanlage und das Einsetzen von Pfählen ohne Genehmigung.

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Quelle: RBB, Frankfurter Allgemeine Zeitung via Electrive.net

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