Home

Porsche

News

Porsche Mission X: Elektro-Hypercar soll Ring-Rekorde brechen

Mit einem Leistungsgewicht von 1 kg/PS wäre das Auto dem Rekordhalter deutlich überlegen

Porsche stellt Elektro-Hypercar vor

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

9. Jun. 2023 um 07:55 Uhr

Als bevorzugte Quelle InsideEVs auf Google hinzufügen

Teilen

Porsche stellt den Mission X vor, ein rein elektrisch angetriebenes Hypercar. Es ist noch nicht entschieden, ob die Studie in Serie geht. Doch falls der Wagen kommt, soll er das schnellste straßenzugelassene Auto auf der Nordschleife werden.

Vor 75 Jahren, am 8. Juni 1948, hatte der 356 "Nr. 1" Roadster als erstes Automobil unter dem Namen Porsche seine allgemeine Betriebserlaubnis erhalten. Das war die Geburtsstunde der Marke. Aus diesem Anlass stellte Porsche die Studie vor.

Porsche Mission X Concept: Das Exterieur

Porsche Mission X Concept: Das Interieur

Porsche Mission X Concept: Das Exterieur

Optisch bietet der Mission X nach oben öffnende Scherentüren – Porsche nennt sie Le-Mans-Türen. Sie sind an der A-Säule und am Dach angeschlagen und öffnen nach vorne oben. Das Türkonzept kam bereits beim Motorsportklassiker Porsche 917 zum Einsatz. Aber vor allem soll der Wagen als Technik-Studie fungieren, wie vormals der Porsche 959, Carrera GT und 918 Spyder.

Wie erwähnt soll das Auto das schnellste straßenzugelassene Fahrzeug auf der Nürburgring-Nordschleife sein. Der Rekord steht hier bei 6:35.183 Minuten und wird vom Mercedes-AMG One gehalten. Wenn der Porsche diese Zeit unterbietet, wäre er auch das schnellste Elektroauto – das Tesla Model S Plaid mit seinem neuen Rekord von 7:25.231 Minuten wäre deklassiert.

Das Leistungsgewicht soll ungefähr ein Kilogramm pro PS betragen. Das wäre eine enorme Steigerung gegenüber dem Mercedes-AMG One, der bei rund 1,6 kg/PS liegt (1,7 Tonnen und 1.063 PS) und erst recht gegenüber dem Model S Plaid mit seinen 2,3 kg/PS (2.265 Kilo und 1.000 PS).

Das geringe Leistungsgewicht – kleiner ist hier ja besser– des Mission X lässt eine kleine Batterie vermuten, denn die trägt einen Großteil zum Gewicht von Elektroautos bei. Angaben dazu macht Porsche allerdings nicht, und auch zum Antrieb fehlen noch alle Angaben.

Eine kleine Speicherkapazität könnte durch schnelles Laden ausgeglichen werden. Deshalb besitzt der Mission X eine 900-Volt-Architektur. Damit soll das Auto etwa doppelt so schnell laden wie der Porsche Taycan, der bekanntlich 22,5 Minuten für einen Ladevorgang von 5 bis 80 Prozent braucht. Wenn der Mission X nur etwa 12 Minuten benötigt, könnte das darauf schließen lassen, dass der Akku nur etwa 45 bis 50 kWh speichert (etwas mehr als die Hälfte der größeren Taycan-Batterie mit 84 kWh netto). 

Aber auf der Nordschleife zählen auch hohe Kurvengeschwindigkeiten. Deshalb soll der Mission X Abtriebswerte erreichen, die deutlich über dem aktuellen 911 GT3 RS liegen. Um das Handling zu optimieren, wird die Batterie zentral hinter den Sitzen verbaut (wie etwa auch bei der "Chest"-Version der Plattform LEVA von Lotus). Da sich das schwerste Bauteil damit in der Mitte befindet, ergibt sich eine hohe Agilität wie bei einem Mittelmotor-Sportwagen – während konventionelle E-Autos mit ihrer Batterieplatte oft eher träge wirken.

Mit gut 4,5 Metern Länge, einer Breite von zwei Metern und einer Höhe von knapp 1,20 Metern ist der Mission X ein vergleichsweise kompaktes Hypercar. Der Radstand liegt bei 2,73 Metern und ist damit ein paar Zentimeter kleiner als bei MEB-Fahrzeugen wie dem ID.3 oder ID.4. Der Mission X wird aber schon wegen der unkonventionellen Batterie-Position kaum auf einer der VW-Plattformen basieren. 

Der Mission X ist ein Zweisitzer – also kein reiner Rennwagen. Über die Insassen spannt sich eine Leichtbau-Glaskuppel mit einem Carbon-Außenskelett. Die Lichtsignatur besteht aus einer neuen Interpretation der Vierpunkt-Grafik von Porsche. Hinten spannen sich die Leuchten über die gesamte Fahrzeugbreite; dazu kommt ein transparenter, leuchtender Marken-Schriftzug. Das "E" im Wort Porsche pulsiert während des Ladevorgangs.

Porsche-Logos: Alt (links) und neu

Porsche-Logos: Alt (links) und neu

Außerdem debütiert im Mission X das im Detail modifizierte Porsche-Wappen mit dreidimensionaler Wabenstruktur, aufgefrischtem Wappentier sowie einer dezenteren Goldfarbe. Das weiterentwickelte Wappen findet sich auf Fronthaube und Lenkrad sowie in einer monochromen Ausführung auf den Radnaben.

Das Cockpit ist auf die Person am Steuer ausgerichtet. Die Sitze sind zudem unterschiedlich koloriert: Der Fahrersitz ist grau gehalten, der daneben braun. Carbon-Sitze mit Sechspunkt-Gurten sowie ein oben offenes Lenkrad mit Schaltern und Wippen erinnern an den Motorsport.

Quelle: Porsche, Nürburgring (Rekordzeiten)

Diesen Artikel teilen

Meistgelesen

Alle elektrischen Mittelklasse-SUVs 2026: Modelle, Preise und Reichweiten

Alle elektrischen Mittelklasse-SUVs 2026: Modelle, Preise und Reichweiten

BMW iX7 (2028): Erlkönig zeigt riesige Doppelniere und geteilte Scheinwerfer

BMW iX7 (2028): Erlkönig zeigt riesige Doppelniere und geteilte Scheinwerfer

Das 2CV-Pendant von Fiat soll den Namen Koala tragen

Das 2CV-Pendant von Fiat soll den Namen Koala tragen

VW ID. Cross jetzt ab 27.995 Euro: Neue Versionen mit 37-kWh-Akku bestellbar

VW ID. Cross jetzt ab 27.995 Euro: Neue Versionen mit 37-kWh-Akku bestellbar

AKTUELLSTE ARTIKEL

Auch interessant



Porsche Boxster und Cayman bekommen Batterien, wo früher der Verbrenner saß



Alle elektrischen Mittelklasse-SUVs 2026: Modelle, Preise und Reichweiten



Alpine A310 Vision: Nur 1,18 Meter hohe Studie auf Basis von APP



BMW iX7 (2028): Erlkönig zeigt riesige Doppelniere und geteilte Scheinwerfer



Peugeot RCZ Vision: Studie eines elektrischen RCZ



Retro-Charme auf vier Rädern: Microlino präsentiert exklusive 55 Edition



Peugeot E-T16 mit 600 kW als Ausblick auf den E-208