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Lamborghini Lanzador: Das erste reine Elektroauto der Marke

Über 1.000 kW starker Elektro-GT mit großer Bodenfreiheit als Studie

Lamborghini stellt sein erstes Elektroauto vor

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

18. Aug. 2023 um 19:45 Uhr

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Neben den reinen Verbrenner-Modellen Huracan und Urus hat Lamborghini mit dem Revuelto auch einen Plug-in-Hybrid im Programm. Das vierte Modell der Marke soll ein reines Elektroauto sein. Einen Ausblick darauf zeigt der Hersteller nun auf der Monterey Car Week (11. bis 20. August).

Das Lanzador Concept ist ein hochgelegter Zweitürer – also ein Crossover. Das Serienmodell soll laut Lamborghini jedoch erst ab 2028 gebaut werden. Lamborghini stellt die Studie also bereits über vier Jahre vor dem Serienstart vor.

Bildergalerie: Lamborghini Lanzador Concept (2023)

Lamborghini Lanzador Concept (2023)

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Lamborghini Lanzador Concept (2023) Lamborghini Lanzador Concept (2023) Lamborghini Lanzador Concept (2023) Lamborghini Lanzador Concept (2023) Lamborghini Lanzador Concept (2023) Lamborghini Lanzador Concept (2023)

Für den Antrieb sorgen zwei Elektromotoren; die Systemleistung soll mehr als 1.000 kW betragen, also ein Megawatt. Damit würde das Auto zu den stärksten Elektroautos auf dem Markt gehören; hier liegt bisher der Rimac Nevera mit rund 1.400 kW weit vorne, der Morand aus der Schweiz soll fast 1.500 kW bieten.

Der Allradantrieb soll eine ausgeklügelte Drehmomentverteilung bieten, wobei die Kraft an der Hinterachse sogar aktiv zwischen links und rechts verteilt wird – also ein aktives Torque Vectoring für die Kurve. Zum Energiespeicher sagt Lamborghini nur, dass es sich um "eine hochmoderne Hochleistungsbatterie" handelt, die eine "hohe" Reichweite garantiert. 

Neben der Hardware werde die Fahrdynamik aber auch stark von der Software bestimmt sein, so der Hersteller. Das Lamborghini Dinamica Veicolo Integrata (LDVI), offenbar das ESP des Fahrzeugs, bietet mehr Sensoren und Aktoren als bei bisherigen Lamborghini-Modellen. Dazu kommt eine aktive Aerodynamik (Aerodinamica Lamborghini Attiva, ALA), die in der Kurve einen hohen Abtrieb (also eine hohe "Anpresskraft") ermöglicht, aber auch einen geringen Luftwiderstand auf der Gerade bei hohen Geschwindigkeiten. Letzteres erhöht natürlich auch die Reichweite. Demselben Zweck dienen die aerodynamisch optimierten 23-Zoll-Räder. Zudem besitzt der Lanzador eine Luftfederung und eine gelenkte Hinterachse.

Was die Optik angeht, so ließ sich Chefdesigner Mitja Borkert von Raumschiffen inspirieren. Mit rund 1,5 Metern  ist das Auto höher als ein Sportwagen; die Länge wurde nicht mitgeteilt. Unter der kurzen Fronthaube gibt es ein Ablagefach, hinten gewährt eine große Heckklappe den Zugang zum Kofferraum. Darin sollen Fahrräder, Skier oder Paragliding-Ausrüstung Platz haben.

Lamborghini Lanzador Concept (2023)

Große Glaselemente lassen Licht ins Interieur. Die Vordersitze werden durch eine hohe Mittelkonsole getrennt. passend dazu haben beide Frontinsassen jeweils ihr eigenes Display, ein mittiger Touchscreen fehlt. Als Materialien wurden nachhaltige Stoffe wie Merinowolle, Recycling-Carbon und recycelte Kunststoffe verwendet, dazu umweltfreundlich gegerbtes Leder.

Generell will Lamborghini seine Produktpalette bis Ende 2024 elektrifizieren. Bis dann sollen alle Modelle zumindest einen Hybridantrieb haben wie der erwähnte Revuelto. Der Urus soll angeblich ab nächstem Jahr nur noch mit Plug-in-Hybrid-Antrieb zu haben sein, und auch der Huracan-Nachfolger wird angeblich ein PHEV. Mit der Serienversion des Lanzador folgt dann 2028 das erste Elektroauto. Es soll in Sant'Agata Bolognese gebaut werden.

Die Elektropläne der Supersportler-Konkurrenz:

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Quelle: Lamborghini

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