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VW-Batteriesparte PowerCo meldet Erfolg bei Festkörperakku
Quantumscape-Zelle lässt sich ohne großen Kapazitätsverlust 1.000 mal aufladen

Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
4. Jan. 2024 um 08:17 Uhr
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Volkswagen meldet einen Erfolg von Partner Quantumscape bei der Festkörperbatterie. Die Technologie gilt als nächster großer Schritt bei der Batterie für Elektroautos. Sie soll größere Reichweiten, kürzere Ladezeiten und maximale Sicherheit bringen. Nun hat die Festkörperzelle von Quantumscape mehr als 1.000 Ladezyklen absolviert und dabei nur fünf Prozent der Speicherkapazität verloren.
1.000 mal aufladen klingt vielleicht nicht so viel, doch wenn man von einer Reichweite des Elektroautos von 500 km ausgeht, entspricht das 500.000 Kilometern, also zum Beispiel 25 Jahren mit jeweils 20.000 gefahrenen Kilometern – eine stramme Lebensleistung für ein (Elektro-)Auto.
"Das sind sehr ermutigende Ergebnisse, die das Potenzial der Festkörperzelle eindrucksvoll untermauern," sagte PowerCo-Chef Frank Blome. "Das Endergebnis dieser Entwicklung könnte eine Batteriezelle sein, die große Reichweiten ermöglicht, superschnell geladen werden kann und praktisch nicht altert." VW sei von der Festkörperzelle überzeugt und arbeite gemeinsam mit Partner Quantumscape mit Hochdruck an der Serienproduktion.
Bildergalerie: Quantumscape-Präsentation (08/2023)

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Die mehrmonatigen Tests mit der Festkörperzelle von Quantumscape wurden in den Batterielaboren von PowerCo in Salzgitter durchgeführt. Bei den standardisierten Testverfahren gilt die Zyklenfestigkeit als zentrales Kriterium. Branchenübliche Ziele sind 700 Ladezyklen bei einem Kapazitätsverlust von 20 Prozent, schreibt VW. Mit 1.000 Zyklen und fünf Prozent Verlust habe die Zelle von Quantumscape diese Marke deutlich übertroffen.
Auch bei Schnellladefähigkeit, Sicherheit und Selbstentladung konnte die Zelle die Anforderungen erfüllen. Quantumscape berichtete schon in seinem Aktionärsbrief fürs dritte Quartal 2023 über den Erfolg, der nun von VW bestätigt wurde.
Quantumscape-Chef Jagdeep Singh sagte: "Diese Ergebnisse der Tests durch PowerCo vom VW-Konzern machen deutlich, dass die anodenlosen Festkörper-Lithium-Metall-Zellen von Quantumscape zu außergewöhnlichen Leistungen fähig sind." Ihm sei keine andere Lithium-Metall-Batterie für Autos bekannt, die nach einer solchen Zyklenzahl eine so hohe Restkapazität habe.
In den letzten Jahren hatte Quantumscape bei seiner Festkörperzelle die Zahl der Schichten schrittweise erhöht. Die getestete Festkörperzelle besteht nun aus 24 Schichten und entspricht damit bereits der geplanten Serienzelle. Der nächste Schritt auf dem Weg zur Serienproduktion besteht nun darin, die Fertigungsprozesse zu perfektionieren und zu skalieren. Der erfolgreiche Test bezog sich auf ein so genanntes "A-Sample". 2024 will Quantumscape nun B-Samples mit niedriger Zellenzahl fertigen und 2025 B-Samples mit hoher Zellenzahl. Eine Serienproduktion ist demnach wohl frühestens 2026 möglich.
Grundsätzlich eigne sich das Konzept der Einheitszelle von Volkswagen auch für die Festkörperzelle, so VW. Der Volkswagen-Konzern ist seit 2012 an Quantumscape beteiligt und ist einer der Hauptinvestoren des Startups.
Mehr zu Quantumscape:
QuantumScape: Fortschritte bei der Festkörper-Batterie
QuantumScape erklärt die Vorteile seiner Festkörperbatterie
Unterm Strich
Quantumscape hat Ende 2020 mit einer einschichtigen Festkörperzelle mit metallischer Lithium-Anode und festem Separator begonnen und sie zyklenfest gemacht. Im Laufe der letzten drei Jahre hat sich die US-Firma dann von einer bis auf 24 Schichten hochgearbeitet. Nun ist man offenbar so weit, dass eine Zelle die Anforderungen (locker) erfüllt. Das heißt aber noch nicht, dass ab nächstem Jahr ein Festkörperakku in VW-Fahrzeuge eingebaut werden kann. Bis dahin werden noch einige Jahre vergehen.
Quelle: VW-Konzern , Quantumscape-Präsentation (PDF)
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