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Mehr Reichweite: Rolls-Royce überarbeitet den Spectre
Die Modellpflege dürfte auch mit jener des BMW i7 zu tun haben

Bild von: Rolls-Royce
Roland Hildebrandt 
Von: Roland Hildebrandt
2. Jun. um 15:26 Uhr
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Rolls-Royce hat mit dem Spectre Series II und der dazugehörigen Performance-Variante Black Badge Spectre Series II eine umfassende Modellpflege seines rein elektrischen Luxuscoupés vorgestellt. Das Fahrzeug, das seit 2023 auf dem Markt ist, erhält im Zuge dieser Aktualisierung sowohl tiefgreifende technische Modifikationen als auch eine signifikante Erweiterung des werkseigenen Individualisierungsprogramms.
Im Zentrum der Modellpflege des Spectre zum "Series II" stehen signifikante Optimierungen des elektrischen Antriebsstrangs. Durch den Einsatz einer weiterentwickelten Batteriezellentechnologie konnten die Ingenieure in Goodwood die Reichweite des Fahrzeugs um 18 Prozent auf nunmehr 628 Kilometer nach dem kombinierten WLTP-Prüfzyklus steigern. Gleichzeitig verkürzen sich die erforderlichen Ladezeiten laut Rolls-Royce um 14 Prozent.
Bildergalerie: Rolls-Royce Spectre Series II (2026)

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Quelle: Rolls-Royce
Wie schon der BMW i7 nach der Modellpflege dürfte auch der Akku des technisch eng verwandten Spectre nun eine Kapazität von 112,5 kWh statt der bisherigen 101,5 aufweisen. In der Standardausführung leistet der Elektromotor des Rolls-Royce nun 442 kW (601 PS) und stellt ein Drehmoment von 1.015 Newtonmetern bereit.
Das sportlicher ausgerichtete Spitzenmodell, der Black Badge Spectre Series II, gilt mit einer Systemleistung von 500 kW (680 PS) im sogenannten Infinity-Modus als der bislang leistungsstärkste Serienwagen der Markenhistorie. Im Spirited-Modus generiert dieser Antrieb ein maximales Drehmoment von bis zu 1.100 Newtonmetern.
Das Exterieur des zweitürigen Fastback-Coupés behält seine charakteristische Linienführung und die geteilte Scheinwerfergrafik bei. Neu eingeführt wird die monochrome Außenfarbe "Ethereal Blue" sowie ein geschmiedetes 23-Zoll-Leichtmetallrad im Mehrspeichen-Design.

Rolls-Royce Spectre Series II (2026)
Bild von: Rolls-Royce
Jede dieser Felgen wird in einem zeitintensiven Verfahren von Hand bearbeitet, um extrem scharfe Radien und diamantartige Konturen zu erzeugen. Für die Black Badge-Variante wurde zudem das Exterieurpaket "Iced Black" entwickelt. Dieses umfasst ein seidenmattes Finish für nahezu alle äußeren Chromelemente, darunter die Kühlergrilleinfassung, die Fensterrahmen und die markentypische "Spirit of Ecstasy"-Kühlerfigur, während die vertikalen Lamellen des Grills als optischer Kontrast hochglanzpoliert bleiben.
Im Interieur bietet die Modellpflege neue handwerkliche Optionen für das sogenannte Bespoke-Programm. Erstmalig kommt das Material "Duality Twill" zum Einsatz – ein Textilgewebe, das aus Bambusviskose gefertigt und mit einer komplexen Grafik bestickt wird, die bis zu 2,6 Millionen Stiche umfasst. Ergänzend dazu ist ein perforiertes Lederdesign verfügbar, bei dem mittels 78.138 präziser Schnitte in drei verschiedenen Durchmessern ein wolkenartiges Muster auf den Sitzen entsteht.

Rolls-Royce Spectre Series II (2026)
Bild von: Rolls-Royce
Eine weitere Neuerung betrifft die Armaturentafel, wo sich die sogenannte "Clock Gallery" nun über die gesamte Fahrzeugbreite erstreckt und von einer illuminierten Fläche mit 8.108 einzelnen Lichtpunkten ergänzt wird. Das Uhrendesign wurde im Zuge der Modellpflege im Stil von Luftfahrtinstrumenten minimalistisch überarbeitet.
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