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Audi baut neues Werk für Elektroautos auf Basis von PPE in China
Ab Ende 2024 werden dort wohl der Q6 e-tron und A6 e-tron produziert

Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
17. Feb. 2022 um 11:59 Uhr
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Ein neues Elektroauto-Werk in China kündigt nun Audi an. Das Werk im nordostchinesischen Changchun soll Modelle auf Basis der Premium Platform Electric (PPE) fertigen. Gebaut werden zunächst drei Modelle auf Basis von PPE, so Audi.
Den Anfang machen ein elektrisch angetriebenes SUV und eine E-Limousine. Vermutlich handelt es sich dabei um den Audi Q6 e-tron (das Äquivalent zum Elektro-Macan von Porsche) und den A6 e-tron, den Audi auch auf dem Bild zum Thema Elektroauto-Werk zeigt.

Audi Q6 e-tron als Erlkönig

Audi A6 e-tron als Studie
Nach der Freigabe für das Vorhaben durch die chinesischen Behörden steht nun der erste Spatenstich an. Mit dem Bau soll allerdings erst nach Ende der Frostperiode begonnen werden, und die dürfte in dem weit nördlich gelegenen Changchun erst im April enden. Das Werk entsteht auf einer Fläche von rund 150 Hektar und soll jährlich über 150.000 Elektroautos fertigen. Die Fertigstellung ist für Ende 2024 geplant.
Dabei soll das Werk "neue Maßstäbe in den Bereichen Digitalisierung, Effizienz und Nachhaltigkeit setzen", so Audi-China-Präsident Jürgen Unser. Für die Vernetzung wird eine komplett neue IT-Architektur aufgebaut. Zudem sollen die Fahrzeuge in Changchun CO2-neutral und abwasserfrei gebaut werden. Neben einem Presswerk, einem Karosseriebau, einer Lackiererei und einer Montage ist auch eine eigene Batteriemontage geplant.
Das neue Werk in Changchun wird der erste Produktionsstandort in China sein, an dem ausschließlich vollelektrische Audi-Modelle vom Band fahren. Mit 150.000 Autos jährlich wird die Fabrik einen zentralen Beitrag zur Elektrifizierung der in China verkauften Audi-Flotte leisten. Zum Vergleich: Im letzten Jahr hat Audi in China rund 700.000 Fahrzeuge verkauft, wovon aber die wenigsten Elektroautos gewesen sein dürften.
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Betrieben wird das Werk von der Audi FAW NEV Company. An dem erst im Januar gegründeten Joint Venture halten die Deutschen sogar die Mehrheit, wie Audi meldete. Chef der Firma ist Helmut Stettner, der auch die Leitung der neuen Fabrik übernimmt.

Helmut Stettner, Chef des neuen Joint Ventures Audi FAW NEV Company
Der Standort der neuen Fabrik ist auch der Stammsitz des Joint Ventures FAW‑Volkswagen, an dem Audi seit über 30 Jahren beteiligt ist. Dort fertigt das Gemeinschaftsunternehmen diverse Verbrennermodelle sowie seit September 2020 auch den Audi e-tron. Zudem gibt es ein Werk im südchinesischen Foshan und im nordchinesischen Tianjin, in denen ebenfalls Audi-Modelle gefertigt werden.
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Quelle: Audi
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