Home

Tesla

Semi

News

Tesla Semi erhält drei Plaid-Motoren und Megawatt-Charging

Ladesystem wird auch beim Cybertruck verwendet, so Musk beim Semi Delivery Event

Tesla liefert ersten Semi aus

57:00

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

2. Dez. 2022 um 10:42 Uhr

Als bevorzugte Quelle InsideEVs auf Google hinzufügen

Teilen

Endlich, das Semi Delivery Event: Wie versprochen, lieferte Tesla am gestrigen 1. Dezember die ersten Semi an Pepsi aus. Interessant war vor allem, was zum Antrieb und zum Ladesystem verkündet wurde. Wer sich Neues zum Preis, zur Batteriekapazität oder zur Nutzlast erhofft hatte, wurde jedoch enttäuscht. 

Neu ist, dass der Semi die drei Elektromotoren aus dem Tesla Model S Plaid verwendet. Der Plaid kommt damit auf eine Systemleistung von 1.020 PS oder 750 kW. Die Motoren haben einen Rotor mit einer speziellen Carbon-Umwicklung, welche den Rotor bei 20.000 U/min (gegen die nach außen wirkende Zentrifugalkraft) zusammenhalte, so Elon Musk bei der Vorstellung des Plaid im Juni 2021. Damals zeigte Musk auch eine Leistungskurve für den Plaid im Vergleich zu älteren Model-S-Varianten:

Tesla Model S Plaid Delivery Day: Perfect Power Curve

Leistungskurve des Tesla Model S Plaid (Bild vom Plaid Delivery Day)

Beim Semi ist bei konstantem Tempo nur eine Elektromaschine aktiv, die anderen beiden treten nur beim Beschleunigen und beim Rekuperieren in Aktion. Dabei liegen die zwei Maschinen zum Beschleunigen an der gleichen Achse, wie das Bild zeigt. Wenn die Acceleration Drive Units nicht gebraucht werden, werden sie offenbar automatisch über eine Kupplung abgekoppelt.

Semi Delivery Event: Der Antrieb

Die Leistung sei dreimal so hoch wie bei den stärksten Diesel-Trucks, so Musk. Der Semi sei das krasseste Gerät für Trucker, sagte der Tesla-Chef. Der Laster sei wie ein Elefant, der sich wie ein Gepard bewegt.

"If you're a trucker and you want the most badass rig on the road, this is it." (Elon Musk)

Der Semi sei Teslas erstes Fahrzeug mit dem neuen 1.000-Volt-Antrieb, hieß es bei dem Event. Der Semi kann mit bis zu einem Megawatt (1.000 kW) Ladeleistung aufgeladen werden. Dabei ist eine neue Version des Superchargers (V4) nötig, wobei das Ladekabel wie beim Supercharger V3 flüssig gekühlt wird. Gegenüber dem V3 besitzt der Supercharger V4 offenbar zusätzliche Adern für die Kühlung, wie das Bild zeigt:

Semi Delivery Event: Aufladen mit einem Megawatt

Die V4-Technologie soll 2023 bei den Superchargern ausgerollt werden und auch beim Cybertruck genutzt werden, sagte Musk. Wie bekannt, soll der Elektro-Pick-up 2023 in Produktion gehen.

Mehr zum Semi und zum Cybertruck:

Tesla Semi mehrfach auf öffentlichen Straßen fotografiert

Tesla Cybertruck: Kommt ein kleiner Bruder auf Basis des Model Y?

Die Preise für den Semi verriet Musk nicht. Bei der ersten Vorstellung des Elektro-Lasters im Jahr 2017 hieß es, die Version mit 300 Meilen Reichweite werde 150.000 Dollar kosten, die 500-Meilen-Version 180.000 Dollar, doch damals rechnete Tesla noch mit einem Start im Jahr 2019. Fünf Jahre später dürften die Preise deutlich höher sein. Außerdem ist auf Teslas Semi-Website nur noch von der 500-Meilen-Variante die Rede. 500 Meilen entsprechen etwa 800 Kilometern.

 

Kürzlich twitterte Musk, man habe eine 500-Meilen-Fahrt mit einer einzigen Ladung absolviert, wobei die Fuhre 81.000 Pfund (rund 37 Tonnen) wog. Dabei hatte der Laster offenbar 11 Betonbarrieren ("jersey barriers") geladen. Bei der Veranstaltung war zu sehen, wie der damit beladene Laster eine Sechs-Prozent-Steigung mit 42 mph (68 km/h) hinauffuhr, wobei der Truck sogar noch beschleunigte.

Zur Nutzlast schwieg sich Musk jedoch aus. Nach einer Abschätzung des Twitter-User Nikola Insider sollen die Betonbarrieren zusammen etwa 20 Tonnen wiegen, womit sich für das Leergewicht etwa 17 Tonnen ergeben.   

 

Zu den geplanten Produktionszahlen gab es keine neuen Informationen. Allerdings sagte die Investor-Relationship-Verantwortliche Robyn Denholm kürzlich, man könne dieses Jahr noch 100 Exemplare fertigen. So viele Semi hatte Pepsi im Jahr 2017 bestellt.

Diesen Artikel teilen

Meistgelesen

Alle elektrischen Mittelklasse-SUVs 2026: Modelle, Preise und Reichweiten

Alle elektrischen Mittelklasse-SUVs 2026: Modelle, Preise und Reichweiten

BMW iX7 (2028): Erlkönig zeigt riesige Doppelniere und geteilte Scheinwerfer

BMW iX7 (2028): Erlkönig zeigt riesige Doppelniere und geteilte Scheinwerfer

Das 2CV-Pendant von Fiat soll den Namen Koala tragen

Das 2CV-Pendant von Fiat soll den Namen Koala tragen

VW ID. Cross jetzt ab 27.995 Euro: Neue Versionen mit 37-kWh-Akku bestellbar

VW ID. Cross jetzt ab 27.995 Euro: Neue Versionen mit 37-kWh-Akku bestellbar

AKTUELLSTE ARTIKEL

Auch interessant



Mehr zur Technik des Tesla Roadster: Bis zu 1.000 kW, 500 km Reichweite und Düsenantrieb



Alle elektrischen Mittelklasse-SUVs 2026: Modelle, Preise und Reichweiten



Tesla Roadster hebt mit Kaltgastriebwerken ab: Produktion soll 2028 starten



BMW iX7 (2028): Erlkönig zeigt riesige Doppelniere und geteilte Scheinwerfer



Tesla Model 3: Mehr Reichweite und schnellerer Sprint



Retro-Charme auf vier Rädern: Microlino präsentiert exklusive 55 Edition



Tesla Model Y (2026): Facelift wird bei Intax zum Taxi