Home

Nissan

News

Nissan will Elektroantrieb und e-Power-Antrieb vereinheitlichen

"X-in-1"-Ansatz soll zu mehr Gleichteilen und damit einfacherer Produktion führen

Nissan will Elektro- und e-Power-Antrieb vereinheitlichen

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

10. Mär. 2023 um 10:54 Uhr

Als bevorzugte Quelle InsideEVs auf Google hinzufügen

Teilen

Unter der Bezeichnung X-in-1 stellt Nissan zwei neue Elektroantriebe vor, einen für reine Elektroautos (3-in-1) und einen für serielle Hybride (5-in-1). Durch den einheitlichen Ansatz sollen sich beide Antriebe auf der gleichen Produktionslinie bauen lassen.

"3-in-1" ist für reine Elektroautos gedacht. Wie schon der Name sagt, werden hier drei Komponenten kombiniert: Elektromotor, Wechselrichter und Untersetzungsgetriebe. Die "5-in-1"-Variante besteht dagegen aus fünf Komponenten, hier kommen auch ein Generator und ein Übersetzungsgetriebe zum Einsatz. So ist diese Version für Modelle mit dem seriellen Hybridantrieb e-Power gedacht. 

Nissan EV-Antriebseinheiten: 3-in-1-Elektrofahrzeug und 5-in-1-E-Power

3-in-1 und 5-in-1 nutzen die gleichen drei Kernkomponenten

Nach der obigen Grafik will Nissan offenbar den Elektromotor, den Inverter (Wechselrichter) und das Untersetzungsgetriebe für beide Antriebsarten einsetzen. Beim Inverter sollen offenbar in den e-Power-Modellen zwei zum Einsatz kommen, in den Elektroautos nur einer. Als Generator könnte möglicherweise eine ähnliche Elektromaschine eingesetzt werden wie für die Traktionsmotoren; in der Abbildung ist der Generator kleiner dargestellt als die Traktionsmaschinen:

Nissan EV Drive Units: „X-in-1

Durch die modulare Bauweise und die Nutzung der gleichen Kernkomponenten soll die Wettbewerbsfähigkeit der elektrifizierten Antriebsstränge von Nissan steigen, schreibt der japanische Hersteller. So sollen die Kosten gegenüber 2019 um 30 Prozent sinken. So werden Modelle mit dem seriellen Hybridantrieb e-Power bis 2025 in der Produktion nur mehr so teuer sein wie reine Verbrenner, hofft Nissan.

Der neu entwickelte Elektromotor reduziert zudem die Verwendung Seltener Erden auf ein Gewichtsprozent oder weniger. Beim Ariya werden fremderregte Synchronmotoren von Renault eingesetzt, die keine Seltenen Erden benötigen. Um ihn geht es hier offenbar nicht. Im folgenden Bild von Nissan werden jedoch der Leaf und der Note (vermutlich mit e-Power-Antrieb) erwähnt: 

Nissan EV Drive Units: „X-in-1

Beim Leaf spricht Nissan von "Wechselstrom-Synchronmotoren" die Rede. Vermutlich handelt es sich um Permanenterregte Synchronmotoren (PSM), für deren Permanentmagnete bekanntlich Seltene Erden benötigt werden. Nach der obigen Nissan-Grafik wurde der Bedarf an diesen Metallen (offenbar Neodym) schon wesentlich verringert, er soll aber weiter sinken. Im Schaubild sind auf der rechten Seite "magnets" erwähnt, also will Nissan offenbar bei Permanentmagneten bleiben.

Bei den Invertern will Nissan Siliciumcarbid-Technik einsetzen, wie das folgende Bild zeigt. Dadurch soll sich die Größe der Leistungselektronik verringern:

Nissan EV Drive Units: „X-in-1

Als Teil der langfristigen Vision Nissan Ambition 2030 will das Unternehmen sein Angebot bis zum Geschäftsjahr 2030 um 27 neue elektrifizierte Modelle erweitern. Darunter sollen 19 reine Elektroautos sein. Das bisherige Angebot an Elektroautos und e-Power-Modellen ist folgender Grafik zu entnehmen. Viele Modelle werden allerdings bei uns nicht angeboten:

Nissan EV-Antriebseinheiten

Mehr zu Nissans Zukunftsplänen:

Renault und Nissan streiten um kompakte Elektro-Plattform

Nissan Ambition 2030: 15 neue Elektroautos starten bis 2030

Das folgende Video zeigt ein "Seminar" zu dem neuen X-in-1-Ansatz:

Live: Nissan electrified powertrains seminar

Quelle: Nissan

Diesen Artikel teilen

Meistgelesen

Alle elektrischen Mittelklasse-SUVs 2026: Modelle, Preise und Reichweiten

Alle elektrischen Mittelklasse-SUVs 2026: Modelle, Preise und Reichweiten

BMW iX7 (2028): Erlkönig zeigt riesige Doppelniere und geteilte Scheinwerfer

BMW iX7 (2028): Erlkönig zeigt riesige Doppelniere und geteilte Scheinwerfer

Das 2CV-Pendant von Fiat soll den Namen Koala tragen

Das 2CV-Pendant von Fiat soll den Namen Koala tragen

VW ID. Cross jetzt ab 27.995 Euro: Neue Versionen mit 37-kWh-Akku bestellbar

VW ID. Cross jetzt ab 27.995 Euro: Neue Versionen mit 37-kWh-Akku bestellbar

AKTUELLSTE ARTIKEL

Auch interessant



Nissan Micra: Preise gesenkt, jetzt ab 26.290 Euro



Alle elektrischen Mittelklasse-SUVs 2026: Modelle, Preise und Reichweiten



Nissan Pixo: Neuer Elektro-Kleinstwagen vorgestellt



BMW iX7 (2028): Erlkönig zeigt riesige Doppelniere und geteilte Scheinwerfer



Porsche Boxster und Cayman bekommen Batterien, wo früher der Verbrenner saß



Retro-Charme auf vier Rädern: Microlino präsentiert exklusive 55 Edition



Mercedes EQS nun mit Steer-by-Wire und Steuerhorn bestellbar