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Avatr 12: Fünf Meter lange Elektrolimousine vorgestellt

Die Elektromotoren kommen von Huawei, die CTP-Batterie von CATL

Avatr 12

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

5. Sep. 2023 um 04:30 Uhr

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Die chinesische Marke Avatr stellte am heutigen 4. September ihr zweites Elektroauto vor: Auf das 2022 in China gestartete Coupé-SUV Avatr 11 folgt nun die Fünf-Meter-Limousine Avatr 12 – beziehungsweise ein Gran Coupé, wie die Marke selbst sagt.

Bei der Modellbezeichnung 12 sollte man die beiden Ziffern nicht als eine Zahl lesen, sondern einzeln, also eins-zwei oder one-two. Der Markenname selbst wird ausgesprochen wie "Avatar". Dass am Ende ein "a" fehlt, dürfte namensrechtliche Gründe haben. Jedenfalls sollen die Autos so etwas wie eine Verkörperung des eigenen Ichs sein, ein Begleiter – eben ein Avatar.

"In einer Welt, in der Produkte bloße Objekte sind, ist Avatr ein Freund – ein Spiegel Ihrer Wünsche, ein Gefäß für Ihre Essenz und ein Partner für Ihre Reise." (Avatr-Chefdesigner Nader Faghihzadeh)

Bildergalerie: Avatr 12 (2024)

Avatr 12: Das Exterieur

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Avatr 12: Das Exterieur Avatr 12: Das Exterieur Avatr 12: Das Exterieur Avatr 12: Das Exterieur Avatr 12: Exterieur-Detail Avatr 12: Exterieur-Detail

Die Marke gehört einem Joint Venture aus dem Autohersteller Changan, dem Batteriespezialisten CATL und dem Elektronikriesen Huawei. Dabei ist Huawei offenbar nicht finanziell beteiligt, sondern liefert nur die Elektromotoren sowie die Software. Die Akkus kommen von CATL, und Changan ist wohl für den Rest verantwortlich, also vor allem Karosserie, Fahrwerk und Interieur. Entworfen wurde der Avatr 12 im markeneigenen Global Design Centre in München; Chefdesigner ist der Deutsch-Iraner Nader Faghihzadeh, der zuvor für BMW gearbeitet hat.

Der Avatr 12 ist mit 5,02 Meter Länge eine Klasse größer als der 4,88 Meter lange Avatr 11; auch der Radstand ist länger. Technische Basis ist die Plattform CHN. Die Optik erinnert an den ähnlich großen Nio ET7 oder den Zeekr 001. Die Karosserie hat glatte Außenflächen; die Außenspiegel werden durch Kameras ersetzt. Auch die Türgriffe sind bei der Fahrt bündig und fahren nur aus, wenn sie benötigt werden.

Besonders cool: Wer will, kann auch nur auf das Knöpfchen daran drücken, dann öffnen sich die Türen elektrisch. Innen gibt sogar ausschließlich Tasten zum Öffnen der Türen – wenn eine Person oder ein Auto daneben steht, wird die Tür nur bis zum Kontakt damit geöffnet. 

Avatr 12 bei der Enthüllung: Taste statt konventioneller Türöffner im Fond

Innenauskleidung der Fond-Tür mit Tasten zum Öffnen von Tür und Fenster

Zu den weiteren Besonderheiten gehören ein ausfahrbarer Heckspoiler und das große Glasdach. Ein Heckfenster hat das Auto dagegen nicht – stattdessen gibt es nach hinten gerichtete Kameras. Zugang zum Kofferraum gewährt eine relativ kleine Heckklappe, oder eher ein Kofferraumdeckel. 

Avatr 12: Der Kofferraum hinten

Die Assistenzsysteme nutzen 29 Sensoren, darunter drei Lidar-Sensoren. Außerdem hat das Auto ein "Halo Display"; die Black-Panel-Oberfläche zwischen Fronthaube und Windschutzscheibe dient zur Kommunikation mit Personen außerhalb des Fahrzeugs.

Avatr 12: Die Enthüllung in München

Chefdesigner Nader stellt das Cockpit vor

Innen gibt es ein eckiges Lenkrad und eine hohe Mittelkonsole zwischen den Frontinsassen. Als Monitore werden ein breites Instrumentendisplay und ein Touchscreen im Querformat eingebaut.

Für den Antrieb sorgt entweder ein einzelner 230-kW-Elektromotor im Heck oder ein Allradantrieb, bei dem noch ein 195 kW starker Motor vorne hinzukommt. So ergibt sich eine Systemleistung von 425 kW. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h.

Beide Versionen erhalten die gleiche 95-kWh-Batterie mit ternärer Chemie (also wohl NMC). Dabei werden die Batteriezellen von CATL direkt zu einem Batteriepaket zusammengestellt – das heißt, ohne den Umweg über Module (Cell-to-Pack-Technik, CTP). Damit schafft das Auto im chinesischen Zyklus 700 bzw. 650 km; nach WLTP-Norm dürften es eher 500 bis 550 km sein. Nach einem Bericht von CarNewsChina soll das Auto außerdem 800-Volt-Technik haben, dürfte also schnell laden. Offizielle Daten gibt es dazu aber noch nicht.

Da das neue Modell zuerst in Europa (eben auf der IAA oder genauer: gleichzeitig mit dieser) vorgestellt wird, und erste einen Tag später, am 5. September, in China, darf man davon ausgehen, dass der Wagen demnächst nach Europa kommt. Enthüllt wurde der Wagen im Balan-Studio im Münchner Norden; danach ist das Auto vom 5. bis 10. September am Münchner Königsplatz zu sehen. 

Ab 2024 will die Marke "in internationale Märkte vordringen". Ob und wann der Avatr 12 bei uns in Deutschland auf den Markt kommt, wurde noch nicht mitgeteilt.

Mehr Newcomer-Marken aus China:

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Seres 5: Auslieferung in Europa hat begonnen

Technische Daten des Avatr 12

Bildergalerie: Avatr 11

Avatar 11

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Avatar 11 Avatar 11 Avatar 11 Avatar 11 Avatar 11 Avatar 11

Quelle: CarNewsChina, CnEVPost

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