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Kia EV5: Neues Mittelklasse-SUV bekommt ein 400-Volt-System

Außerdem haben die 2WD-Varianten Frontantrieb, nicht Heckantrieb wie die bisherigen E-GMP-Autos

Kia EV5: 4,62 Meter langes Mittelklasse-SUV

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

12. Okt. 2023 um 13:56 Uhr

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Beim Kia EV Day 2023 wurden drei Modelle vorgestellt: der EV3 und EV4 als Designstudien, der EV5 aber als Serienmodell. Bilder von Exterieur und Interieur des EV5 wurden bereits Ende August gezeigt, doch nun gibt es technische Details, und hier warten zwei faustdicke Überraschungen. 

Der EV5 reiht sich unterhalb des Kia EV6 ein; optisch ähnelt er aber deutlich mehr dem Flaggschiff-SUV EV9. Technische Basis ist wie bei den anderen "EV"-Modellen die Plattform E-GMP. 

Kia EV5 (2024): Das Exterieur

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Kia EV5 (2024): Das Exterieur Kia EV5 (2024): Das Exterieur Kia EV5 (2024): Das Exterieur Kia EV5 (2024): Das Exterieur Kia EV5 (2024): Das Cockpit Kia EV5 (2024): Das Cockpit

In China soll es drei Versionen geben: Standard, Long Range und Long Range AWD. Dabei bekommen die Zweiradversionen interessanterweise keinen Heckantrieb wie beim EV6 und EV9, sondern Frontantrieb.

  Kia EV5 (chinesische Version)       Standard Long Range Long Range AWD Antrieb FWD 160 kW FWD 160 kW AWD 230 kW (160+70 kW) Akku 64 kWh 88 kWh 88 kWh CLTC-Reichweite 530 km 720 km 650 km

Für den Antrieb wird bei allen Varianten ein 160-kW-Motor vorne eingebaut, beim Allradler kommt noch eine 70-kW-Maschine hinten hinzu. Die Basisversion erhält in China einen 64-kWh-Akku, die beiden Long-Range-Fahrzeuge eine 84-kWh-Batterie. Nach der wenig anspruchsvollen chinesischen CLTC-Norm sollen so bis zu 720 Kilometer möglich sein. In Korea dagegen werden Batterien mit 58 bzw. 81 kWh eingebaut. Außerdem wird dort die Systemleistung des Allradlers auf 225 kW gedrosselt, schreibt Kia. Wie es im Rest der Welt aussehen soll, teilt die Marke noch nicht mit.  

Aber noch eine Überraschung hat Kia parat: Anders als alle bisherigen Autos auf Basis von E-GMP wird der Kia EV5 nur eine 400-Volt-Architektur haben. Damit fehlt ihm der Vorsprung, den die anderen E-GMP-Fahrzeuge beim Schnellladen haben. Grund dürfte sein, dass das Auto günstig sein soll, weil Kia größere Volumina verkaufen will als bislang.

"Wir haben mit unserer maximalen [Technologie] und den höchsten Ladegeschwindigkeiten begonnen", sagte Kia-Chefstratege Spencer Cho. Doch nun müsse man sich mit dem Mainstream-Segment befassen. Kleinere und mittelgroße Autos von Kia würden nicht unbedingt über die 800-Volt-Ladefähigkeit verfügen, so Cho.

So soll sich der EV5 an der Gleichstromsäule in 27 Minuten aufladen lassen, allerdings nur von 30 auf 80 Prozent. Zum Vergleich: Die 800-Volt-Autos des Konzerns lassen sich in 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent bringen.

Neben den genannten Versionen soll auch ein Kia EV5 GT auf den Markt kommen, also eine Performance-Variante. Ob das Auto ähnlich viel Leistung haben wird wie der 430 kW starke EV6 GT, bleibt abzuwarten. 

Von der Größe her ist der 4,62 Meter lange EV5 ein Konkurrent des VW ID.4 und Nissan Ariya, doch der EV5 ist deutlich eckiger als diese Modelle. Man könnte auch sagen: nutzwertorientierter. "Wir sind heute etwas kastenförmiger geworden als unsere Konkurrenten, um mehr Flexibilität bei der Raumnutzung zu bieten", sagte Kia-Chefdesigner Karim Habib.

Kia EV5 (2024): Das Cockpit

Kia EV5

Kia EV9 (2024): Das Interieur

Kia EV9

Innen unterscheidet sich der EV5 kaum vom EV6 und EV9. Eine Besonderheit sind jedoch die Vordersitze, die zusammen mit dem Mittelteil eine Art Sitzbank bilden. Ähnlich sieht es im Fond aus. Allerdings sollen diese Sitze offenbar nur in China angeboten werden, wie Patrick in Seoul erfuhr.

Kia EV5 (2024): Das Interieur (Detail)

Produziert werden soll das Auto in Korea und China; da das chinesische Ministerium MIIT bereits Daten und Bilder von dem Modell veröffentlicht hat, dürfte der Marktstart in China nicht mehr lang auf sich warten lassen.

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Quelle: InsideEVs.com, Kia EU

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