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CATL und Stellantis beginnen mit LFP-Gigafactory in Spanien
Jetzt fand die Grundsteinlegung des neuen 50-GWh-Batteriezellen-Werks bei Saragossa statt.

Bild von: CATL
Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
1. Dez. 2025 um 11:43 Uhr
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Der europäisch-amerikanische Stellantis-Konzern, zu dem unter anderem Opel, Fiat und Peugeot gehören, sowie der chinesische Batteriehersteller CATL beginnen mit dem Bau ihrer geplanten Batterie-Gigafactory bei Saragossa (Nordost-Spanien). Die Fabrik soll Lithiumeisenphoshat-Zellen (LFP) mit einer Speicherkapazität von jährlich bis zu 50 Gigawattstunden herstellen.
Das vor einem Jahr angekündigte Joint Venture Contemporary Star Energy, in das Stellantis und CATL gemeinsam 4,1 Milliarden Euro investiert haben, wurde im Juli gegründet. Nun feierte die von Andy Wu geleitete Firma den ersten Spatenstich für das neue Zellwerk. Bei der Zeremonie wurde eine Zeitkapsel versiegelt, die bis 2045 verschlossen bleiben soll – siehe unser Titelbild.
Die Gigafactory werde eine Schlüsselrolle beim Übergang zu erschwinglicher Elektromobilität bei Stellantis spielen, heißt es. Die entstehenden LFP-Zellen sollen in Cell-to-Body-Bauweise verwendet werden. Das heißt, die Zellen werden ohne den Umweg über Module direkt in die Fahrzeugstruktur integriert. Das steigert die Energiedichte, da die Batterie so Stabilitätsaufgaben übernehmen kann, sodass die Träger dünner ausfallen können.
Zur Energieversorgung soll das Werk zu über 80 Prozent auf erneuerbare Quellen zugreifen. Zudem verkürzen sich die Transportwege, was weiteres CO₂ einsparen dürfte. Das Werk werde über 4.000 Arbeitsplätze schaffen, wozu weitere Tausende bei Zulieferern kommen sollen.
Reuters hatte bereits vor einigen Tagen berichtet, denn offenbar fand die Grundsteinlegung bereits am vergangenen Mittwoch statt. Chinesische Manager und der chinesische Botschafter in Spanien betonten dabei, dass sich CATL verpflichtet habe, sein Wissen zur Batterieproduktion weiterzugeben, um die Energiewende in Europa zu fördern.
Nach dem Bericht wird das Werk mit 300 Millionen Euro aus EU-Mitteln unterstützt. Zudem profitiert die Fabrik von den relativ niedrigen Lohnkosten und Strompreisen, die rund 20 Prozent unter EU-Durchschnitt liegen. Neben dem CATL-Stellantis-Werk sind drei weitere Batteriestandorte in Spanien geplant, nämlich von Envision AESC, Volkswagen und InoBat.
Die EU und die europäische Autoindustrie wollen die Batterieproduktion in Europa fördern, um die Abhängigkeit von asiatischen Herstellern wie CATL, BYD, LG oder Samsung zu verringern. Da kommt das neue Werk in Spanien gerade recht. Doch in Spanien fehle das Know-how für die Zellproduktion, so Gewerkschaften und Autoindustrie gegenüber Reuters. Der spanische Industrieminister Jordi Hereu sagte, der Technologietransfer sei grundlegend: "Wir müssen von denen lernen, die es können", sagte der Politiker.
Die Produktion in dem neuen Werk in Figueruelas bei Saragossa soll voraussichtlich Ende 2026 beginnen. Die Batterien sollen an Stellantis geliefert werden – auch an ein Werk direkt neben dem Standort. LFP-Batterien werden von Stellantis bisher in den günstigen Modellen auf der Smart Car Platform eingesetzt, also im Citroen e-C3 und seiner Aircross-Version, dem Fiat Grande Panda Elektro und dem Opel Frontera. Auch die geplanten größeren Fiat-Modelle auf der gleichen Plattform dürften LFP-Akkus erhalten.
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Unter dem Strich
Jahrelang wurden Joint Ventures europäischer Autohersteller mit chinesischen Partnern kritisch beäugt, weil sich China hier wichtige Technologien abschaue. Nun läuft das Spiel andersherum: Europa lernt von China. Denn mit CATL und BYD kommen zwei der größten Zellhersteller weltweit aus dem Reich der Mitte, die Firmen sind innovativ und überbieten sich gegenseitig beim Schnellladen.
In Europa sieht es bei der Zellproduktion bisher eher trist aus. Das Northvolt-Werk in Heide steht auf der Kippe. Aber es gibt auch Lichtblicke. So produziert CATL bereits an Standorten in Polen und bei Erfurt, ein Werk in Ungarn ist ebenfalls geplant. Die Fabrik bei Saragossa soll Ende 2026 hinzukommen. Volkswagen und das Joint Venture ACC planen ebenfalls Werke. Vielleicht geht es dann doch mal aufwärts mit der lokalen Zellfertigung.
Quelle: CATL via Stellantis (E-Mail), Reuters
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