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Tesla Semi: Erster öffentlicher Megacharger eröffnet

Der Ladepark liefert vorerst nur 750 statt 1.200 kW. Alles zum ersten Megacharger für den elektrischen Sattelschlepper.

Tesla Semi beim Laden (Rendering)

Bild von: Tesla

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

9. Mär. um 17:02 Uhr

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Tesla hat seine erste öffentliche Megacharger-Station eröffnet. Der Standort befindet sich im Großraum von Los Angeles direkt an der Interstate 10 unweit der Kreuzung mit der Interstate 15. Damit liegt der Schnelllader an einem wichtigen Knotenpunkt für Elektro-Laster, die Waren vom Hafen von Los Angeles ins Landesinnere transportieren.

Der offizielle Account "Tesla Semi" gab die Eröffnung des Ladestandorts auf X bekannt. Die Station sei nun in Betrieb und könne von der Semi-Kundschaft genutzt werden. Allerdings liefert der Lader nicht 1.200 kW, wie von Tesla versprochen, sondern nur 750 kW. Das geht aus der verlinkten "Find us"-Seite von Tesla USA hervor:

 

Insgesamt will Tesla 66 Megacharger-Standorte in den USA errichten, berichtet Electrek. Davon sollen 37 noch 2026 fertig werden. Sie sollen eine Ladeleistung von bis zu 1,2 MW bieten. Das ist auch die maximale Ladeleistung des Semi, die Tesla auf seiner US-Website angibt. Bei dieser Ladeleistung werden 20 kWh pro Minute geladen; würde die Ladeleistung gehalten, ließe sich damit die riesige 850-kWh-Batterie des Semi in einer halben Stunde von 10 auf 80 Prozent SoC laden. Das dürfte auch zum Aufladen in den Fahrpausen reichen. In den USA sind 30 Minuten Ruhepause alle acht Stunden vorgeschrieben, in Europa 45 Minuten alle 4,5 Stunden.

 

Tesla betreibt bereits zwei Megacharger-Standorte, die allerdings von Tesla-eigenen Semi-Lastern genutzt werden. Einer davon liegt in der Gigafactory Nevada, wo der Semi produziert wird, der andere soll sich in Los Angeles in der Nähe der Highways 405 und 110 befinden. Der Megacharger an der I-10 ist damit der erste öffentlich zugängliche.

Neben den Megachargern von Tesla ist das Megawatt Charging System (MCS) in Europa wie in den USA auf dem Vormarsch. Dieser offene Industriestandard unterstützt bis zu 3.000 Ampere bei 1.250 Volt, also Ladeleistungen bis zu 3,75 MW. Die ersten Lader eines Pilotprojekts an der deutschen A2 sind allerdings auf 1.500 Ampere limitiert. 800-Volt-Modelle können damit maximal 1,2 MW erreichen. In den USA gibt es einen MCS-Ladepark in Portland. Die Electric Island Charging Plaza ist bereits seit 2021 in Betrieb. Der finnische Ladesäulen-Hersteller Kempower errichtet einen weiteren MCS-Standort unweit von Teslas Station an der I-10.

Bildergalerie: Tesla Semi (2023)

Tesla Semi (2023)

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Mehr zum extrem schnellen Laden:

BYD Blade-Batterie 2.0: Technik-Details zum 1.500-kW-Laden

Elektro-Laster: 70 Megawatt-Charging-Parks in Europa geplant

Unter dem Strich

Elektro-Fernlaster sind bereits einige auf dem Markt. Neben dem Tesla Semi gibt es zum Beispiel den Mercedes eActros 600, den Volvo FH Electric oder den MAN eTGX. Diese sind auf riesige Batterien angewiesen: Der Semi hat 850 kWh, der Mercedes 600 kWh, der Volvo bis zu 540 kWh und der MAN bis zu 480 kWh.

Um solche Batterien in der Fahrpause vernünftig laden zu können, braucht man enorm schnelle Lader im Megawattbereich. Tesla hat nun den ersten öffentlich zugänglichen Lader dieser Art in den USA eröffnet. Wann der Semi nach Europa kommt und wann auch bei uns Megacharger entstehen, steht jedoch in den Sternen. Die deutsche Tesla-Website bietet zwar eine Übersicht zum Cybertruck, aber nicht zum Semi. In Großbritannien gibt es eine Tesla-Semi-Website, doch dort werden 800 kW als maximale Ladeleistung genannt.

Unser Titelbild zeigt ein Rendering des Tesla Semi beim Laden. 

Quelle: Electrek.co, Britische Semi-Website

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