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Tesla Semi: Technik-Bilder zeigen Akkupakete und Antrieb

Wie bringt man Batterien mit 850 kWh in einem Zugfahrzeug unter?

Technik-Illustrationen zum Tesla Semi

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

3. Jan. 2023 um 12:33 Uhr

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Viele glauben noch immer, ein Sattelschlepper mit reinem Elektroantrieb wäre wegen der schweren Batterien entweder nicht machbar oder arg ineffizient; deshalb wäre Wasserstoff der Energieträger der Wahl. Mit dem Tesla Semi will Elon Musk das Gegenteil beweisen. Neue Röntgenbildern des Sattelschleppers zeigen nun, wie der riesige Energiespeicher in der Zugmaschine untergebracht wird.

Der Tesla Semi soll laut Hersteller bis zu 500 Meilen (also rund 800 km) mit einer Ladung schaffen, und das nach den jüngsten Äußerungen von Musk bei einem Stromverbrauch von 1,7 kWh pro Meile, also 106 kWh/100 km. Daraus errechnet sich eine Batterie-Speicherkapazität von 850 kWh. 

Die erwähnten Bilder wurden von dem "Tesla Data Miner" namens Green (@greentheonly) auf Twitter veröffentlicht. Sie stammen aus dem Online-Teilekatalog des US-Autobauers. Danach liegen die Batterien in neun Paketen zwischen Achse eins und zwei im Unterboden:

 

Dabei scheinen die zentral angeordneten Batteriepakete größer zu sein als die äußeren. Vermutlich ist die 500-Meilen-Version des Semi abgebildet (daneben soll es auch noch eine 300-Meilen-Variante geben), denn sonst wüssten wir nicht, wo man noch weitere Akkus unterbringen könnte. 

Die Bilder zeigen auch die Antriebseinheiten (Drive Units, DUs) des Semi. Angetrieben werden die zweite und die dritte Achse, die von Green als Efficiency-Achse bezeichnet wird, weil sie aus Gründen des Stromsparens bei gleichbleibender Geschwindigkeit den Vortrieb alleine übernimmt. Die dritte Achse bezeichnet Green als Torque-Achse, weil sie bei Bedarf mehr Drehmoment beisteuert.

Wie Elon Musk beim "Semi Delivery Event" am 1. Dezember sagte, handelt es sich um den Antriebsstrang aus dem Tesla Model S Plaid. Schon damals wurde ein Video mit den insgesamt drei Elektromotoren gezeigt. Der Antrieb der Efficiency-Achse wurde damals als Highway Drive Unit bezeichnet, während die zwei Elektromotoren an der Torque-Achse die Bezeichnung Acceleration Drive Units tragen:

 

Ob die Achse mit einem E-Motor vor oder hinter der mit zwei Aggregaten liegt, geht für uns weder aus dem obigen Video noch aus den neuen Bildern hervor. Aber urteilen Sie selbst:

Tesla Semi: Die 2. Achse mit 2 Elektromotoren wird nur zum Beschleunigen oder am Berg zugeschaltet

2. Achse

Tesla Semi: Die 3. Achse mit einem Elektromotor (fürs effiziente Fahren bei gleichbleibendem Tempo)

3. Achse

Die übrigen Bilder zeigen Elemente wie Lenkung, Bremsen und mehr. Green präsentiert auch eine Tabelle mit technischen Daten. Danach hat die Zugmaschine ein zulässiges Gesamtgewicht (gross vehicle weight rating, GVWR) von 22 Tonnen. Ansonsten werden zwar die maximalen Achslasten (gross axle weight rating, GAWR) genannt, nicht aber die interessanteste Zahl, nämlich die Nutzlast. 

Das Gesamtzuggewicht, also das zulässige Gesamtgewicht mit voll beladenem Trailer wird auf der Tesla-Website mit 37 Tonnen angegeben ("Fully Loaded at 82k lbs Gross Combination Weight"). Zieht man das Maximalgewicht der Zugmaschine ab, so bleiben rund 15 Tonnen. Schätzungen aufgrund aufgeladener Betonbarrieren hatten 20 Tonnen ergeben. Zum Vergleich: Die Nutzlast eines normalen 40-Tonners mit Dieselantrieb soll laut bussgeldkatalog.de bei ungefähr 25 Tonnen liegen.

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Bildergalerie: Tesla Semi (Technik-Illustrationen)

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Tesla Semi (Illustration)

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Tesla Semi (Illustration) Tesla Semi (Illustration) Tesla Semi (Illustration) Tesla Semi (Illustration) Tesla Semi (Illustration) Tesla Semi (Illustration)

Quelle: Green via TeslaNorth, InsideEVs.com

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