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Smart #1 (2027): Pure+ und Pulse offenbar gestrichen
Smart bietet den #1 im Modelljahr 2027 nur noch in sechs Varianten und ohne Pure+ und Pulse an

Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
Aktualisiert: 27. Sep. um 09:08 Uhr
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Den Smart #1 gibt es im Modelljahr 2027 nicht mehr in den Versionen Pure+ und Pulse. Das geht aus der Modellübersicht auf der Website hervor. Der Pure+ war bisher die günstigste Version mit großer Batterie, der Pulse war die günstigste Allradversion, die mit 271 kW auch etwas schwächer war als der Brabus. Grund genug, unsere Modellübersicht zu aktualisieren.
Technische Basis ist die Sustainable Experience Architecture (SEA), und zwar in der Version SEA-Entry. Die Plattform wurde von Geely entwickelt; Smart ist ein Joint Venture zwischen Mercedes und dem chinesischen Autokonzern. So wird das Auto auch in China gebaut. Als Studie wurde der Smart #1 auf der IAA 2021 gezeigt und seit Februar 2023 kann man das Auto bestellen.
Exterieur | Interieur | Antriebe/Batterien | Aufladen | Preise/Ausstattung

Exterieur
Die Optik des Smart #1 ist von glatten Flächen und rundlichen Formen geprägt, die Türgriffe sind bündig integriert. Die Fenster sind rahmenlos, die Felgen messen je nach Version 18 oder 19 Zoll; damit sind sie groß für die Klasse. Die Basisversion Pure besitzt vorn zwei einzelne Positionslichter, ab Pro gibt es eine durchgehende Lichtlinie.

Smart #1 Pure (2024)

Smart #1 Pro (2023)
Auch bei den Farben setzen sich die höheren Versionen gegenüber dem Pure ab: Während die Einstiegsversion nur einfarbig in Weiß, Schwarz und Silber gibt, werden für die anderen Varianten auch ein leichtes Grün, Dunkelblau und Rot angeboten, und hier haben alle Varianten ein schwarzes Dach. Die neue Black Collection gibt es nur in Schwarz.
Mit 4,27 Metern Länge ist das kleine SUV noch als (großes) Kleinwagen-SUV einzustufen. Die Höhe ist mit 1,64 Metern außergewöhnlich groß für das B-SUV-Segment. Im Vergleich zum Smart #3 ist das Modell kürzer und höher.
Länge Breite Höhe Radstand Smart #1 4.270 mm 1.822 mm 1.636 mm 2.750 mm Smart #3 4.400 mm 1.844 mm 1.556 mm 2.785 mm
Interieur
Innen besitzt der Smart #1 ein kleines Instrumentendisplay (9,2 Zoll) und einen hoch positionierten Touchscreen (12,8 Zoll), beides im Querformat. Auffällig ist die hohe Mittelkonsole zwischen den Vordersitzen. Ab der Version Pro kann man die Rückbank längs verschieben.

Der Kofferraum hat bei den Hecktrieblern ein Volumen von 323 bis 986 Litern, wozu aber noch ein 70 Liter großes Unterbodenfach kommt. Beim Allradler sind es 313 bis 976 Liter plus ein 60-Liter-Unterbodenfach. Anders als viele Konkurrenten hat der Smart #1 auch einen kleinen Frunk, der bei allen Versionen 15 Liter fasst.
Antriebe und Batterien
Beim Smart #1 hat man die Wahl zwischen einem 200 kW starken Hecktriebler und einer Allradversion mit 315 kW. Außerdem gibt es zwei verschiedene Akkus. Die kleinere hat eine LFP-Chemie und speichert 47 kWh netto (49 kWh brutto), die größere mit 62 kWh netto (68 kWh brutto) hat NMC-Technik mit Nickel, Mangan und Cobalt an der Kathode. Die Version mit kleiner Batterie gibt es nach wie vor in den Varianten Pure und Pro. Bei der großen Batterie wurde das Angebot auf Pro+, Pro+ Black Edition, Premium und Brabus verengt.
Alle Varianten verwenden Permanentmagnet-Synchronmotoren (PSM). Hinten wird offenbar stets der gleiche 200-kW-Motor eingebaut; beim Brabus kommt vorne noch eine 115-kW-Maschine hinzu, womit sich 315 kW Systemleistung ergeben.
Pure Pro Pro+ Premium Brabus Antrieb RWD 200 kW, 343 Nm RWD 200 kW, 343 Nm RWD 200 kW, 343 Nm RWD 200 kW, 343 Nm AWD 315 kW, 553 Nm 0-100 km/h 6,7 Sek. 6,7 Sek. 6,7 Sek. 6,7 Sek. 3,9 Sek. Vmax 180 km/h Verbrauch 18,1 kWh 18,1 kWh 17,4 kWh 16,8 kWh 18,2 kWh Batterie netto 47 kWh 47 kWh 62 kWh 62 kWh 62 kWh Reichweite 310 km 310 km 420 km 440 km 400 km
Die Version Premium hat einen deutlich niedrigeren Stromverbrauch als die anderen Hecktriebler, was an einem Siliciumcarbid-Inverter liegt. Dieser wandelt den Gleichstrom aus der Batterie effizienter in Wechselstrom für den Motor um. Dass der Pro+ weniger als der Pro verbraucht, liegt nicht am Fahrverbrauch, sondern an den geringeren Ladeverlusten: Der Pro+ besitzt einen 22-kW-Bordlader. Dieser arbeitet effizienter. Zudem geht das Laden schneller, sodass der Stromverbrauch der Steuergeräte geringer ausfällt.
Für den Radstand von 2,75 Metern sind 62 kWh eher wenig, denn VW ID.3 Neo und Co. haben einen Radstand von 2,77 Meter und es passt ein 79-kWh-Akku hinein. Entsprechend klein ist auch die Reichweite des Smart: Mehr als 440 km sind nicht drin. Zum Vergleich: Der VW ID.3 Neo schafft bis zu 629 km.
Aufladen
Fürs Aufladen mit Wechselstrom gibt Smart bei den Versionen mit kleinem Akku eine Ladeleistung von 7,4 kW an. Vermutlich handelt es sich um einen einphasigen Bordlader. Damit sind in Deutschland wegen der Schieflastverordnung nur 4,6 kW möglich.
Smart #1 Pure/Pro Pro+ Premium Brabus Ladeleistung AC/DC bis 7,4 / 130 kW bis 22 / 150 kW DC-Ladedauer 30 min (10–80 %) DC-Lade-geschwindigkeit 1,1 kWh/min
(10–80 %) 1,4 kWh/min
(10–80 %) 1,4 kWh/min
(10–80 %) 1,4 kWh/min
(10–80 %) Durchschnittliche DC-Ladeleistung 66 kW
(10–80 %) 84 kW
(10–80 %) 84 kW
(10–80 %) 84 kW
(10–80 %) Reichweite-Nachladen 7,2 km/min 9,8 km/min 10,3 km/min 9,3 km/min
Mit Gleichstrom kann man die LFP-Batterie mit bis zu 130 kW laden, die größere Batterie mit bis zu 150 kW. Die Ladezeit soll rund 30 Minuten betragen, und zwar bei beiden Akkus. Daraus errechnet sich eine Ladegeschwindigkeit für die kleine Batterie von 47 kWh × 0,7 / 30 min = 1,1 kWh/min, beim großen Akku ergeben sich 1,4 kWh/min. Das sind annehmbare Werte für diese Klasse. Wenn man mit 60 min/h multipliziert, erhält man die durchschnittliche Ladegeschwindigkeit. Ein Wert fürs Nachladen von Reichweite lässt sich aus der Normreichweite und der Ladedauer errechnen.
Preise und Ausstattung
Insgesamt gibt es nun noch sechs Versionen. Die günstigste heißt Pure und startet bei 36.990 Euro Listenpreis. Derzeit gewährt Smart jedoch einen Rabatt von 6.000 Euro, und zwar auf alle Varianten des Smart #1. Es folgen die Hecktriebler-Versionen Pro, Pro+, Pro+ Black Collection sowie Premium. Einzige Allradversion ist nun der Brabus. Die Launch Edition ist nicht mehr konfigurierbar.
Pure Pro Pro+ Pro+ Black
Collection Premium Brabus Preis 36.990
Euro 39.490
Euro 44.490
Euro 45.090
Euro 47.990
Euro 53.490
Euro Rabattiert 30.990
Euro 33.490
Euro 38.490
Euro 39.090
Euro 41.990
Euro 47.490
Euro
Die Basisversion Pure bietet 18-Zoll-Alufelgen, LED-Licht mit Fernlichtassistent, Regensensor, elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel, Einzonen-Klimaautomatik, Navigationssystem, Parksensoren hinten, Abstandsregeltempomat, Spurhalteassistent und Totwinkelwarner.
Bei Pro und Pro+ kommen hinzu: Glasdach mit Rollo, Dachreling, elektrisch bediente Heckklappe, Memoryfunktion für die Spiegel und den Fahrersitz, elektrisch einstellbare Sitze, Zweizonen-Klimaautomatik, Kunstledersitze, Sitz- und Lenkradheizung, kabelloses Smartphone-Laden, längs verschiebbare Rückbank, Ambientelicht, Autobahnassistent HWA und Rundumsicht-System. Die Pro+ Black Collection hat zusätzlich noch getönte Fenster und Edelstahlleisten am Einstieg.
Die Premium-Variante besitzt zusätzlich 19-Zöller, Lauflichtblinker vorn und hinten, Wärmepumpe, beleuchtete Edelstahl-Trittbleche, Head-up-Display, Soundsystem von Beats, Sitze mit Leder-Kunstleder-Bezug, Lederlenkrad, Einparkassistent und Parkbremsassistent.
Die Brabus-Version schließlich bietet eine spezielle Sportoptik mit roten Bremssätteln, Sportpedalen, Alcantara-Lenkrad, Sitzen in Wildlederoptik und Sitzbelüftung vorne.
Konkurrenten des Smart #1 und Test
Zu den Rivalen des Smart #1 gehören kleine Elektro-SUVs, von denen es recht viele gibt. Genannt seien der Renault 4, der VW ID. Cross und der Kia EV3. Keines dieser Modelle hat eine so hohe Antriebsleistung wie der Smart, doch was die Reichweite angeht, so bietet zum Beispiel der Kia EV3 bis zu 605 km, während der Smart maximal 440 km schafft.
Die Brabus-Version haben wird zuletzt im November 2024 getestet. Zu den Stärken des Autos gehören das herausragende Platzangebot im Fond inklusive des bequemen Einstiegs und der verschiebbaren Rückbank, so unser Tester. Der Touchscreen reagiere prompt, aber nicht immer funktioniere die Bedienung. Nervig sei, dass man die Außenspiegel per Touchscreen einstellen muss, dass das Radio abschaltet, sobald die Parkpiepser anschlagen und dass ständig Warntöne erklingen. Die Federung fand der Kollege komfortabel und der ungestüme Vortrieb bescherte ihm viel Spaß.
Nach dem Test derselben Version im Jahr 2022 kann die Stärke der Rekuperation über die Fahrmodi beeinflusst werden. Ein One-Pedal-Driving-Modus lässt sich per Touchscreen aktivieren. Dem damaligen Tester war das Fahrwerk für die gebotenen 315 kW zu weich. Die Geräuschdämmung sei jedoch gut, die Sitze bequem. Zudem biete das System auch eine Laderoutenplanung für längere Strecken an.
Mehr zur Konkurrenz:
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Unter dem Strich
Beim #1 legt Smart den Akzent auf das Platzangebot. Die hohe Karosserie erleichtert das Einsteigen, doch für die Aerodynamik und den Stromverbrauch ist sie nicht ideal. Zu den Besonderheiten gehören auch die extrem starken Motorisierungen. Dagegen ist die Reichweite nur durchschnittlich. Wenn man die hohen Rabatte berücksichtigt, sind die Preise günstig, zumal die Ausstattung umfangreich ausfällt. Wegen der beim Pure fehlenden Sitzheizung würden wir uns wohl für den Pro oder den Pro+ entscheiden.
Letzte Änderung am 27. September 2026: Entfallene Varianten Pure+ und Pulse berücksichtigt, neue Abschnitte zu Exterieur und Interieur erstellt.
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