Elektroautos sind in der Regel teurer als Verbrenner. Doch es gibt auch sehr günstige Stromer. Das gilt vor allem, wenn man den Umweltbonus von knapp 10.000 Euro abzieht. 

Wir haben die zehn preisgünstigsten Elektroauto-Modelle für Sie zusammengestellt. Exoten wie den e.Go Life und Elektro-Leichtfahrzeuge wie den Opel Rocks-e oder den Microlino sowie Nutzfahrzeuge wie den Opel Combo-e Cargo haben wir dabei weggelassen.

1.) Dacia Spring Electric: Ab 20.490 Euro

Dacia Spring Electric (2021)

Das günstigste Elektroauto auf dem deutschen Markt ist derzeit der Dacia Spring Electric. Das 3,73 Meter lange SUV hat zwar nur 33 kW Antriebsleistung und 230 km Reichweite nach WLTP-Norm, aber für die Stadt reicht das allemal.

Der Viersitzer bietet 290 bis 1.100 Liter Kofferraum. Die Grundversion Comfort kostet 20.490 Euro. Zieht man den Umweltbonus von 9.570 Euro ab, bleiben noch 10.920 Euro. Zugegeben, das günstigste Auto auf dem Markt, der Dacia Sandero, ist mit einem Basispreis von 8.990 Euro noch günstiger, aber groß ist der Unterschied nicht mehr. Der Dacia Duster ist mit mindestens 12.290 Euro teurer. Allerdings ist der Spring in Sachen Crashsicherheit kein Vorbild.

2.) Smart EQ Fortwo: Ab 21.940 Euro

Smart EQ Fortwo (2021)

Nummer zwei in unserer Liste der preisgünstigsten Elektroautos ist der Smart Fortwo. Mit nur 2,70 Meter Länge ist der Wagen noch zehn Zentimeter kürzer als der Dacia und dementsprechend in der City leichter zu parken. Die Stadt ist auch der natürliche Lebensraum des Elektro-Winzlings, denn für Überlandfahrten eignet er sich mit nur 125-135 km Reichweite kaum.

Auch bei den sonstigen Alltagstugenden muss er sich dem Dacia geschlagen geben: Der Smart hat nur zwei Sitze und nur 260–350 Liter Kofferraum. Allerdings ist der Smart mit seinen 60 kW flotter: Er sprintet in 11,6 Sekunden auf 100, während der Dacia 19,1 Sekunden braucht.  

3.) Renault Twingo Z.E.: Ab 23.790 Euro

Renault Twingo Electric (2021) im Test

Der Smart EQ Forfour lief 2021 aus, doch den praktisch baugleichen Renault Twingo Z.E. kann man weiter bestellen. Der 3,62 Meter lange Viersitzer hat wie der Smart einen 60 kW starken E-Motor an der Hinterachse. Damit sprintet der größere Wagen natürlich etwas langsamer als der Smart: Er braucht 12,9 Sekunden, um 100 km/h zu erreichen.

Dafür ist die Reichweite dank des etwas größeren Akkus (21 statt 18 kWh) spürbar größer, sie liegt bei 190 km nach WLTP-Norm. Und der Kofferraum fasst 188-980 Liter. Die Preise beginnen bei 23.790 Euro für die Ausstattung Zen. 

4.) Fiat 500 e: Ab 26.790 Euro

Fiat 500 Elektro (2021) im Praxistest

Deutlich teurer geworden ist der Fiat 500 mit Elektroantrieb. In der Basisversion Action mit 24-kWh-Batterie und 70-kW-Frontantrieb war das 3,63 Meter lange Elektromobil im Juni 2021 noch für 23.560 Euro zu haben, doch seit August kostet er mindestens 26.790 Euro.

Die WLTP-Reichweite liegt mit 190 km genau gleichauf mit dem Renault Twingo. Das Kofferraumvolumen wird offiziell mit 185-550 Liter angegeben, doch der obere Wert dürfte hier das Volumen bis zur Fensterunterkante darstellen – wir trauen dem Fiat 500 etwa so viel Stauvolumen wie dem Twingo zu. 

5.) Opel Corsa-e: Ab 29.900 Euro

Opel Corsa-e (2020) im Test

Den Opel-Corsa-e gab es bisher ab 29.900 Euro, und auf der Website ist er auch noch für diesen Preis konfigurierbar (Stand: 17. Januar 2022). Allerdings könnte sich das demnächst ändern, denn die aktuelle PDF-Preisliste mit Stand vom 13. Januar weist schon 30.400 Euro als Basispreis aus.

Der 4,06 Meter lange Elektro-Corsa lehnt sich eng an die Verbrenner-Versionen an und bietet 267-1.042 Liter Kofferraum. Der 100 kW starke Frontantrieb ermöglicht einen Normsprint in 8,7 Sekunden. Die Reichweite liegt nach ein paar Detailverbesserungen nun bei bis zu 359 km nach WLTP-Norm. 

6.) Nissan Leaf: Ab 29.990 Euro

Nissan Leaf (2021)

Die Preisliste des Nissan Leaf beginnt bei 29.990 Euro. Dafür bekommt man den Leaf "ZE1 MY21", ein 4,49 Meter langes Auto – das größte in dieser Zusammenstellung. Das Gepäckabteil des Fünfsitzers fasst 394 Liter bis zur Kofferraumabdeckung; das Maximalvolumen bis zum Dach wird nicht angegeben.

Für den Antrieb sorgt ein 110 kW starker E-Motor. Die 40-kWh-Batterie ermöglicht allerdings nur 285 Kilometer nach WLTP-Norm. Weiterer Nachteil der Basisversion: Sie kann nur mit 3,6 kW Wechselstrom oder über einen CHAdeMO-Anschluss mit 50 kW geladen werden.  

7.) Renault Zoe: Ab 29.990 Euro

Renault Zoe (2021)

Auch wenn er in der Verkaufsstatistik zurückgefallen ist: Der Renault Zoe gehört nach wie vor zu den beliebtesten Elektroautos in Deutschland und in Europa. Das kommt sicher auch vom niedrigen Basispreis von 29.990 Euro. Dafür erhält man einen 4,09 Meter langen Kleinwagen mit stattlichen 338-1.225 Litern Kofferraum.

Für den Antrieb sorgt in der Grundversion ein 80-kW-Motor, der den Strom aus einem 41-kWh-Akku bekommt. Eine Ladung reicht nach WLTP-Norm für 316 km. Zu den Nachteilen gegenüber Opel Corsa-e und Peugeot e-208 gehört die geringere Crash-Sicherheit: Der Wagen erhielt keinen einzigen EuroNCAP-Stern, während die Stellantis-Modelle in den Verbrenner-Varianten vier Sterne erhielten.

8.) Peugeot e-208: Ab 32.450 Euro

Peugeot e-208 (2019)

Der Peugeot e-208 ist technisch mit dem Opel Corsa-e eng verwandt; die Optik ist für unseren Geschmack ein wenig schicker, aber dafür ist der Preis auch ein klein wenig höher, zumal nach der jüngsten Preiserhöhung. Im November 2021 gab es das Auto noch ab 31.950 Euro, nun werden 32.450 Euro verlangt.

Ähnlich bei Opel bekommt man dafür einen 4,06 Meter langen Kleinwagen; das Kofferraumvolumen (265-960 Liter) ist etwas geringer als beim Corsa-e. Der Antrieb ist aber wieder identisch: ein 100-kW-Frontmotor bezieht seinen Strom aus einem 50-kWh-Akku. Die WLTP-Reichweite liegt 350–362 km.

9.) Mini Cooper SE: Ab 32.500 Euro

Mini Cooper SE Facelift (2021)

Wer hätte das gedacht: ein Premiummodell unter den günstigsten Elektroautos. Den Elektro-Mini gibt es ab 32.500 Euro. Damit ist er kaum teurer als der Peugeot e-208. Der Mini bietet mit 135 kW und einem Sprint in 7,3 Sekunden mehr Sportlichkeit als der Peugeot.

Der Mini ist mit 3,85 Meter rund 20 Zentimeter kürzer – mit Vorteilen beim Einparken und Nachteilen beim Innenraum. Auch der Kofferraum ist mit 211-731 Litern kleiner. Aber der größte Nachteil des Mini ist für uns die Reichweite von nur 203 – 234 Kilometern.

10.) Honda e: Ab 33.850 Euro

Honda e im Test (2021)

Gerade noch unter unsere Top Ten der günstigsten Elektroautos schafft es der Honda e mit seinem Basispreis von 33.850 Euro. Dafür gibt es einen 3,89 Meter langen Viersitzer mit 171-861 Liter Kofferraum.

Für den Antrieb sorgt ein 100-kW-Motor,die Tempo-100-Grenze ist nach 9,0 Sekunden erreicht. Die 37-kWh-Batterie bringt einen allerdings nur 222 km weit (nach WLTP-Norm). Das große Plus dieses Autos ist seine schicke Optik außen und innen. 

Wir haben uns redlich bemüht, die günstigsten Elektroautos auf dem deutschen Markt zu finden. Wenn uns doch ein Modell entgangen ist oder Sie einen anderen Fehler finden, bitte schreiben Sie uns. Nobody is perfect. (E-Mail: stefan.leichsenring@insideevs.de). 

Weitere Elektroautos unter 40.000 Euro:

  • MG ZS EV: Ab 33.990 Euro
  • Opel Mokka-e: Ab 34.110 Euro
  • Mazda MX-30: Ab 34.490 Euro
  • Skoda Enyaq iV: Ab 34.600 Euro
  • Citroen e-C4: Ab 34.640 Euro
  • Hyundai Ioniq Elektro: Ab 35.350 Euro
  • Peugeot e-2008: Ab 35.450 Euro
  • Renault Kangoo E-Tech Kastenwagen (alte Generation): Ab 35.605 Euro
  • Hyundai Kona Elektro: Ab 35.650 Euro
  • Aiways U5: Ab 35.993 Euro
  • Citroen e-Berlingo: Ab 36.590 Euro
  • VW ID.3: Ab 36.960 Euro
  • Cupra Born: Ab 37.220 Euro
  • Peugeot e-Rifter: Ab 37.590 Euro 
  • Kia e-Soul: Ab 38.090 Euro
  • Kia e-Niro: Ab 38.290 Euro
  • Opel Combo-e Life: Ab 38.100 Euro
  • VW ID.4: Ab 38.915 Euro
  • SsangYong Korando e-Motion: Ab 38.990 Euro
  • BMW i3: Ab 39.000 Euro
  • DS 3 Crossback E-Tense: Ab 39.440 Euro