Vor lauter Preissenkungen kommen wir derzeit kaum hinterher. Nun ist schon wieder ein Update unserer Liste mit den günstigsten Elektroautos fällig.

Kurz nach dem Jahreswechsel aktualisierten wir unsere Liste zum letzten Mal. Damals gab es etliche Verschiebungen im Preisgefüge, vor allem durch die aggressiven Preissenkungen bei VW, sie dazu führten, dass es die zuvor ziemlich teuren Modelle VW ID.3 und ID.4 unter die Top Ten der preiswertesten E-Autos schafften. Auch Dacia rabattierte den Spring um sage und schreibe 10.000 Euro.

Nun senkte Fiat den Preis des 500 Elektro um 5.000 Euro, wodurch der schicke Kleinstwagen deutlich vorrückt. Der VW e-Up wurde dagegen um rund 1.000 Euro teurer. Man kann ihn zwar nicht mehr individuell bestellen, doch vorkonfigurierte Exemplare gibt es nach wie vor. Neu unter den günstigsten Elektroautos sind auch der Nissan Leaf, den es nun für knapp 28.000 Euro gibt, der BYD Dolphin und der GWM Ora 03. So verloren sogar der Opel Corsa Electric und der MG4 Electric ihre Stammplätze in unserer Liste.

Viele günstige Elektroautos sind erst im Anmarsch, so der Citroen e-C3 für 23.300 Euro oder der schon bestellbare, aber noch nicht ausgelieferte neue Mini Cooper zu Preisen ab 32.900 Euro. Diese suchen Sie in unserer Liste vergebens, denn wir nehmen nur Modelle auf, die schon auf dem Markt sind. Das nächste Update ist damit wohl im Frühjahr fällig.

Übrigens: Exoten wie den e.Go Life und Elektro-Leichtfahrzeuge wie den Opel Rocks Electric oder den Microlino sowie Nutzfahrzeuge wie den Opel Combo-e Cargo haben wir außen vor gelassen.

1.) Dacia Spring: Ab 12.750 Euro (mit Rabatt)

Dacia Spring (2022)

Das günstigste Elektroauto auf dem Markt ist nach wie vor der Dacia Spring. Die Listenpreise beginnen bei 22.750 Euro. doch bis Ende März gilt ein Rabatt von 10.000 Euro, womit es das Auto nun schon für unter 13.000 Euro gibt. Das 3,73 Meter lange Modell ist in der Basisversion nur 33 kW stark, womit der Tempo-100-Sprint 19,1 Sekunden dauert. Die Reichweite von 230 km ist ebenfalls nicht berauschend. Dafür fasst der Kofferraum 290 bis 1.100 Liter. Den kürzlich gestarteten Spring Extreme Electric 65 mit 48 kW gibt es ab 24.550 Euro (mit Rabatt 14.550 Euro). Generell sollte man aber die geringe Crashsicherheit des Spring bedenken.

2.) Fiat 500 Elektro: Ab 24.490 Euro

Fiat 500 Elektro (2021) im Praxistest

Nach einem kleinen Kuddelmuddel beim Modellwechsel zum Jahresanfang ist der Fiat 500 Elektro nun wieder in allen Versionen konfigurierbar. Und mit 5.000 Euro "Umweltbonus" vom Hersteller rückt von Platz 4 auf Rang 2 vor. Das Kofferraumvolumen ist mit 185-380 Liter deutlich kleiner als beim Dacia Spring, die Reichweite beim Basismodells mit 190 km ebenfalls etwas niedriger. Alternativ gibt es eine Version mit 321 km Reichweite für 29.990 Euro.  

3.) VW e-Up: Ab 25.880 Euro (vorkonfiguriert)

VW e-Up Style Plus (2022)

Den VW e-Up gibt es zwar nur noch als Lagerfahrzeug als VW e-Up Edition. Aber erstens finden sich Dutzende davon auf der VW-Seite und zweitens beginnen die Preise nun bei 25.880 Euro, während ursprünglich 29.995 Euro aufgerufen wurden. Mit 258 km ist die Reichweite eher stadttauglich als stattlich, übertrifft aber den Fiat 500 Elektro mit der kleinen Batterie, den Renault Twingo und den Dacia Spring. Der Kofferraum fasst trotz der geringen Maße (3,60 Meter Länge) immerhin 250-943 Liter. 

4.) GWM Ora 03: Ab 26.990 Euro (mit Rabatt)

Ora Funky Cat in Celestial Blue mit schwarzem Dach

Der Ora Funky Cat heißt seit November GWM Ora 03. Wichtiger für die Kundschaft dürfte sein, dass es das Auto nun schon 26.990 statt ab 38.990 Euro gibt. Der Preisnachlass beträgt also nicht weniger als 12.000 Euro. Für die knapp 27.000 Euro erhält man einen Kompaktwagen à la VW ID.3, allerdings mit weniger Leistung (126 kW) und weniger Reichweite (310 km). Aber bei dem Preis ...

5.) Nissan Leaf: Ab 27.687 Euro (mit Rabatt)

Nissan Leaf (2022)

Der Nissan Leaf mit seinem Ladeport für den seltenen CHAdeMO-Stecker ist schon reichlich angejahrt, aber ein neuer Rabatt macht ihn wieder interessant: Statt 35.900 Euro verlangt Nissan bis April nur 27.687 Euro. Dabei bietet die Schräghecklimousine mit 4,49 Meter Länge schon recht viel Auto fürs Geld. Für den Antrieb sorgt in der Basisversion ein 110-kW-Frontmotor, eine 39-kWh-Batterie ermöglicht Touren von bis zu 270 km.

6.) Renault Twingo E-Tech Electric: Ab 28.000 Euro

Renault Twingo Electric (2021) im Test

Von Platz zwei auf Rang fünf zurückgefallen ist der Renault Twingo E-Tech Electric (früher Twingo Z.E.). Anders als der schon 2021 ausgelaufene, weitgehend baugleiche Smart EQ Forfour ist der Twingo weiterhin bestellbar. Die Preise beginnen wie gehabt bei 28.000 Euro.

Mit 3,62 Meter noch ein wenig kleiner als der Spring, aber er hat mit 60 kW deutlich mehr Power. Deshalb ist er beim Tempo-100-Sprint auch deutlich flotter (12,9 statt 19,1 Sekunden). Die Reichweite ist allerdings wegen des kleineren Akkus (22 statt 27 kWh) geringer: Sie beträgt nur 190 km. Auch beim Kofferraum kann der Twingo mit 188-980 Litern nicht mithalten.

7.) BYD Dolphin: Ab 29.990 Euro (mit Rabatt)

BYD Dolphin (2023): Das Exterieur

Da auch BYD die Preise mehrfach deutlich gesenkt hat, ist der BYD Dolphin nun schon für unter 30.000 Euro zu haben. Dafür erhält man ein Auto von der Größe des VW ID.3 mit 150-kW-Antrieb und stattlichen 427 km Reichweite. Die "Wechselprämie" gilt allerdings nur bis Ende März.

8.) VW ID.4: Ab 32.600 Euro (mit Rabatt)

VW ID.4 und ID.5 (2024) Modellpflege

Der VW ID.4? Jawohl genau der. Auf Platz vier. Das Kompakt-SUV steht zwar mit Preisen ab 40.335 Euro im Konfigurator, aber wer die Aktionsprämie und den E-Mobilitäts-Bonus dazu "ordert", spart deutlich und landet bei 32.600 Euro. Dafür gibt es einen 125-kW-Hecktriebler mit 52-kWh-Batterie und immerhin 364 km Reichweite. Deutlich mehr als die bisher genannten Klein(st)wagen haben. Überhaupt bietet der VW deutlich "mehr Auto fürs Geld" als die Modelle auf Platz 1 bis 4, oder? 

9.) VW ID.3: Ab 32.975 Euro (mit Rabatt)

VW ID.3 Facelift (2024): Das Exterieur

Der VW ID.3 ist durch die genannten Rabatte ebenfalls sehr günstig geworden. Paradoxerweise kostet er nun aber mehr als der größere ID.4. Auch bisher schon war der Preisunterschied zwischen den beiden Modellen gering. Bis zum Jahresende kostete der ID.3 noch mindestens 39.995 Euro. Mit den Rabatten sank der Basispreis nun auf unter 33.000 Euro. Dafür bekommt man einen Hecktriebler mit 125 kW, stolzen 435 km Reichweite und einem mehr als ordentlichen Kofferraumvolumen. Die Rabatte gelten bis Ende März. 

10.) MG ZS EV: Ab 33.990 Euro

MG ZS EV Facelift (2021)

Von den VWs wurde der MG ZS EV auf Platz 7 verdrängt. Mit 4,31 Meter ist das China-SUV eine Klasse kleiner als der ID.4, bietet aber stattliche 488-1.166 Liter Kofferraum. Die Preise beginnen bei knapp 34.000 Euro. Eingeführt wurde das Auto Anfang 2021. Nach einem sehr frühen Facelift mit technischen Änderungen im Oktober 2021 gibt es nun zwei Varianten. Die günstigere bietet 130 kW Antriebsleistung und 320 km Reichweite. 

In Sachen günstige Elektroautos sehen wir Anzeichen für Besserung: Auch wenn die meisten Modelle in unserer Liste steinalt sind und neue Modelle größtenteils aus China kommen, so wurden zuletzt doch einige Preise deutlich gesenkt. Außerdem sind etliche Modelle für 25.000 Euro oder noch darunter angekündigt.

Eine Anmerkung zum Schluss: Da wir auf keine Datenbank zurückgreifen können, sind wir uns nicht ganz sicher, ob wir nicht ein günstiges Modell übersehen haben. Auch wenn Sie einen sonstigen Fehler finden, bitte schreiben Sie uns doch – wir sind dankbar. (E-Mail: stefan.leichsenring@insideevs.de).

Weitere Elektroautos unter 45.000 € (Stand):

  • Smart #1: Ab 34.205 Euro (30. Januar 2024)
  • Opel Corsa Electric: Ab 34.650 Euro (30. Januar 2024)
  • MG4 Electric: Ab 34.990 Euro (30. Januar 2024)
  • BYD Atto 3: Ab 34.990 Euro (30. Januar 2024, mit Rabatt)
  • Smart #3: Ab 35.205 Euro (30. Januar 2024, mit Rabatt)
  • Citroen e-C4: Ab 35.325 Euro (30. Januar 2024)
  • Peugeot E-208: Ab 35.425 Euro (30. Januar 2024)
  • MG5 Electric: Ab 35.490 Euro (30. Januar 2024)
  • Renault Megane Electric: Ab 35.600 Euro  (5. Januar 2024)
  • Citroen e-C4 X: Ab 35.740 Euro (5. Januar 2024)
  • Mazda MX-30: Ab 35.990 Euro (5. Januar 2024)
  • Fiat 600 e: Ab 36.490 Euro (5. Januar 2024)
  • Volvo EX30: Ab 36.590 Euro (5. Januar 2024)
  • Renault Zoe: Ab 36.840 Euro (5. Januar 2024)
  • Jeep Avenger: Ab 38.500 Euro (5. Januar 2024)
  • Peugeot E-2008: Ab 38.600 Euro (5. Januar 2024)
  • Cupra Born: Ab 40.050 Euro (5. Januar 2024)
  • Aiways U5: Ab 40.247 Euro ( (5. Januar 2024, laut Konfigurator)
  • Opel Mokka Electric: Ab 40.800 Euro (5. Januar 2024)
  • Hyundai Kona Elektro: Ab 41.990 Euro (5. Januar 2024)
  • BYD Seal: Ab 41.990 Euro (30. Januar 2024, mit Rabatt)
  • Opel Astra Electric: Ab 41.990 Euro (5. Januar 2024)
  • SsangYong Korando e-Motion: Ab 42.490 Euro (5. Januar 2024)
  • Fisker Ocean: Ab 43.900 Euro (5. Januar 2024)
  • Hyundai Ioniq 5: Ab 43.900 Euro (5. Januar 2024)
  • Hyundai Ioniq 6: Ab 43.900 Euro (5. Januar 2024)
  • Tesla Model 3: Ab 43.970 Euro (30. Januar 2024)
  • Tesla Model Y: Ab 43.970 Euro (30. Januar 2024)
  • Peugeot E-308: Ab 44.765 Euro (5. Januar 2024)
  • Skoda Enyaq: Ab 44.200 Euro (5. Januar 2024)
  • DS 3 E-Tense: Über 45.000 Euro  (5. Januar 2024)
  • Honda e:Ny1: Über 45.000 Euro (5. Januar 2024)
  • Kia Niro EV: Über 45.000 Euro (5. Januar 2024)
  • Kia e-Soul: Über 45.000 Euro (5. Januar 2024)
  • Kia EV6: Über 45.000 Euro (5. Januar 2024)
  • Smart EQ Fortwo: Nicht mehr konfigurierbar
  • BMW i3: Nicht mehr konfigurierbar
  • Hyundai Ioniq Elektro: Nicht mehr konfigurierbar