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Lordstown verkauft sein Autowerk in Ohio an Foxconn

Bedingung: Der Lordstown Endurance muss dort gebaut werden.

Lordstown verkauft sein Autowerk an Foxconn und lässt den Endurance dort bauen

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

1. Okt. 2021 um 17:18 Uhr

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Der taiwanesische Elektronikspezialist Foxconn übernimmt das Produktionswerk von Lordstown Motors für 230 Millionen Dollar. Zu den Vertragsbedingungen gehört, dass Foxconn dort den Endurance baut, den Elektro-Pick-up von Lordstown. Das meldeten am Donnerstag Reuters und die beiden Unternehmen.

Die Partner haben zunächst nur eine nicht bindende Grundsatzvereinbarung geschlossen, der eigentliche Deal soll in einem halben Jahr über die Bühne gehen. Die unter anderem als Auftragsfertiger des Apple iPhone bekannte Firma Foxconn bekommt damit ein Werk in Nordamerika in die Hände und kann damit wohl schon bald Elektrofahrzeuge in Nordamerika produzieren. 

Bildergalerie: Lordstown Motors Endurance

Lordstown Endurance

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Lordstown Endurance Lordstown Endurance Lordstown Endurance Lordstown Endurance Lordstown Endurance Lordstown Endurance

Auf der anderen Seite dürften die 230 Millionen Dollar für das Werk dem finanziell angeschlagenen US-Start-up sehr zupass kommen. Darüber hinaus kauft Foxconn Lordstown-Aktien im Wert von 50 Millionen Dollar direkt von Lordstown – das heißt, der komplette Deal spült 280 Millionen Dollar in die leere Kasse.

“You have to find a way to get scale in the auto industry. Foxconn has a vision. They’ve got enormous capabilities in manufacturing and they will be able to fill that plant faster than we could.” (Lordstown-Chef Dan Ninivaggi)

Das Werk in Lordstown (Ohio) hatte der gleichnamige Hersteller im Jahr 2019 von General Motors übernommen. Im August gab Lordstown bekannt, dass die Fabrik nun produktionsbereit sei. Die Pilotproduktion sollte im September beginnen. Nun hat Lordstown diese Pilotproduktion offenbar auf Anfang 2022 verschoben. Dann soll eine begrenzte Anzahl von Fahrzeugen für Tests und behördliche Genehmigungen gebaut werden. Die Serienproduktion des Endurance soll dann im April beginnen, so Automotive News.

"Both entities would also negotiate a contract manufacturing agreement, which would be a condition to closing of the facility purchase, whereby Foxconn would manufacture Lordstown Motors’ Endurance full-size pickup truck at its Lordstown facility." (Lordstown-Pressemitteilung)

Auf den etwa 600.000 Quadratmetern des Werkes könne man noch andere Autos neben dem Endurance dort produzieren, sagte Lordstown im August. Derzeit werden nur 20 Prozent der Fläche genutzt. Mit anderen Worten: Das Werk ist für Lordstown mindestens eine Nummer zu groß.

Fisker Project PEAR EV Zeichnung

Fisker Project PEAR (Personal Electric Automotive Revolution)

Die überschüssigen Kapazitäten sollen nun offenbar für die Produktion des Fisker Pear genutzt werden, das neue Elektroauto von Henrik Fisker, das wohl eine Elektroauto-Plattform von Foxconn nutzt und nur 30.000 Dollar kosten soll. Fisker hatte im Mai mit Foxconn vereinbart, dieses Auto in Nordamerika zu fertigen; ein Standort stand damals noch nicht fest.

Henrik Fisker sagte am Donnerstag, dass Foxconn 2024 mit der Produktion beginnen werden und anfangs 150.000 Fahrzeuge pro Jahr bauen wird.

Mehr zu Foxconns Elektroauto-Ambitionen:

Foxconn baut den Byton M-Byte – eventuell auf Basis der Plattform MIH

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Quelle: Reuters

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