Geht es dabei um Elektroautos für China oder nur um eine Tacho-Produktion?

Stellantis und der taiwanesische Elektronik-Hersteller Foxconn haben eine strategische Partnerschaft beschlossen. Worum es bei der Kooperation gehen wird, soll am morgigen Dienstag bei einer Online-Veranstaltung bekannt gegeben werden, wie nun per Pressemeldung bekannt gegeben wurde.

Stellantis ist der Konzern aus dem Zusammenschluss zwischen PSE (Peugeot, Citroen, Opel etc.) und Fiat Chrysler Automobiles (FCA). FCA hatte bereits am 17. Januar Gespräche mit Foxconn bestätigt (PDF). Damals ging es um ein Joint Venture, das Elektroautos für China entwickeln und bauen sollte, sich aber auch mit dem Thema Konnektivität beschäftigen sollte. Doch war offenbar damals schon an eine Ausweitung der Zusammenarbeit gedacht, denn die Kooperation sollte sich nur "anfangs auf den chinesischen Markt konzentrieren". Damals hieß es, ein formeller Vertrag würde in den nächsten Monaten folgen. Nun ist es offenbar soweit.

Pikanterweise wurde die Fusion zwischen PSA und FCA schon am 16. Januar offiziell abgeschlossen, also einen Tag bevor die Foxconn-Kooperation bekannt gegeben wurde. Vermutlich hat aber damals die PSA-Führung unter Carlos Tavares bereits mitbestimmt, denn dass die Partner sich zusammenschließen würden, war bereits seit Sommer 2020 bekannt.

Die Kooperation soll Stellantis offenbar zu einem besseren Standing in China und einen Schub in Sachen Elektronik/Software/Konnektivität verhelfen. Für die Firma Foxconn, die auch die meisten Apple iPhones zusammenbaut, könnte Stellantis als viertgrößter Autohersteller der Welt ein wichtiger Auftraggeber werden.

Möglicherweise könnte Foxconn auch komplette Elektroautos für Stellantis bauen, denn schließlich hat die Elektronik-Firma aus Taiwan eine eigene Elektroauto-Plattform namens MIH. Foxconn wird auch den Byton M fertigen , das Fisker Project Pear sowie in einem Joint Venture mit Geely den Faraday Future 91. Auch eine mögliche Kooperation mit Vinfast steht zur Debatte. Foxconn will auch bis 2024 eine eigene Festkörperbatterie entwickeln.

Bei der Kooperation soll es allerdings anfangs nur um Dinge wie ein intelligentes Cockpit gehen sowie Internetdienste im Auto, wie Bloomberg unter Berufung auf Insider meldet. Ob das nur der bescheidene Beginn einer wunderbaren Freundschaft ist? Morgen bei dem Online-Event erfahren wir hoffentlich mehr.