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Stellantis und LG Energy Solution bauen Batteriefabrik in Kanada
Neue Fabrik in unmittelbarer Nähe von Detroit soll über 45 GWh produzieren

Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
25. Mär. 2022 um 09:06 Uhr
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Stellantis und LG Energy Solution bauen eine Batterie-Fertigung in Kanada auf. Das Joint Venture wird Lithium-Ionen-Batteriezellen und -module herstellen.
Die Partner wollen über 5 Milliarden kanadische Dollar (3,6 Mrd. Euro) investieren. Die Batteriefabrik soll in Windsor entstehen, also in der Stadt, die direkt gegenüber von Detroit auf der anderen Seite des Detroit River (und der amerikanisch-kanadischen Grenze) liegt. Mit dem Bau der Anlage soll noch 2022 begonnen werden; der Produktionsstart ist für das erste Quartal 2024 geplant.
Die Gründung des Joint Ventures wurde bereits im Oktober bekannt gegeben; damals stand aber noch kein Standort für die Batteriefabrik fest. Mit Windsor fällt die Wahl nun auf einen traditionellen Stellantis-Standort: Chrysler produziert dort bereits seit 1925 in Windsor.
Die jährliche Produktionskapazität soll bei über 45 Gigawattstunden (GWh) liegen. Wenn man von 100-kWh-Akkus ausgeht, würde das für rund eine halbe Million Elektroautos reichen. Zum Vergleich: Letztes Jahr verkaufte Stellantis in Nordamerika laut Geschäftsbericht rund zwei Millionen Fahrzeuge.
Am Ende des Jahrzehnts will der Konzern die Hälfte seines Absatzes in den USA und Kanada mit batterieelektrischen Autos (BEVs) bestreiten. Geplant sind zum Beispiel ein Ram 1500 BEV, ein Chrysler Airflow, ein neues Elektro-SUV von Jeep und ein elektrisches Muscle Car von Dodge.
Weltweit will Stellantis im Jahr 2030 fünf Millionen Elektroautos verkaufen. Das entspricht 100 Prozent der Pkw-Verkäufe in Europa und 50 Prozent der verkauften Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in Nordamerika. Der Batteriebedarf soll dann bei rund 400 GWh liegen. Das ist nochmal eine deutliche Erhöhung gegenüber den 260 GWh, die Stellantis beim EV Day im Juli prognostiziert hatte. Die Zellen sollen aus fünf (mit Partnern betriebenen) Batteriefabriken sowie von Zulieferern kommen.
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LG Energy Solution erweitert seine geplante nordamerikanische Produktionskapazität durch das Werk in Windsor auf über 200 GWh pro Jahr, was für 2,5 Millionen Elektroautos reicht. LG will 2022 bzw. 2023 zwei Batteriewerke in Kooperation mit General Motors eröffnen, nämlich in Lordstown (Ohio) und Spring Hill (Tennessee), weitere LG-GM-Werke sind geplant.
Insgesamt will der Batteriehersteller rund 4,6 Milliarden Dollar in nordamerikanische Batteriewerke stecken. Für LGES ist das ein weiterer Schritt in Richtung auf ein globales Produktionsnetzwerk, mit Werken in Kanada, USA, Polen, Indonesien, China und Südkorea.
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