Auto soll der sprintstärkste Dodge aller Zeiten werden

Dodge arbeitet angeblich an etlichen Elektroautos sowie mehreren Plug-in-Hybriden. Das berichtet nun die US-amerikanische Auto-Portal The Detroit Bureau unter Berufung auf Insider. Unter den Elektroautos soll der sprintstärkste Dodge aller Zeiten sein – sogar der Dodge Challenger soll das Auto überbieten.

Mindestens sechs vollelektrische Fahrzeuge seien derzeit im Design-Studio in Auburn Hills (dem Hauptsitz von Chrysler und Dodge, bei Detroit) in Arbeit. Außerdem arbeiten die Designer auch noch an ein oder mehreren Plug-in-Hybride.

Darunter soll auch das schnellste Dodge-Modell aller Zeiten sein. Bisher gebührt dieser Titel dem Dodge Challenger Demon von 2017, der mit seinen 852 PS in 2,3 Sekunden von 0 auf 60 Meilen pro Stunde (97 km/h) sprintet. Wie alle Topmodelle von Dodge der letzten Jahre hat er einen 6,2-Liter-V8 unter der Haube.

2,3 Sekunden: Da fällt Elektroauto-Fans wohl das Tesla Model S Plaid ein, das kürzlich nochmal in allen Details präsentiert wurde, und das den Sprint auf 60 mph in unter zwei Sekunden schaffen soll. Elon Musk bezeichnete das Auto als das schnellste Serienfahrzeug überhaupt. Das nagt natürlich auch an Herstellern wie Dodge. Aber ob die US-Marke den Bestwert unterbieten kann? Jedenfalls ist die Elektrifizierung von Dodge offenbar geplant. Die Modelle und ihre Plattformen werden sich wohl in die Pläne des Stellantis-Konzerns einfügen müssen, zu dem Dodge gehört.

Der Konzern plant neben einer neuen Generation der eCMP-Plattform (auf der zum Beispiel der Opel Corsa-e basiert) noch vier STLA-Plattformen mit den Zusatzbezeichnungen Small, Medium und Large sowie Frame. Für ein Dodge-Fahrzeug kommen wohl die Versionen Medium und Large in Frage; beide sind erst für 2023 geplant:

Infografiken zu den Elektrifizierungsplänen von Stellantis

Außerdem gibt es die Plattform eVMP, die PSA im Sommer 2020 vorstellte. Sie soll Autos des C- und D-Segments tragen und ab 2023 starten. Vermutlich bekam diese Plattform (die wohl die EMP2-Plattform beerben soll) unter der Stellantis-Ägide den neuen Namen STLA Medium.

Zudem gibt es im Konzern noch die Giorgio-Plattform, die bisher nur die D-Segment-Modelle Alfa Giulia und Alfa Stelvio trägt. Alfa-Chef Jean-Philippe Imparato hatte Ende April gegenüber Quattroruotte.it gesagt: "Wir arbeiten an der großen Plattform von Stellantis und werden Giorgio nicht mehr verwenden." 

Später hatte Imparato allerdings präzisiert, dass Giorgio weiterentwickelt und in das STLA-Plattform-System eingefügt werden soll. Auf Alfa spezialisierte Webseiten wie alfavirtualclub.it hatten das so interpretiert, dass die neue Giorgio-Plattform zu STLA Large wird. Auch die neuen Elektro-Maseratis mit ihrer 800-Volt-Technik sollten darauf basieren.

Bisher gibt es im Stellantis-Konzern hauptsächlich Elektroautos auf Basis elektrifizierter, konventioneller Plattformen wie CMP (z.B. Opel Corsa-e) und EMP2 (z.B. Peugeot Traveller). Auch der Elektro-Wrangler von Jeep ist nur ein nachträglich elektrifiziertes Modell. Anders ist das möglicherweise beim 2020 vorgestellten Fiat 500 e, der auf einer neuen Plattform basieren soll (auch wenn er fast den gleichen Radstand hat wie der konventionelle 500). Als nächstes Elektroauto ist angeblich eine Serienversion des Centoventi geplant, der als Nachfolger des Panda positioniert werden könnte.