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GM will angeblich mit drei Elektro-SUVs in Europa antreten

Offiziell sollen die Pläne erst Anfang 2023 verkündet werden

GMs Pläne für Europa

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

27. Sep. 2022 um 12:40 Uhr

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Dass es General Motors fünf Jahre nach dem Ende des Opel-Engagements zurück nach Europa drängt, hatte GM-Chefin Mary Barra schon im Mai verkündet. Neu ist jedoch, dass die Amerikaner zunächst drei Elektro-SUVs auf Basis der konzerneigenen Ultium-Plattform nach Europa bringen wollen – so zumindest ein Medienbericht.

Die Pläne sollen offiziell erst Anfang 2023 von GM-Chefin Marry Barra und ihrem Europachef Mahmoud Samara verkündet werden, so die Automobilwoche unter Berufung auf "informierte Personen" in Detroit*.* Danach will GM zunächst drei Elektro-SUVs bringen, wovon eines zwischen Range Rover Evoque und Velar, eines zwischen Velar und Range Rover Sport und eines zwischen Range Rover Sport und Range Rover EWB positioniert sein soll.

Wenn man die "Positionierung" auf die Länge bezieht, müsste demnach eines der Elektro-SUVs zwischen 4,37 und 4,79 Meter, eines zwischen 4,79 und 4,95 Meter und eines zwischen 4,95 und 5,20 Meter lang sein.

Cadillac Lyriq

Chevrolet Blazer EV

Chevrolet Equinox EV 3RS: Das Exterieur

Um welche Modelle es sich handeln könnte, geht aus dem Artikel nicht hervor, doch hat GM mit dem Chevrolet Equinox EV bereits ein Ultium-Fahrzeug für das kleinste Modell. Mit 4,85 Meter Länge würde der Chevy Blazer EV in die zweite Schublade passen, und der Cadillac Lyriq wäre mit rund fünf Metern Länge ein Kandidat für das Spitzenmodell.

Wenn es sich wirklich um diese drei Modelle handelt, läge eine Einführung als Chevrolet  bzw. Cadillac nahe. Doch das ist offenbar noch nicht sicher. Denn die beiden Marken sind zwar schon in Europa vertreten, verkaufen aber nur kleine Stückzahlen. Und Hummer soll es ebenfalls eher nicht sein, denn die Marke gilt in Europa vielerorts als Synonym für Spritschlucker. Angeblich hat die hierzulande weniger bekannte Marke Saturn die besten Chancen.

Die Technik der drei Modelle wird sich offenbar nicht allzu stark unterscheiden. Stattdessen sollen sich die Modelle durch Software, Materialien, Abstimmung und Design gegeneinander abgrenzen. In Europa soll man die Wahl zwischen zwei und drei Motoren und einer reichweitenstarken sowie einer leistungsbetonten Version haben. Die Ultium-Plattform ist sehr flexibel: Sie unterstützt Leistungen zwischen etwa 170 und 740 kW und Batterien zwischen 50 und 200 kWh.

Eine Produktion in Europa ist nicht geplant; wahrscheinlich sollen die Autos aus den USA oder China importiert und erst danach an die europäischen Gegebenheiten angepasst werden. Es soll auch kein eigenes Händlernetz aufgebaut werden – vielleicht will GM die Autos übers Internet vertreiben wie Tesla.

Mit hohen Absatzzahlen rechnet GM angeblich nicht. Die Rede ist von höheren vierstelligen bis niedrigen sechsstelligen Stückzahlen. Zum Vergleich: 2021 wurden in Europa 2,3 Millionen Elektroautos und PHEVs verkauft. Im großen Maßstab nach Europa kommen sollen die Elektromodelle ohnehin erst in etwa fünf Jahren. 

Mehr zu den Zukunftsplänen von GM:

GM will zurück nach Europa – mit Cadillac, Chevrolet und Hummer 

GM und Honda planen erschwingliche Elektroautos für 2027

Quelle: Automobilwoche (Paywall)

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