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Alfa Romeo: Äquivalent zum Jeep Avenger soll 2024 starten
Elektro-Stelvio und ein Taycan-Rivale folgen 2026 und 2027

Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
11. Apr. 2023 um 09:37 Uhr
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Alfa Romeo gehört zu der schwindenden Zahl von Automarken ohne Elektromodell; dabei hätte Alfa als Stellantis-Tochter Zugriff auf die Technik. Und da die Marke schon 2027 komplett auf Elektroantrieb umschwenken will, ist allmählich Tempo gefragt. Nun deutet sich an, wie die Marke die Elektrifizierung in Angriff nehmen will.
Im Juni 2024 jedoch soll ein erster Elektro-Alfa auf den Markt kommen, und zwar ein Zwilling des Jeep Avenger, berichtet Autocar, ohne Quellen zu nennen. Das kleine SUV soll nach Gerüchten Brennero heißen. Es soll neue Kundenschichten ansprechen, vor allem Familien und Frauen. Denn Alfa soll künftig nicht mehr nur eine sportliche Marke für Männer mittleren Alters sein.

Jeep Avenger: 4,08 Meter lang, 115 kW stark und Reichweiten bis etwa 410 km
Als Avenger-Zwilling dürfte das Auto etwa 4,10 Meter lang sein und ab etwa 37.000 Euro zu haben sein. Für den Antrieb dürfte ein 115-kW-Elektromotor an der Vorderachse sorgen, der Strom kommt aus einem 54-kWh-Akku (Bruttokapazität); damit dürften rund 400 Kilometer Reichweite machbar sein. Daneben soll es eine Verbrenner-Version geben, die aber vermutlich wie beim Avenger in Deutschland nicht auf den Markt kommen wird. Als Plattform soll STLA Small fungieren. Diese Architektur soll angeblich auch den Avenger tragen.
Derzeit hat Alfa drei Modelle auf dem Markt: die Mittelklasse-Limousine Giulia, das Mittelklasse-SUV Stelvio und das Kompakt-SUV Tonale. Dabei basieren die Mittelklassemodelle auf der Giorgio-Plattform, der Tonale auf der gleichen Plattform (Small Common Components and Systems) wie der Jeep Compass.
Nach dem Brennero (wenn er denn so heißt) soll es 2026 und 2027 mit einem Elektro-SUV und einer Elektro-Limousine weitergehen. Dabei wird das Elektro-SUV den Stelvio ersetzen, der schon seit 2017 verkauft wird, während die Limousine ein Konkurrent des Porsche Taycan werden soll. Das meldete Autocar in einem weiteren Artikel, wobei sich die britischen Kollegen auf den Markenchef Jean-Philippe Imparato berufen.
Beide Modelle sollen auf der STLA-Large-Plattform basieren. Das SUV soll sich auf Alltagstauglichkeit konzentrieren, was zu der erwähnten Ausrichtung auf Familien passen würde. Mit der Limousine will Alfa stärker in den USA und China Fuß fassen. Sie soll eine gute Aerodynamik bieten und so auf Reichweiten à la Mercedes EQS oder Lucid Air kommen.

Lucid Air: Mit bis zu 883 km derzeit das reichweitenstärkste Elektroauto
Der EQS schafft mit einer Ladung bis zu 783 km, der Lucid Air ist mit bis zu 883 km derzeit das Elektroauto mit der größten Reichweite. Nach den Aussagen vom Stellantis Power Day im Jahr 2021 ermöglicht die Plattform STLA Large bis zu 800 km Reichweite.
Auch ein elektrischer Nachfolger der Giulia wurde bereits von Imparato bestätigt. Das Auto soll ebenfalls auf STLA Large basieren und Reichweiten um die 700 km ermöglichen. In einer Quadrifoglio-Version sollen hier Leistungen bis zu 1.000 PS (rund 750 kW) möglich sein. Nach den Informationen vom Stellantis Power Day ermöglicht die Plattform Elektroantriebe bis zu 330 kW; zwei davon ergäben 660 kW.

STLA Large ermöglicht mit zwei Exemplaren des Electric Drive Module 3 bis zu 660 kW
Dann würde noch ein elektrischer Nachfolger des Tonale fehlen. Dazu gibt es noch wenig Informationen, doch wenn Alfa ab 2027 nur noch batterieelektrische Autos verkaufen will, muss der erst 2022 eingeführte Tonale entweder aufgegeben oder mit einem Elektroantrieb versehen werden. Dass ein Elektro-Tonale technisch möglich ist, bestätigte 2022 der Alfa-Produktplaner Daniel Tiago Guzzafame, wie InsideEVs USA berichtete.
Mehr zu Alfa Romeo:
Neue Elektroautos von Alfa und Maserati werden in Cassino gebaut
Alfa Romeo Giulia: Rendering zeigt Elektro-Zukunft
Unser Titelbild zeigt den Alfa Stelvio Quadrifoglio.
Quelle: Autocar (Avenger-Zwilling), Autocar (Elektro-Stelvio)
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