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VW und Audi vereinbaren Kooperationen mit China-Herstellern
VW arbeitet künftig mit Xpeng zusammen, Audi mit SAIC

Roland Hildebrandt 
Von: Roland Hildebrandt
26. Jul. 2023 um 16:16 Uhr
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Drohen deutsche Autohersteller in China den Anschluss zu verpassen? Gerade bei Elektroautos dominieren auf dem wichtigen inzwischen chinesische Marken und Tesla. Um das entscheidene Spiel nicht zu verlieren, haben sich VW und Audi quasi zur Halbzeitpause neu aufgestellt.
Die Marke VW hat eine technologische Rahmenvereinbarung mit Xpeng geschlossen. In der Zusammenarbeit ist zunächst die gemeinsame Entwicklung von zwei Elektro-Modellen der Marke VW für das Mittelklasse-Segment geplant. Die China-spezifischen Fahrzeuge ergänzen das MEB-Produktportfolio und sollen 2026 in den chinesischen Markt eingeführt werden. Dies gilt vorbehaltlich des Abschlusses detaillierter Vereinbarungen.
Im Zuge der engen und langfristig angelegten strategischen Kooperation investiert der Volkswagen Konzern rund 700 Millionen US-Dollar in den chinesischen Hersteller für smarte Elektro-Fahrzeuge. Damit erwirbt Volkswagen im Rahmen einer Kapitalerhöhung 4,99 Prozent der Aktien von Xpeng.
Bildergalerie: Xpeng SEPA 2.0 (Elektro-Plattform)

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Stefan Mecha, CEO Marke VW Region China: "Die Marke VW hat eine langfristig ausgerichtete Elektrifizierungsstrategie für den chinesischen Markt. Dabei setzen wir weiterhin konsequent auf unsere leistungsfähigen MEB- und SSP-Architekturen. Mit dem starken Wachstum des Elektro-Segments ergeben sich jetzt weitere Marktchancen, die wir nutzen wollen.
Dabei setzen wir auch auf gemeinsame Entwicklungsprojekte mit starken lokalen Partnern, um unser Produktportfolio schnell zu erweitern. Zusammen mit XPENG wollen wir ab Anfang 2026 zwei zusätzliche vollvernetzte Elektro-Fahrzeuge auf die Straße bringen und so neue Kundengruppen für die Marke VW erschließen."
Audi hat mit seinem chinesischen Joint Venture-Partner SAIC in einem strategischen Memorandum vereinbart, die bestehende Kooperation weiter auszubauen. Durch gemeinsame Entwicklungsarbeit soll das Angebot von intelligenten, vollvernetzten Elektro-Fahrzeugen im Premium-Segment schnell und effizient erweitert werden. Geplant ist, zunächst mit Elektro-Modellen in einem Segment zu starten, in dem Audi in China bisher noch nicht vertreten ist.
Bildergalerie: Audi Q6 e-tron (2024) seriennaher Prototyp

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Die gemeinschaftlich entwickelten E-Modelle sollen mit modernster Software und Hardware ausgestattet sein, um den chinesischen Kunden ein intuitives, vernetztes und digitales Erlebnis zu bieten. In die Entwicklung bringen alle Seiten ihre jeweiligen Kernkompetenzen mit ein.
Beide Vereinbarungen umfassen jeweils auch eine geplante, zukünftige gemeinsame Entwicklung neuer lokaler Plattformen für die nächste Generation von intelligenten, vollvernetzten Elektro-Fahrzeugen (ICV). Sie sollen die Produktpalette des Konzerns zügig um weitere Modelle aus China für China für besonders vielversprechende Kunden- und Marktsegmente erweitern. Die Details der Zusammenarbeit für zukünftige E-Plattformen sind Gegenstand weiterer Verhandlungen zwischen den Partnern.
Entwicklungspartner für Xpeng ist die kürzlich gegründete Volkswagen Group China Technology Company (VCTC). Das neue Entwicklungs-, Innovations- und Beschaffungszentrum ist der größte Entwicklungsstandort des Konzerns außerhalb von Wolfsburg. Hier werden zukünftig mehr als 2.000 Entwicklungs-und Beschaffungsexperten an der Entwicklung neuer intelligenter, vollvernetzter Elektro-Fahrzeuge arbeiten.
Durch die Optimierung der Entwicklungs- und Beschaffungsvolumina ergeben sich erhebliche Synergiepotenziale mit deutlichen Kostenvorteilen gegenüber den aktuellen Fahrzeugprojekten.
So kommen die Chinesen nach Europa:
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Zugleich baut Volkswagen seinen Standort im ostchinesischen Hefei in der Provinz Anhui zu einem hochmodernen Produktions-, Entwicklungs- und Innovations-Hub aus. Das neue Fahrzeug-Werk von Volkswagen Anhui wird noch in diesem Jahr die Produktion starten.
Die VW Anhui Component Company errichtet in Hefei eine Fertigungsstätte für Hochvoltbatteriesysteme. Ebenso entsteht mit der Volkswagen Group China Technology Company in Hefei ein Entwicklungs- und Beschaffungszentrum für vollvernetzte, intelligente E-Fahrzeuge.
Gleichzeitig setzt der Volkswagen Konzern auch auf Partnerschaften mit lokalen Hightech-Unternehmen. Hohe technische Lokalisierung und konsequente Kundenorientierung sind für die Volkswagen Group China der Schlüssel, in der neuen Ära der Intelligent Connected Vehicles (ICV), der smarten Fahrzeuge, eine führende Rolle zu übernehmen.
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