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Honda und GM kooperieren doch nicht bei günstigen E-Autos
Bei den Mittelklasse-SUVs Honda Prologue und Acura ZDX auf Ultium-Basis ändert sich jedoch nichts

Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
26. Okt. 2023 um 08:45 Uhr
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Honda und General Motors hatten geplant, zusammen günstige Elektroautos für weniger als 30.000 Dollar zu entwickeln. Die Autos sollten 2027 auf den Markt kommen und die Ultium-Batterien von GM verwenden, aber auf einer anderen Plattform basieren. Dieser Plan wurde nun verworfen.
"Nach umfangreichen Studien und Analysen sind wir gemeinsam zu der Entscheidung gekommen, das Programm einzustellen", zitiert Reuters aus einer gemeinsamen Erklärung von GM und Honda.
Auf der Seite von GM könnte die Entscheidung eine Rolle spielen, sich wegen der Streiks in den US-amerikanischen Werken auf die eigene Rentabilität zu konzentrieren. Die Streiks der Gewerkschaft United Auto Workers (UAW) kosten GM derzeit rund 200 Millionen Dollar pro Woche.
Wegen der Streiks wurden auch die GM-Pläne zur Elektromobilität verschoben. So soll der Chevrolet Equinox, der eigentlich noch 2023 starten sollte, nun einige Monate später auf den markt kommen, wie GM-Chefin Mary Barra kürzlich sagte. Auch das Ziel, bis Mitte 2024 400.000 Elektroautos zu bauen, wurde von GM gestrichen.

Acura ZDX: Eines der beiden Ultium-Derivate

Auch der Honda Prologue ist weiter geplant
Doch auch nachdem der fünf Milliarden Dollar schwere Plan für günstige Elektroautos fallengelassen wurde, kooperieren GM und Honda weiter miteinander. An der Entscheidung von Honda, mehrere Elektromodele auf Basis der Ultium-Plattform zu bringen, ändert sich offenbar nichts. Dabei geht es um den Honda Prologue und den Acura ZDX, die beide nicht im günstigsten Segment, sondern in der Mittelklasse antreten. Diese Modelle sollen auch schon 2024 auf den Markt kommen.
Mary Barra hatte am Dienstag während einer Telefonkonferenz zu den Quartalsergebnissen gesagt, dass GM seine Elektroauto-Offensive weg von den Einstiegssegmenten verlagern werde. Dazu gehöre auch eine fünf Milliarden Dollar schweres Investment zum Chevrolet Bolt EV. Ein GM-Sprecher bestätigte, dass sich das auf den gemeinsamen Plan mit Honda bezog. Der Bolt EV ist ein 4,17 Meter langer Kompaktwagen mit Elektroantrieb; die 2016 gestartete erste Generation soll dieses Jahr auslaufen, es ist aber ein Nachfolger geplant.

Offenbar plante GM, den Nachfolger des aktuellen Bolt EV (Bild) zusammen mit Honda zu entwickeln
Im April 2022 hatten sich GM und Honda darauf geeinigt, eine Reihe preisgünstiger Elektroautos auf Basis einer neuen gemeinsamen Plattform zu entwickeln und ab 2027 auf den Markt zu bringen. So sollten möglicherweise Millionen von Autos produziert werden.
"Nachdem wir dies ein Jahr lang untersucht hatten, kamen wir zu dem Schluss, dass dies als Geschäft schwierig sein würde, daher beenden wir nun die Entwicklung eines erschwinglichen Elektrofahrzeugs", wurde Honda-Chef Toshihiro Mibe von Bloomberg zitiert.
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Quelle: Reuters
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