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Mercedes plant Elektro-GLC, Elektro-C-Klasse und kleine g-Klasse

Außerdem kündigte Mercedes ölgekühlte, zylindrische Batteriezellen, Steer-by-Wire und mehr an

Kleine Mercedes g-Klasse (Teaserbild)

Bild von: Mercedes-Benz

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

24. Feb. 2025 um 11:53 Uhr

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Bei Weitem nicht nur öde Finanzzahlen gab es beim jüngsten Capital Market Day von Mercedes. So zeigte Konzernchef Ola Källenius bei seiner Rede ein Chart mit den für 2025, 2026 und 2027 geplanten Modellen. Wie zu erwarten, spielen die vier MMA-Modelle dabei eine Rolle, aber auch im "Core-Segment" (so bezeichnet Mercedes die Mittelklasse und obere Mittelklasse) und im Top-Segment gibt es Neuheiten. 

Dass das CLA Coupé in der zweiten Jahreshälfte startet, hatten wir schon berichtet. In dem Chart sind noch drei andere BEV-Modelle im Entry-Segment verzeichnet, die 2026 starten: Das dürften der CLA Shooting Brake EQ, der GLA EQ und der GLB EQ sein.

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Zukunftspläne von Mercedes für 2025 bis 2027 bei Verbrennern (ICE) und Elektroautos (BEVs)

Bild von: Mercedes-Benz

Im Core-Segment sind drei Elektromodelle zu erwarten, darunter der elektrische GLC und die elektrische C-Klasse, die technisch eng verwandt sein dürften. Zum GLC EQ verriet Källenius, dass der Wagen direkt nach dem CLA kommt. Er wird im Herbst auf der IAA gezeigt und dass er das erste Auto auf der Plattform MB.EA sein wird. Vermutlich sind GLC EQ und C-Klasse EQ die beiden für 2026 geplanten Modelle.  

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Der GLC mit Elektroantrieb dürfte 2026 starten

Bild von: Mercedes-Benz

Denn Källenius kündigte eine neue elektrische E-Klasse für 2027 an, und diese müsste ebenfalls im Core-Segment antreten. Eine Designstudie solle am selben Tag gezeigt werden, aber nur gegenüber einer Gruppe von Investoren. 

Nach Källenius war Technikvorstand Markus Schäfer dran. Er erklärte die Pläne in Sachen Künstliche Intelligenz; sie soll unter anderem eine natürlichere Sprach-Kommunikation mit dem Auto ermöglichen. Ermöglicht wird das durch ein eigenes Betriebssystem namens MB.OS, das im CLA erstmals vorgestellt wird. Alle kommenden Elektroautos und Verbrenner sollen es erhalten. Es umfasst außer dem Infotainment auch die Assistenzsysteme und sogar das Fahren und Aufladen, so Schäfer. Bei der Navigation werden die "besten lokalen Partner" einbezogen; für Europa ist das Google, für Asien andere Provider.

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Eigenes Betriebssystem MB.OS Teilweise schon in aktuellen Modellen, aber in voller Pracht erst ab dem CLA EQ

Bild von: Mercedes-Benz

Zu den sonstigen Vorteilen, die von MB.OS ermöglicht werden, gehören Video-Streaming, Videokonferenzen oder aufwendige 3D-Grafiken im Display. Zudem kündigte Schäfer die Einführung von Steer-by-Wire an, also eine Lenkung ohne physische Verbindung zwischen Lenkrad und Vorderachse, wie sie auch der Tesla Cybertruck besitzt.

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Steer-by-Wire soll die Lenkpräzision erhöhen und ermöglicht die Verwendung des Steuers für In-Car-Games

Bild von: Mercedes-Benz

Schäfer zeigte auch eine Skizze von der neuen Designsprache der Marke, allerdings ohne zu sagen, ab wann wir damit zu rechnen haben:

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Neue Designsprache von Mercedes

Bild von: Mercedes-Benz

Interessant auch die Herangehensweise von Mercedes an die Verwendung von Verbrennern und Elektroantrieben in der gleichen Klasse. Im Entry-Segment setzt Mercedes auf nur eine Plattform für beide Antriebsarten: MMA. Der darauf basierende CLA bekommt in der Mildhybrid-Version einen Vierzylinder und Frontantrieb, als Elektroauto aber die neue EDU 2.0 an der Hinterachse. So soll es weder Nachteile für die Verbrenner noch für die BEVs geben.

Anders im Core- und Top-Segment: Dort bekommen die Verbrenner Längsmotoren, die nicht in Elektroautos passen, weil sie einen langen Vorderwagen erfordern. Das legt nahe, dass Mercedes hier zwei verschiedene Plattformen verwendet; dazu äußerte sich Schäfer aber nicht direkt. Er sagte nur, dass Mercedes-Kundschaft hier keine Kompromisse eingehen müssten.

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Keine Kompromisse: Verbrenner und BEVs sollen viel Innenraum bieten, bei BEVs sollen große Akkus möglich sein

Bild von: Mercedes-Benz

Schäfer kündigte auch die Verwendung von ölgekühlten Rundzellen an, die er dem "High Performance"-Bereich zuordnete:

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Künftige Mercedes-Stromer sollen je nach Modell auch ölgekühlte Rundzellen bekommen (links oben)

Bild von: Mercedes-Benz

Bekannt ist dagegen, dass Mercedesbei den AMG.EA-Modellen neue Axialflussmotoren von Tochter Yasa verwendet.  In Sachen Batteriechemie wussten wir schon, dass im CLA neben einer NMC-Batterie erstmals auch ein günstiger LFP-Akku eingesetzt wird. Neu ist jedoch, dass Mercedes auch mit LMO- und LMNO-Chemien arbeiten will.

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Neue Batteriechemien im Anflug: LMO und LNMO

Bild von: Mercedes-Benz

LMO soll die Kosten senken, während die Energiedichte in der Nähe von NMC-Akkus liegen soll. LNMO soll hohe Zellspannungen (und damit wohl auch hohe Energiedichte auf Zellebene) ebenfalls mit einem attraktivem Preis kombinieren. Die NMC-Batterien mit Siliciumanteil in der Anode wurden bereits offiziell angekündigt.

Wir wussten aber noch nicht, dass Mercedes schon einen EQS-Demonstrator mit einem Festkörperakku testet, der 1.000 km am Stück schaffen soll. Ein weiterer Vorteil soll die hohe Sicherheit des Akkus sein, der eine passive Kühlung ermöglicht, was weitere Verbesserungen beim Gewicht und Reichweite ermöglicht. Mehr zum Mercedes-Festkörperakku in einem separaten Artikel. 

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Die Festkörperbatterie von Factorial soll 25 Prozent mehr Reichweite bei gleichem Gewicht und gleicher Größe bieten

Bild von: Mercedes-Benz

Nicht als Video verfügbar ist de Präsentation von Michael Schiebe, dem Chef der Submarken AMG, Maybach und G-Klasse. Hier können wir uns aber auf ein Highlight beschränken: die erneute Ankündigung einer kleinen G-Klasse. Dazu wurde das folgende Teaserbild gezeigt: Angaben zur Einführungstermin sind dem Präsentations-PDF nicht zu entnehmen. 

kleine-g-klasse

Die kleine G-Klasse könnte ähnlich aussehen wie ein Suzuki Jimny

Bild von: Mercedes-Benz

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Unter dem Strich

Mercedes verkaufte letztens deutlich weniger Elektroautos, zudem liest man häufig von den geringen Erfolg der Marke im Elektronik-verliebten China. Mit seinem Capital Market Day wollte Mercedes offenbar die Aktionäre beruhigen. Der Tenor: Wir tun was, wir planen die größte Innovations-Initiative aller Zeiten. Das betrifft sowohl Akku und Elektroantrieb, als auch die Elektronik. Zu den Highlights gehören aus unserer Sicht eine neue Zellform (zylindrisch, wie bei Tesla und BMW), neue Chemien (LMO, LNMO) und die ersten Tests einer Festkörperbatterie.   

Quelle: Reden von Källenius und Schäfer (Video), Präsentation von Michael Schiebe (PDF)

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