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Tesla installiert erste deutsche V4-Supercharger in Grünheide

Damit steigt die Zahl der V4-Standorte nun auf sechs

Erster deutscher Supercharger-V4-Standort in Grünheide

27:52

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

17. Aug. 2023 um 15:26 Uhr

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Die ersten Tesla-Supercharger der Version 4 in Deutschland stehen direkt auf dem Gelände der Gigafactory in Berlin-Grünheide. Twitter-Userin Esther Kokkelmans postete bereits Anfang August Bilder von den Ladesäulen.

Nun erscheinen die neuen Lader auch auf einem Drohnenvideo von Grünheide-Spezialist Tobias Lindh (siehe oben, bei etwa 12:30 min). Die insgesamt 19 Ladesäulen stehen alle in einer Reihe unter einem Solardach. Geladen wird an den Säulen aber offenbar noch nicht. Laut Kokkelmans sind die Ladepunkte mit einem Display und einem kontaktlosen Lesegerät für Kreditkarten ausgestattet.

 

Der erste V4-Standort überhaupt wurde im Frühjahr in den Niederlanden eröffnet. Mit Berlin ist die Zahl der Stationen inzwischen auf sechs gestiegen, wovon gleich drei in Frankreich liegen:

Österreich: 1
Frankreich: 3
Deutschland: 1
Niederlande: 1
Insgesamt: 6

Die Zahl der Standorte dürfte weiter steigen; daneben werden aber weiterhin auch V3-Lader installiert. Die Ladeleistung bei den V4-Superchargern ist mit 250 kW die gleiche wie bei den älteren V3-Ladern. Fachleute und Fans erwarten aber, dass die maximale Ladeleistung der neuen Supercharger demnächst angehoben wird, wobei 350 kW im Gespräch sind. Damit würde Tesla mit den schnellsten, gängigen Gleichstrom-Ladesäulen in Europa, denen von Ionity, gleichziehen.

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Das obige Drohnenvideo zeigt auch die Bauarbeiten an der Gigafactory Grünheide. Im Juli beantragte Tesla mehrere Bauprojekte, darunter ein neues Batteriezellen-Testlabor. Dem Video nach zu urteilen, sind einige dieser Projekte bereits im Gange. So wird vor dem Haupteingang gebaut, eine Verbesserung der Verkehrsanbindung scheint ebenfalls in Arbeit zu sein, genauso wie Einrichtungen für die Werksfeuerwehr sowie für die Müllentsorgung und ein Bereich für das Container-Handling. Ein großer Teil des Geländes ist zwar gerodet, aber noch völlig unbebaut. 

Bereits im März erreichte das Werk Berlin-Brandenburg, das ausschließlich das Tesla Model Y produziert, den Meilenstein von 5.000 Einheiten pro Woche. Diese Produktionszahl wurde damit ein Jahr nach der offiziellen Werkseröffnung erzielt, dem Delivery Day im März 2022.

Die Produktion in der "Giga Berlin" soll weiter hochgefahren werden. Drei Ausbaustufen sind geplant, schlussendlich will Tesla in Grünheide eine Million Fahrzeuge jährlich bauen, so Reuters im Juli. Das wären mehr Autos, als VW in seinem Stammwerk Wolfsburg produziert. Zudem ist eine riesige Zellproduktion geplant. Sie soll jährlich Energiespeicher mit einer Gesamtkapazität von nicht weniger als 100 Gigawattstunden fertigen. Die Zellproduktion im deutschen Werk wurde allerdings Anfang des Jahres herunterpriorisiert, weil es in den USA hohe Subventionen für Autos mit Batterien gibt, die in den Staaten produziert werden.

Ein Hemmnis für eine Produktionsausweitung in Grünheide ist außerdem die schwierige Wasserversorgung. Zuletzt beschwichtigte Tesla die Proteste allerdings mit dem Versprechen, künftig statt Trinkwasser mehr recyceltes Wasser zu nutzen.

Quelle: InsideEVs.com (V4-Supercharger in Grünheide), InsideEVs.com (Video von der Gigafactory Berlin), Reuters (Grünheide-Pläne)

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