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AMG GT 4-Türer Coupé
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Mercedes-AMG GT 4-Türer mit Elektroantrieb im Erlkönig-Video
Das dürfte mehr oder weniger die 2026 startende Serienversion des AMG GT XX sein

01:41
Bild von: Automedia
Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
29. Jun. 2025 um 18:06 Uhr
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Der am vergangenen Mittwoch präsentierte Mercedes-AMG GT XX ist eine Designstudie, aber etliche Elemente davon – wie die Axialflussmotoren oder auch die ungewöhnliche Batterie mit den tauchgekühlten, zylindrischen Zellen sollen in Serie gehen. Aber das war wohl ein Understatement, denn allmählich wird klar, dass ein sehr ähnlicher Wagen 2026 in Serie geht: der elektrische GT 4-Türer.
Ein getarnter Prototyp wurde nun bei Testfahrten in den Alpen gefilmt. In dem Video von CarSpyMedia ist offenbar das gleiche Fahrzeug zu sehen, das Automedia bereits im Mai fotografiert hatte, wenn auch mit anderem Nummernschild:
Bildergalerie: Mercedes-AMG GT 4-Türer als Erlkönig (5/25)

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Quelle: Automedia
Die Silhouette ist die gleiche wie bei der Studie, auch die sehr niedrigen Seitenfenster sehen gleich aus. Geschlossene Felgen wie das Concept GT XX wird das Serienauto wohl nicht haben, auch wenn die verschiedenen Felgenformen vorne und hinten darauf hinweisen, dass bei dem Erlkönig noch nicht der Serienstand zu sehen ist:

Mercedes-MG GT 4-Türer als Erlkönig
Bild von: Automedia

Mercedes-AMG GT XX Concept
Bild von: Mercedes-AMG
Scheinwerfer und Grill sind beim Erlkönig noch gut getarnt. Anders als bei der Studie zeigen die vorderen Leuchten (wie beim CLA) den Mercedesstern. Ob der Grill den gleichen Fischmaul-Look bekommt wie beim Concept Car, bleibt jedoch unklar: Der Erlkönig hat eine geschlossene Front, aber das kann auch Tarnung sein. Immerhin darf man annehmen, dass das Auto einen mittigen Mercedesstern bekommt – da, wo beim Erlkönig eine kreisrunde Aussparung hat (die vielleicht für den Radarsensor nötig ist).

Bild von: Automedia

Bild von: Mercedes-AMG
Anders als die Studie bekommt der AMG GT 4-Türer eine Heckscheibe, auch wenn es offenbar keinen Scheibenwischer dafür gibt. Die Rückleuchten dürften wie die Frontlichter in Sternform strahlen. Platz wäre wohl für je zwei davon links und rechts – vielleicht auch drei, wenn je eine davon auf der Heckklappe positioniert wird. Deren Fugen sind auf den Erlkönigbildern gut erkennbar. Damit ist auch klar, dass der Wagen eine große Heckklappe erhält:

Mercedes-AMG GT 4-Türer als Erlkönig
Bild von: Automedia

Mercedes-AMG GT XX Concept
Bild von: Mercedes-AMG
Im obigen Video ist das Fahrzeug (ab etwa 1:00 min) auch im Stand zu sehen. Und dabei ist der aktive Heckspoiler im ausgefahrenen Zustand zu bewundern.
Das Fahrzeug bekommt offenbar auch den kürzlich in einem Teaser versprochenen Sound eines simulierten V8-Verbrenners; Mercedes hat uns in dem Teaservideo sogar schon eine Hörprobe gegönnt. Nach Angaben von MBPassion ist der Lautsprecher dafür in die Scheinwerfer integriert. Der Sound simuliert auch Fehlzündungen sowie Gangwechsel. Ob das System so realistisch wird wie beim Hyundai Ioniq 5 N, müssen wir abwarten.
Ähnlich wie das Konkurrenten-Pärchen Porsche Taycan und Audi e-tron GT erhält auch der GT 4-Türer rahmenlose Türen, schreibt das Mercedes-Portal. Einen Frunk besitzt der GT 4-Türer nicht. Unter der vorderen Haube wird offenbar der Bordlader untergebracht; die Ladeklappe ist bei dem Erlkönig hinten links zu sehen.
Innen bekommt das Auto keinen "MBUX-Superscreen" à la EQS oder CLA, sondern ein etwas bescheideneres Doppeldisplay mit 10,25-Zoll-Instrumentendisplay und 14-Zoll-Touchscreen – ähnlich wie beim EQA, wo die Monitore allerdings kleiner sind. Demnach dürfte zumindest die Monitorlandschaft ähnlich wie bei der Studie aussehen; der Rest der Kabine wird vermutlich etwas dezenter werden:

Bild von: Mercedes-AMG
Technische Basis des Neulings ist die Plattform AMG.EA, die 800 Volt unterstützt. Die Batterie ist wohl so aufgebaut wie bei der Studie; das heißt, es werden zylindrische NCMA-Zellen verwendet, die nicht wie üblich per Kühlplatte, sondern einzeln und direkt in einer nichtleitenden Kühlflüssigkeit stehen.
Zur Speicherkapazität der Batterie gibt es noch keine offiziellen Angaben; bei einem Fünf-Meter-Modell darf man wohl von rund 100 kWh oder sogar mehr ausgehen. Laut Autocar sollen es 114 kWh sein. Aufgeladen wird angeblich mit bis zu 850 kW bei 1.000 Ampere. Das wird vermutlich nur an speziellen Ladesäulen und nicht ohne Tricks möglich sein, denn der CCS-Anschluss ist auf 500 Ampere limitiert.
Ein Standard-Ladevorgang (10-80%) soll nur 10 min dauern, so der Bericht. Das wäre deutlich weniger Zeit, als der Taycan braucht (18 min). Wenn man von 114 kWh netto ausgeht, ergäbe das eine Ladegeschwindigkeit von 8 kWh/min – ein bislang unerreichter Wert.
Für den Antrieb werden Axialflussmotoren eingesetzt, und zwar laut MBPassion normalerweise zwei. Die sportlichste Variante soll offenbar drei Motoren erhalten wie die 1.000 kW starke Studie. Die Topversion soll den Tempo-100-Sprint in unter 2,5 Sekunden schaffen. Daneben soll es aber auch Hecktriebler mit weniger Leistung geben. Ein Zweiganggetriebe haben die Fahrzeuge (anders als der CLA) nicht.
Die Abmessungen des Serienmodells sollen ähnlich wie bei der Studie ausfallen. Diese war mit 5,20 Meter 15 cm länger als der GT 4-Türer mit Verbrenner, aber 13 cm niedriger. Der Gran Turismo wird nicht das einzige Modell auf Basis von AMG.EA sein: Ein Jahr nach dem Marktstart des Erstlings (also wohl erst 2027) soll eine coupéhafte SUV-Variante folgen, die ebenfalls bereits als Erlkönig unterwegs ist. Diese soll als Rivale des kommenden Porsche Cayenne Electric positioniert werden.
Die sportliche Elektro-Konkurrenz:
BMW M3: Elektroversion von Top-Manager bestätigt
Porsche Taycan Turbo GT und Lucid Air Sapphire im Vergleich
Unter dem Strich
Die Studie Mercedes-AMG GT XX dürfte ziemlich nahe an der nächstes Jahr startenden Elektroversion des GT V4-Türers liegen. Dieser könnte noch 2025 vorgestellt werden – die IAA im September wäre eine Möglichkeit. Preislich wird sich der AMG GT 4-Türer am Taycan orientieren, bei dem die Preispalette von einem 107.300 Euro teuren Hecktriebler bis 241.100 Euro für den Turbo GT mit 760 kW reicht. Weitere Konkurrenten könnte der kommende Elektro-BMW-M3 mit angeblich vier Elektromotoren sein, das Tesla Model S Plaid mit 750 kW oder der Lucid Sapphire mit 920 kW.
Quelle: MBPassion, Autocar, Automedia (Erlkönigfotos)
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