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Porsche Taycan Turbo GT und Lucid Air Sapphire im Vergleich
Zwei starke Sportlimousinen treten auf der Rennstrecke gegeneinander an

13:24
Bild von: Edmunds
Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
4. Nov. 2024 um 11:29 Uhr
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Der Porsche Taycan Turbo GT und der Lucid Air Sapphire gehören zweifellos zu den leistungsstärksten Elektro-Limousinen, die es derzeit gibt. In einem neuen Video der US-Auto-Analystenfirma Edmunds sind die Boliden nun zu sehen, wie sie auf einer Rennstrecke gegeneinander antreten. Sie starten im Stand, beschleunigen auf der Gerade, dann wird scharf gebremst, um ein paar Pylonen herumgewedelt, bevor es wieder zurück geht. Das Ganze bezeichnet Edmunds als "U-Drag-Rennen", weil die gefahrene Strecke U-förmig ist.
Der Porsche Taycan Turbo GT sprintet nach Herstellerangaben in 2,3 Sekunden auf Tempo 100, der Lucid Air Sapphire soll das gleiche in 2,0 Sekunden schaffen. Demnach sollte der Lucid beim Sprint überlegen sein, zumindest bis 100 km/h. Aber in diesem Test geht es ja auch um das Bremsvermögen und das Kurvenverhalten. Wer wird also gewinnen?

Porsche Taycan Turbo GT

Lucid Air Sapphire
Der Taycan Turbo GT bietet normalerweise nur 580 kW, bei aktivierter Launch Control werden daraus aber 760 kW. Der Lucid Air Sapphire hat laut Homepage 920 kW Leistung, also deutlich mehr. Der Taycan soll den Sprint auf Tempo 100 in 2,3 Sekunden schaffen (das Weissach-Modell in 2,2 Sekunden, aber um diese Rennstreckenversion geht es bei diesem Wettrennen nicht). Das Zweiganggetriebe an der Hinterachse soll das Beschleunigungsverhalten bei hohen Geschwindigkeiten verbessern. Zudem wiegt das Auto ein paar Hundert Kilo weniger als der größere Lucid Air.
Wie der U-Drag-Test zeigt, kann der Taycan beim Beschleunigungsrennen nicht mit dem Lucid mithalten, und er kann das auch nicht mit besserem Brems- und Kurvenverhalten ausgleichen. Anders könnte es auf einer Rennstrecke wie der Nordschleife aussehen, wo es mehr Kurven gibt. Da der Taycan Turbo GT aber einen Rekord auf dem Nürburgring aufgestellt hat, dürfte er hier schneller sein als der Lucid.
Das Tesla Model S in der Topversion Plaid hat übrigens 750 kW und soll den Tempo-100-Sprint in 2,1 Sekunden schaffen, allerdings nicht aus dem Stand, sondern mit Rollstart. Beim Sprinten kann das Modell wohl mithalten, aber weder Kurvenverhalten noch die Bremsleistung sollen besonders gut sein. Wie dieses Modell im Vergleich abschneiden würde, bleibt offen.
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Ein weiteres Modell in dieser Leistungsklasse ist der Xiaomi SU7, der in einer modifizierten Ultra-Version den Taycan-Rekord auf dem Nürburgring kürzlich gebrochen hat, wie InsideEVs.com berichtete. Am 28. Oktober brauchte das China-Modell 6:46.874 min für eine Runde auf der Nordschleife, während der (in einer anderen Klasse antretende) Porsche 7:07.55 brauchte. Der SU7 Ultra wird von drei Elektromotoren angetrieben, die zusammen 1.548 hp (1.139 kW) leisten und das Auto in 1,97 Sekunden auf 100 km/h bringen.
Mehr zum Nürburgring:
Die 15 schnellsten Elektroautos auf dem Nürburgring
Rimac Nevera stellt neuen Nürburgring-Rekord auf
Unter dem Strich
Welches ist die beste Sportlimousine? Die Kriterien sind unterschiedlich, aber die meisten würden wohl zustimmen, dass die Nordschleifen-Zeit hier aussagekräftiger ist als die Sprintzeit. Im Alltag von Bedeutung ist natürlich weder das eine noch das andere, hier zählen Reichweite, Ladeverhalten, Kofferraum und dergleichen mehr. Aber psychologisch dürften Beschleunigungsrennen und Rennstrecken-Rekorde für die Kundschaft solcher Extrem-Limousinen zumindest ebenso wichtig sein.
Quelle: InsideEVs.com
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