Einen kantigen Elektro-Offroader mit martialischen Formen präsentiert der indische Hersteller Mahindra. Das Thar.e Concept könnte Ende des Jahrzehnts in Europa auf den Markt kommen.

Das in Mumbai ansässige Unternehmen zeigte den Wagen nicht in Indien, sondern in Kapstadt (Südafrika). Bei dem Event bestätigte die Marke auch, dass man eine Expansion nach Europa plant, berichtet Autocar. Bereits vor einem Jahr erfuhr das britische Automagazin, dass eine Markteinführung in Großbritannien gegen Ende des Jahrzehnts möglich sei.

Bildergalerie: Mahindra zeigt fünf Elektro-SUVs auf MEB-Basis

Im letzten August präsentierte Mahindra die Studien BE.05, BE.07 und BE.09 sowie XUV.e8 und XUV.e9. Die drei BE-Modelle (für "Born Electric") basieren auf einer Plattform namens Inglo, für die MEB-Technik vom Volkswagen-Konzern zum Einsatz kommt. Die Optik wurde im britischen Designzentrum in Banbury (zwischen London und Birmingham) entwickelt.

Die drei BE-Modelle BE.05, BE.07 und BE.09 sollen die ersten Modelle sein, die in Europa auf den Markt kommen – beginnend mit dem BE.05 im Oktober 2025 und dem BE.07 im April 2026. Sie erhalten Cell-to-Pack-Batterien mit einer Kapazität von 60 bis 80 kWh, die sich mit bis zu 175 kW aufladen lassen. Die Zellen dafür sollen zunächst vom chinesischen Hersteller BYD kommen, später von VW.

Die Elektromotoren für die Born-Electric-Reihe wie auch für den Thar.e kommen von Volkswagen. Dabei wird ein Heckmotor mit 210 kW zum Einsatz kommen, der optional durch einen 80 kW starken Motor an der Vorderachse ergänzt wird. Das klingt nach dem Hinterachsantrieb APP550 aus dem VW ID.7. Dieser wird unter anderem auch im Cupra Tavascan eingesetzt, wo es optional ebenfalls einen 80-kW-Frontmotor geben wird. Die Leistung der Allradversion beträgt jedoch (vermutlich bedingt durch die maximale Leistungsabgabe der Batterie) nur 250 kW.

Bildergalerie: Mahindra Thar.e Concept (2023)

Der Thar.e erhält nach dem Video von CNBC TV18 (siehe oben) eine Batterie mit der Blade-Technologie von BYD, also eine Lithiumeisenphosphat-Batterie (LFP). Damit sollen rund 500 Kilometer Reichweite möglich sein. Aufgeladen wird danach mit bis zu 170 kW. Zum Antrieb gibt es keine Angaben.

Im Video gut erkennbar ist die enorme Höhe des Fahrzeugs – die Motorhaube liegt etwa auf Schulterhöhe des Moderators. Der Wagen hat zudem eine hohe Bodenfreiheit und rollt auf Geländereifen. Auffällige Merkmale sind die knallroten Abschleppösen vorne und hinten sowie die ebenfalls knallrote Klammer an der Fronthaube. Außerdem gibt es Haltegriffe oben auf der Fronthaube in der Nähe der A-Säulen – offenbar um das Einsteigen zu erleichtern. Die Studie besitzt zudem Kameras statt Außenspiegeln.

Am Heck gibt es ein außen hängendes Reserverad und eine nach rechts öffnende Hecktür. Ein offizieller Starttermin für den Thar.e ist noch nicht bekannt; der Video-Moderator spricht von einem Zeithorizont von fünf bis sechs Jahren. Das passt etwa zu dem Starttermin 2030,  der von Autocar genannt wird.