Gleicher Elektroantrieb wie beim XC40, aber flacheres Heck

Der Trend zum Coupé-SUV hält an. Nicht nur Audi will seinen Q4 e-tron auch als Q4 e-tron Sportback bringen, auch Volvo stellt nun eine coupéhafte Variante des XC40 Recharge vor. Sie heißt aber nicht XC40 Coupé, sondern C40.

Anders als der XC40 Recharge, den es mit Elektroantrieb (als "XC40 Recharge Pure Electric") und als Plug-in-Hybrid (als "XC40 Recharge Plug-in Hybrid") gibt, bekommt der Volvo C40 Recharge ausschließlich den Elektroantrieb.

Bildergalerie: Volvo C40 Recharge Pure Electric

Wie der XC40 Recharge basiert auch der C40 Recharge auf der Plattform CMA, hat jedoch ein weniger eckiges Heck. Am Ende der viel flacher liegenden Heckscheibe folgt ein kleiner Spoiler. Die Rückleuchten sind filigraner und reichen in die Heckklappe hinein. Ein interessantes Detail sind die im oberen Bereich nur "gestrichelten" Heckleuchten. 

Volvo XC40 Recharge P8 AWD (2021) im Test
XC40
Volvo C40 Recharge Pure Electric (2021)
C40

An der Front gibt es ebenfalls kleine Änderungen. Volvo führt damit nach eigener Aussage ein neues Gesicht für seine Elektromodelle ein, das Scheinwerfer mit "Pixel-Technologie" beinhaltet. Auf unseren Vergleichsbildern sehen wir allerdings keine großen Unterschiede; lediglich der Stoßfänger mit der Partie um die Nebelscheinwerfer scheint anders gestaltet zu sein als beim XC40 Recharge.

Volvo C40 Recharge Pure Electric (2021): Detail
Volvo XC40 Recharge P8 AWD (2021) im Test
XC40
Volvo C40 Recharge Pure Electric (2021)
C40

Vom Cockpit zeigt Volvo noch keine Bilder; wahrscheinlich sieht es nicht viel anders aussehen als beim XC40. Auch für den C40 verspricht Volvo eine hohe Sitzposition. Allerdings ist der C40 das erste Volvo-Modell, das komplett lederfrei ist.

Wie der XC40 Recharge besitzt auch der C40 Recharge ein Infotainment-System auf Basis von Android Auto. Es bietet diverse Google-Apps und Google-Dienste, wie Google Maps, Google Assistant und den Google Play Store. Außerdem erhält der C40 Recharge Over-the-Air-Updates (OTA-Updates) der Software.

Angetrieben wird der C40 Recharge von Elektromotoren an der Vorder- und Hinterachse – zweimal 150 kW, genau wie beim XC40. Wie bei diesem wird eine Batterie mit 75 kWh netto eingesetzt. Sie wird in etwa 40 Minuten zu 80 Prozent aufgeladen. Die voraussichtliche WLTP-Reichweite beträgt rund 420 km, das ist etwas mehr als beim XC40, der mit 400-418 km angegeben ist. Durch die OTA-Updates will Volvo im Laufe der Zeit noch mehr herausholen.

Der C40 Recharge soll nur online erhältlich sein. Auch ein Auto-Abonnement mit der Bezeichnung "Care by Volvo" wird angeboten. Dazu gehören Service, Garantie, Pannenhilfe sowie Versicherungen und Heimladeoptionen.

Der C40 Recharge wird ab Herbst produziert. Gebaut wird er zusammen mit dem XC40 Recharge im Volvo-Werk in Gent (Belgien). Die Preise wurden noch nicht bekannt gegeben. Vermutlich werden sie etwas höher liegen als beim XC40, für den Volvo 62.000 Euro verlangt. 

In den kommenden Jahren will Volvo weitere Elektroautos auf den Markt bringen. Bereits 2025 sollen 50 Prozent des weltweiten Verkaufsvolumens aus rein elektrisch angetriebenen Autos bestehen, der Rest sollen "Hybride" (gemeint sind wahrscheinlich Plug-in-Hybride) sein. Im Jahr 2030 will Volvo dann nur noch reine Elektroautos verkaufen.

Technische Daten des C 40 Recharge Pure Electric:

  • Antrieb: 2 E-Motoren mit jeweils 150 kW
  • Systemleistung / Systemdrehmoment: 300 kW (408 PS) / 660 Nm
  • 0-100 km/h: 4,9 Sek.
  • Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h
  • Akku: 78 kWh brutto, 75 kWh netto
  • Reichweite: ca. 430 km WLTP
  • Aufladen: bis 11 kW AC, bis 150 kW DC
  • Ladedauer: 8h mit AC, 40 min mit DC (0-80%)
  • Maße: 4.431 mm Länge / 2.035 mm Breite (incl. Spiegeln) / 1.582 mm Höhe
  • Radstand: 2.702 mm Radstand
  • Kofferraum: 413 Liter (DIN V211-2) / 489 Liter ( DIN V214-2) plus 31 Liter vorne (Frunk)
  • Leergewicht: ca. 2.185 kg
  • Anhängelast: 1.800 kg