Nissan hat heute auf dem Tokyo Auto Salon den Ariya Nismo vorgestellt. Die Markteinführung in Japan ist für dieses Frühjahr geplant; ob und wann das Auto zu uns kommt, ist noch offen. Auch die Preise wurden noch nicht verraten.

Die neue Sportversion des Nissan Ariya basiert auf den Allradversionen mit dem Beinamen e-4orce. Diese gibt es bisher mit 225 oder 290 kW; die Nismo-Varianten haben 270 bzw. 320 kW. Damit steigt die Maximalleistung des Modells um rund zehn Prozent (von 290 auf 320 kW). Zu den Fahrleistungen verrät Nissan noch nichts, doch vermutlich werden die Sprintzeiten unter fünf Sekunden liegen. Typisch japanisch ist, dass Nissan betont, die Beschleunigung sei "dynamic yet smooth", also dynamisch, aber sanft. Das Auto biete mehr Peace of mind, was mit dem reichlich altmodischen Wort "Seelenfrieden" wohl nur unzureichend übersetzt ist.

  Ariya e-4orrce
225 kW (Dtld.)
Ariya e-4orrce
290 kW (Dtld.)
Ariya Nismo B6 e-4orce (Japan) Ariya Nismo B9 e-4orce (Japan)
Antrieb AWD 225 kW AWD 290 kW AWD 270 kW AWD 320 kW
Drehmoment 600 Nm 600 Nm 560 Nm 600 Nm
0-100 km/h 5,7 Sek. 5,1 Sek. k.A. k.A.
Akku 64 kWh netto 87 kWh netto 66 kWh 91 kWh
WLTP-Reichweite bis 513 km 498 km k.A. k.A.
Preis (Ausstattung) 57.490 Euro (Advance) 65.490 Euro (Evolve+) k.A. k.A.

Die beiden Nismo-Varianten haben Batterien mit 66 bzw. 91 kWh. Vermutlich handelt es sich dabei um die Bruttokapazitäten der gleichen Akkus, die in Deutschland angeboten werden. Hierzulande werden jedenfalls Batterien mit netto 63 und 87 kWh offeriert. Dass Nissan die kleine Batterie in Deutschland anbieten wird, ist aber unwahrscheinlich, da bei uns schon die "bürgerlichen" Allradler stets den großen Akku bekommen. Die Reichweiten wurden noch nicht verraten, nicht einmal nach japanischer Norm.  

Bildergalerie: Nissan Ariya Nismo (2024)

Ansonsten bieten die Nismo-Versionen natürlich diverses Sport-Lametta wie rote Akzentlinien vorne und hinten und ein entsprechendes Cockpit. Zudem verspricht Nissan ein verbessertes Handling, eine verbesserte Aerodynamik und einen Nismo-Fahrmodus für ein besonders schnelles Ansprechen des Gaspedals. Dazu kommt ein künstlicher Sound, der an Formel-E-Rennen erinnern soll.

Für hohe Stabilität, verbessertes Einlenken und optimierte Spurführung in schnellen Kurven sorgen eine spezielle Fahrwerksabstimmung und besondere Reifen auf sehr verwindungsresistenten Rädern. Die 20-Zoll-Alufelgen werden mit Gummis der Größe 255/45R20 bezogen. Innen gibt es laut Nissan "hochwertige Ausstattungsmerkmale", einschließlich speziell entwickelter Nismo-Sitze und Nismo-Zierelemente. Ins Detail geht Nissan dabei aber nicht.

Unterm Strich

Das erste rein elektrisch angetriebene Nismo-Modell ist typisch für die Sportmarke von Nissan: Verglichen mit Sport-Labels à la AMG oder BMW M gibt es nur ein relativ bescheidenes Leistungsplus von rund 10 Prozent. Der Akzent liegt eher auf den optischen Modifikationen. Man könnte auch sagen, Nismo tut das, was sonst externe Tuner tun. Das ist schon bei Verbrennern eher ein Nischenphänomen. Und bei Elektroautos? Da begeistert man sich doch eher über viel Reichweite und hohe Ladeleistungen, oder?