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Skoda Elroq und Enyaq mit deutlich geänderten Antrieben und Akkus

Großes Update für Elroq und Enyaq mit Änderungen an Antrieben und Akkus, neuem Frunk, One-Pedal-Driving, Android-Infotainment und mehr.

Skoda Elroq und Enyaq Coupé
Bild von: Skoda

Der Skoda Enyaq und sein kleiner Bruder Elroq des neuen Modelljahres sind nun konfigurier- und bestellbar. Dass die Baureihen neue Basisversionen erhalten, war bereits bekannt. Neu kommen aber auch die Ausstattungen namens Essence und Selection hinzu. Auch die Einstiegspreise waren noch nicht bekannt. Sie liegen bei 37.390 Euro für den Elroq Essence 60 und 42.990 Euro für den entsprechenden Enyaq. Und aus dem Konfigurator gehen noch weitere Änderungen hervor.

Bis vor Kurzem waren die beiden Elektro-SUVs nur noch als 85, 85X und RS konfigurierbar; für die 60er-Varianten wurden im Konfigurator Nachfolgevarianten angekündigt. Im März verriet Skoda, dass sich dahinter eine neue Basisversion mit 140 kW und neuer Batterie verbirgt. Diese Motor-Akku-Kombination ist vom Ford Explorer und Capri, vom gelifteten Cupra Born und Tavascan sowie vom VW ID.3 Neo bekannt. Ansonsten erhalten die beiden Elektro-Baureihen One-Pedal-Driving, einen Frunk, einen Digital Key und ein neues Infotainment auf Basis von Android Automotive. Das Update ist also keine Petitesse.

Skoda Elroq (2027)

Der neue Skoda Elroq erhält in der Basisversion 60 erhält eine LFP-Batterie mit Cell-to-Pack-Architektur. Das bedeutet, dass die Zellen ohne den Umweg über Module direkt zum Batteriepaket zusammengestellt werden. Mit 58 kWh netto ist sie etwas kleiner als die NMC-Batterie des alten 60er-Modells, die 59 kWh netto bot. Außerdem wird der 150-kW-Heckantrieb durch einen mit 140 kW ersetzt. Da das Drehmoment mit 350 Nm angegeben wird, handelt es sich offenbar um den neuen Elektromotor APP350.

Die neue Elektromaschine APP350 (aus dem VW ID.3 Neo)

Die neue Elektromaschine APP350 (aus dem VW ID.3 Neo)

Bild von: Volkswagen

Beim Elroq 85 sorgt anscheinend nach wie vor der APP550 mit 210 kW für Vortrieb, der Strom kommt wie gehabt aus einer 77-kWh-Batterie. Offenbar werden aber andere Zellen eingesetzt, denn die Ladeperformance verschlechtert sich: Statt 185 werden nun nur noch 165 kW Ladeleistung angegeben, zudem verlängert sich die Ladedauer von 28 auf 29 Minuten.

Die gleiche neue 77-kWh-Batterie mit schlechterer Ladeperformance wird auch beim Elroq 85X eingesetzt. Hier steigt aber auch die Antriebsleistung: Statt 210 werden nun 220 kW angegeben. Soweit wir wissen, besitzt der Wagen neben dem 210 kW starken APP550 an der Hinterachse noch einen Asynchronmotor von Magna mit 80 kW an der Vorderachse. Zusammen ergibt das 290 kW. Offenbar wird die Systemleistung nun weniger stark begrenzt als bisher. Der Normsprint verkürzt sich deshalb von 6,6 auf 6,2 Sekunden.  

Beim Elroq RS wird die 79-kWh-Batterie wieder durch den älteren Akku mit 77 kWh ersetzt. Trotz der geringeren Nettokapazität bleibt die Reichweite fast unverändert. Aber die Ladeperformance verschlechtert sich auch hier: Statt mit 185 kW lässt sich die Batterie nur mit 165 kW laden, und die Ladedauer für den Hub von 10 auf 80 Prozent steigt von 26 auf 29 Minuten.  

Hier die Daten aus dem Elroq-Konfigurator:

  Elroq 60 Elroq 85 Elroq 85X Elroq RS
Antrieb RWD 140 kW,
350 Nm
RWD 210 kW,
545 Nm
AWD 220 kW,
k.A.
AWD 250 kW,
k.A.
0-100 km/h
/ Spitze
8,5 Sek. /
160 km/h
6,6 Sek. / 180 km/h 6,2 Sek. /
180 km/h
5,4 Sek. /
180 km/h
WLTP-Verbrauch 15,1-16,8 kWh 15,2-17,1 kWh 15,5-17,2 kWh 16,2-17,5 kWh
Akku netto 58 kWh 77 kWh 77 kWh 77 kWh
WLTP-Reichweite 408–453 km 523–576 km 524–576 km 516–554 km
DC-Ladeleistung 105 kW 165 kW 165 kW 165 kW
DC-Ladedauer
10-80 %
26 min 29 min 29 min 29 min
Max. Anhängelast 1.200 kg 1.800 kg 1.800 kg 1.800 kg

LFP-Akkus gelten als günstiger als NMC-Batterien. Möglicherweise ermöglichte das die niedrigeren Preise. Der alte Elroq 60 kostete jedenfalls 38.400 Euro, den neuen gibt es schon ab 37.390 Euro. Durch die neuen Ausstattungsvarianten wird auch die Preisliste umfangreicher. Deshalb hier noch ein separater Überblick:

  Elroq 60 Elroq 85 Elroq 85X Elroq RS
Essence 37.390 Euro
Selection 41.890 Euro 46.390 Euro 48.690 Euro
Sportline 45.490 Euro 49.990 Euro 52.290 Euro
RS 54.790 Euro

Skoda Enyaq (2027)

Auch der Skoda Enyaq 60 erhält die neue LFP-Batterie sowie den neuen 140-kW-Antrieb. Die Änderungen bei den Versionen 85 und 85X scheinen ebenfalls analog zu sein. Im Folgenden die Daten aus dem Enyaq-Konfigurator.

  Enyaq 60 Enyaq 85 Enyaq 85X Enyaq RS
Antrieb RWD 140 kW,
350 Nm
RWD 210 kW,
545 Nm
AWD 220 kW,
k.A.
AWD 250 kW,
k.A.
0-100 km/h / Spitze 8,6 Sek. /
160 km/h
6,6 Sek. /
180 km/h
6,3 Sek. /
180 km/h
5,4 Sek. /
180 km/h
WLTP-Verbrauch 15,0-16,0 kWh 15,2-16,3 kWh 15,4-16,5 kWh 16,0-17,6 kWh
Akku netto 58 kWh 77 kWh 77 kWh 77 kWh
WLTP-Reichweite 428-455 km 547-581 km 547-580 km 513-562 km
DC-Ladeleistung 105 kW 165 kW 165 kW 165 kW
DC-Ladedauer
10-80 %
26 min 29 min 29 min 29 min
Max. Anhängelast 1.000 kg 2.000 kg 2.000 kg 2.200 kg

Auch hier wieder ein separater Überblick über die Preise:

  Enyaq 60 Enyaq 85 Enyaq 85X Enyaq RS
Essence 42.990 Euro
Selection  45.750 Euro 50.450 Euro 53.250 Euro
Sportline 49.250 Euro 53.950 Euro 56.750 Euro
RS 58.900 Euro
Skoda Elroq und Enyaq bekommen 2026 einen Digital Key

Skoda Elroq und Enyaq bekommen 2026 einen Digital Key

Bild von: Skoda

Abgesehen von den Änderungen bei Antrieben und Akkus erhalten die Modelle Elroq und Enyaq erstmals einen Digital Key: Nach der Kopplung des Smartphones mit dem Fahrzeug kann man dieses per Handy verriegeln, entriegeln und starten. Der Schlüssel lässt sich auch über die Wallet des Smartphones mit anderen teilen.

Skoda Elroq und Enyaq: Das neue Infotainmentsystem auf Basis von Android

Das neue Infotainmentsystem auf Basis von Android

Bild von: Skoda

Auch wird ein verbessertes, Android-basiertes Infotainmentsystem eingeführt. Die Navi-Karten bieten nun auch die Google-Online-Suche, eine Satellitendarstellung und eine Übersicht über POIs (Points of Interest) entlang der Route. Bei der Laderoutenplanung kann man nun nach 20 Ladeanbietern filtern, darüber hinaus auch nach Ladeleistung und Verfügbarkeit. Zudem werden nun Bewertungen und Preise von Ladestationen angezeigt. 

Da der Skoda Powerpass nun integriert ist, kann man den Ladevorgang direkt über den Touchscreen autorisieren. Ein App-Store für Anwendungen wie Spotify und YouTube gehört ebenfalls zu den Neuerungen. Zudem wurde die MySkoda App verbessert. Sie liefert nun auch Fahrdaten, einschließlich des Stromverbrauchs. 

Skoda Elroq und Enyaq erhalten im Modelljahr 2026 eine V2L-Fähigkeit

Skoda Elroq und Enyaq erhalten im Modelljahr 2026 eine V2L-Fähigkeit

Bild von: Skoda

Eine weitere Neuheit ist Vehicle-to-Load (V2L): Damit kann man externe Geräte mit Strom versorgen. Dafür nutzt man entweder den Ladeanschluss über einen Adapter oder eine 230-V-Steckdose im Kofferraum. Zudem führt Skoda das One-Pedal-Driving bis zum Stillstand ein. Dazu bietet der B-Modus nun zwei Rekuperationsstufen, die über den Touchscreen oder die Schaltwippen am Lenkrad gewählt werden.

Skoda Elroq und Enyaq: Verbesserungen für das Modelljahr 2026

Ein kleiner Frunk und eine verbesserte induktive Lademöglichkeit fürs Handy gehören zu den weiteren Verbesserungen 

Bild von: Skoda

Ebenfalls neu ist ein 21-Liter-Frunk für das Ladekabel oder dergleichen. Die Fronthaube wird zudem mit Gasdruckfedern ausgestattet. Die belüftete Phone Box unterstützt darüber hinaus das kabellose Laden mit bis zu 25 W, die USB-C-Anschlüsse vorne und hinten bieten weiterhin bis zu 45 W.

Neu bei den Assistenzsystemen ist der Travel Assist 3.0, der für präzisere Spurführung, sanftere Geschwindigkeitsregelung und umfassendere Sicherheitsfunktionen sorgen soll. Neue Eckradarsensoren in den Stoßfängern vorn und hinten verbessern den Kreuzungsassistenten. Eine neue Innenraumkamera im Gehäuse des Rückspiegels ermöglicht eine bessere Überwachung der Aufmerksamkeit der Person am Steuer mittels Eye-Tracking.

Unter dem Strich

Skoda verändert die Baureihen Elroq und Enyaq deutlich. Zu den Verbesserungen gehören bisher vermisste Elektroauto-Features wie ein Frunk, One-Pedal-Driving und bidirektionales Laden. Aber auch das neue Android-Betriebssystem dürfte eine Verbesserung darstellen. Vermutlich bietet das System die bekannte Google-Maps-Logik, den Google Assistant und den dazugehörigen App-Store.

Bei Antrieben und Akkus dagegen gibt es eher eine Verschlechterung. So bringt die neue Basisversion mit 140 kW und einer etwas kleineren LFP-Batterie Nachteile bei Beschleunigung und Ladeverhalten, bei den höheren Versionen wird eine 77-kWh-Batterie mit teils schlechteren Ladedaten eingesetzt. Preise und Ausstattungen haben wir noch nicht im Detail analysiert.

Update vom 24. April 2026: Die Modelle sind nun konfigurierbar. Aus der Pressemeldung und dem Konfigurator gehen diverse Änderungen hervor, die wir nun berücksichtigt haben.