Ferrari Luce (2026) noch üppig getarnt erwischt
Trotz baldiger Weltpremiere macht Ferrari aus seinem ersten Elektroauto ein Staatsgeheimnis
Mit dem Ferrari Luce arbeitet Ferrari erstmals an einem rein elektrischen Serienmodell. Bislang hält sich der italienische Sportwagenhersteller mit offiziellen Informationen noch zurück, doch die Präsentation des Fahrzeugs soll noch vor Ende des Monats erfolgen.
Erlkönige auf öffentlichen Straßen in Italien zeigen inzwischen, dass sich das Projekt bereits in einer fortgeschrittenen Entwicklungsphase befindet. Doch die immer noch üppige Tarnung zeigt, welch großes Geheimnis Ferrari noch immer aus dem Luce (auf deutsch: Licht) macht. Lediglich das Cockpit wurde bereits gezeigt und der finale Name verkündet.
Bildergalerie: Ferrari Luce (2026) Erlkönig
Nahezu alle großen Hersteller verfügen inzwischen über mindestens ein Elektroauto im Programm. Selbst Marken aus dem Luxus- und Hochleistungssegment wie Porsche, Lotus oder Rimac setzen bereits auf batterieelektrische Antriebe. Ferrari gehörte bislang zu den wenigen traditionsreichen Sportwagenherstellern ohne vollelektrisches Modell. Mit dem Luce will das Unternehmen nun den Einstieg in dieses Segment vollziehen.
Ferrari-Chef Benedetto Vigna bestätigte gegenüber dem britischen Magazin Autocar die bevorstehende Enthüllung des Fahrzeugs. Noch offen bleibt allerdings die genaue Karosserieform. Weder ein klassischer Sportwagen noch eine Limousine oder ein Crossover wurden bislang offiziell bestätigt.
Die aktuellen Prototypen geben nur begrenzte Hinweise, da sie weiterhin stark getarnt unterwegs sind. Unter der massiven Kunststoffverkleidung zeichnet sich jedoch eine vergleichsweise hohe Karosserie mit vier Türen ab. Branchenbeobachter vermuten deshalb eine Mischung aus Gran Turismo und Crossover.
Ferrari Luce (2026) Erlkönig
Nach bisherigen Informationen absolvierte der Ferrari Luce bereits mehrere tausend Testkilometer auf öffentlichen Straßen. Ferrari nutzt dabei offenbar seriennahe Karosserien, um Antrieb, Fahrwerk und Thermomanagement unter realen Bedingungen zu erproben. Trotz des Elektroantriebs soll das Fahrzeug typische Ferrari-Eigenschaften beibehalten.
Benedetto Vigna betonte mehrfach, dass Fahrspaß weiterhin im Mittelpunkt stehe. Kunden würden einen Ferrari nicht wegen einzelner technischer Merkmale kaufen, sondern wegen des Gesamtpakets aus Design, Performance, Klangkulisse und Fahrerlebnis.
Gerade beim Thema Sound steht Ferrari vor einer besonderen Herausforderung. Anders als klassische Modelle mit V8- oder V12-Motor wird der Luce ohne Verbrennergeräusch auskommen müssen. Medienberichten zufolge arbeitet Ferrari deshalb an einer speziell entwickelten akustischen Inszenierung für den Elektroantrieb. Auch ein aufwendiges Torque-Vectoring-System sowie eine besonders direkte Fahrwerksabstimmung gelten als wahrscheinlich.
Ferrari Luce (2026): Das Cockpit
Produziert wird der Ferrari Luce künftig im neuen sogenannten E-Building am Stammsitz in Maranello. Dort entstehen neben den Elektrofahrzeugen auch Batteriemodule, Elektromotoren und Achssysteme. Die Batteriezellen selbst sollen dagegen weiterhin von externen Zulieferern kommen. Ferrari verfolgt damit eine Strategie, möglichst viele zentrale Komponenten selbst zu entwickeln, um die Kontrolle über Fahrdynamik und Leistungscharakteristik zu behalten.
Auch preislich dürfte der Luce klar im Luxussegment angesiedelt sein. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters soll das erste Elektroauto von Ferrari mehr als 500.000 Euro kosten. Hinzu kommen umfangreiche Individualisierungsmöglichkeiten über das bekannte Tailor-Made-Programm der Marke. Dadurch könnte der Endpreis je nach Ausstattung deutlich höher liegen.
Parallel zum Luce arbeitet Ferrari Berichten zufolge bereits an einem zweiten Elektrofahrzeug. Dieses Modell soll höhere Stückzahlen erreichen und langfristig eine größere Rolle innerhalb der Modellpalette übernehmen. Trotz der Elektrifizierung hält Ferrari jedoch weiterhin an Verbrennungsmotoren und Hybridantrieben fest. Das Unternehmen sieht den batterieelektrischen Antrieb vorerst als zusätzliche Säule innerhalb seines Angebots und nicht als vollständigen Ersatz für klassische Ferrari-Sportwagen.
Quelle: Automedia
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