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VW ID.3 und ID.4 bekommen ab Sommer regelmäßige Over-the-Air-Updates

Software-Verbesserungen alle drei Monate geplant

VW ID.4 und ID.3 bekommen ab Sommer regelmäßige Over-the-Air-Updates

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

3. Mär. 2021 um 17:53 Uhr

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VW ID.3 und ID.4 können nun in Europa per W-LAN oder über das Mobilfunknetz neue Funktionen und Updates empfangen. Das Fahrzeug des Kunden bleibt mit diesen Over-the-Air-Updates (OTA) stets auf dem neuesten Stand. Die Software-Version ID.2.1, die die technischen Voraussetzungen für OTA-Updates herstellt, ist ab Kalenderwoche 8 (also ab März) bei allen neu produzierten ID.-Modellen an Bord, verspricht Volkswagen.

Kunden, die noch einen ID.3 oder ID.4 mit der alten Software erhalten haben, wird die neue Version 2.1 sukzessive zur Verfügung gestellt. Hierzu müssen sie allerdings einmalig ihren Händler aufsuchen.

VW ID.4 (2021)

Auch das Infotainmentsystem soll von den OTA-Updates profitieren (Bild: ID.4)

Die ersten OTA-Updates werden derzeit noch an rund 3.000 Geschäftswagen getestet – vermutlich handelt es sich dabei um Autos von VW-Angehörigen. Richtig los mit den Updates geht es dann aber erst im Sommer. Ab dann soll alle drei Monate ein OTA-Update zur Verfügung stehen. Diese Updates können neben der Optimierung der Software-Performance auch neue Funktionen und Individualisierungsmöglichkeiten beinhalten. Mit der neuen Software ist es sogar möglich, im Fahrzeug verbaute Steuergeräte zu aktualisieren. Laut VW ist das eine Premiere im Volumensegment. 

"Damit werden alle ausgelieferten ID. Modelle über den Lebenszyklus aktuell gehalten. Over-the-Air-Updates werden künftig auch im Auto das neue Normal sein. Mit ihnen halten wir alle ausgelieferten ID. Modelle über Jahre auf dem Softwarestand von Neuwagen", sagt VW-Entwicklungsvorstand Thomas Ulbrich.

Weitere Autos mit Over-the-Air-Updates:

Teslas Holiday-Update für die Software: Mit Furz-Geräusch und mehr

Porsche Taycan (2021): Schneller sprinten und komfortabler laden

Verantwortlich für die Koordinierung der OTA-Updates wird die neu gegründete Projekteinheit ID.Digital sein. Der schnelle, zwölfwöchige Rhythmus stellt für die traditionelle Autoindustrie ein Novum dar und erfordert eine ungewohnte Agilität. Dabei sollen Kundenwünsche flexibel berücksichtigt werden. Die große Herausforderung hatte VW-Chef Herbert Diess bereits kürzlich in einem Video mit VW-Markenchef Ralf Brandstätter deutlich gemacht. Um die Software geht es etwa ab 2:08:

Im Video stellt Diess auch einen Zusammenhang zwischen den Software-Problemen beim Anlauf des neuen VW Golf und des ID.3 her. Ein weiterer Grund dürfte sein, dass Tesla es der gesamten Branche vorgemacht hat, wie man ein Auto mit häufigen OTA-Updates sozusagen beim Kunden reifen lässt – nach dem oft zitierten Bananen-Prinzip.  

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