AM will 2030 noch 45 Prozent Hybride verkaufen, während Bentley komplett auf E-Autos umstellt

Verbrennungsmotoren ohne Elektrifizierung will Aston Martin ab dem Jahr 2030 nur noch in Autos für die Rennstrecke anbieten, sagte nun Tobias Moers, der Chef der britischen Sportwagenmarke.

Die Rennstrecken- Autos sollen dann nun noch fünf Prozent des Umsatzes ausmachen, während reine Elektroautos dann für 50 Prozent und Hybridautos für 45 Prozent gut sein sollen, so Moers im Geschäftsbericht des Unternehmens, wie Automotive News Europe berichtet.

Das heißt, dass fast die Hälfte der verkauften Autos doch noch einen Verbrenner an Bord haben werden – während Konkurrent Bentley im Jahr 2030 nur noch Elektroautos anbieten will. In Großbritannien soll der Verkauf von Fahrzeugen mit reinem Verbrenner-Antrieb ab 2030 verboten sein. Plug-in-Hybride und Vollhybride dürfen bis 2035 angeboten werden. Aber natürlich werden Modelle von Aston Martin auch anderswo verkauft, wo noch kein "Ablaufdatum" für den Verbrenner festgesetzt ist.

Zu den Rennstrecken-Modellen von Aston Martin gehört der 2015 gestartete Vulcan, der von einem 800 PS starken V12 ohne Elektrifizierung angetrieben wird. Auch das 2021 startende Modell Valkyrie (unser Titelbild) soll es in einer leistungsstärkeren Version für die Rennstrecke namens Valkyrie AMR Pro geben. Als Antrieb für den 1.176 PS starken Valkyrie dient ein V12-Benziner mit einem Hybridsystem.

Anfang März wurde bekannt, dass Aston Martin im Jahr 2025 erste Elektroautos auf den Markt bringen will – und zwar einen Elektro-Sportwagen und ein Elektro-SUV. Aber auch ein V6-Hybridsystem für einen Sportwagen namens Valhalla und den nächsten Vanquish ist geplant. Eine Plug-in-Hybrid-Variante des großen SUV-Modells DBX soll im Jahr 2023 starten.

Die neuen Plug-in-Hybride und Elektroautos erhalten Antriebe von Mercedes, wofür die Stuttgarter im Gegenzug Aktien von Aston Martin erhalten und so ihren Anteil auf 20 Prozent ausbauen. Ursprünglich wollte Aston Martin den Rapide E als erstes Elektro-Modell auf den Markt bringen, aber die Pläne wurden 2020 wegen zu hoher Kosten fallen gelassen. Nun hat es sich die Marke doch noch anders überlegt.