Motorradfans sollen sich auf Elektro-Bikes wie das eRockit einstellen, so Zurwehme

Mit dem Frühling startet auch die Motorradsaison 2021. Aber allmählich zieht auch hier die Elektromobilität ein. "Die Welt ist im Umbruch und auch Motorradfahren wird in Zukunft anders sein als zuvor. Davor können wir uns verschließen, aber dies wird nichts ändern", sagt Andreas Zurwehme, Geschäftsführer des Elektro-Motorrad-Anbieters eRockit.

Zurwehme, selbst seit über 30 Jahren Motorradfahrer, erklärt: 

"Das Zeitalter der Verbrenner wird vorbei sein. Ich weiß, dass diese Erkenntnis vielen Motorradfans schwer fällt. Mir ging das ähnlich. Veränderung ist nicht einfach. Wir müssen neue Technologien als Chance nutzen und innovative, nachhaltige und emotionale Fahrzeuge auf den Markt bringen."

Im Jahr 2021 trat die Euro-5-Norm mit ihren strengeren Abgasregelungen in Kraft, so eRockit. Neuzulassungen sind nur noch für Motorräder möglich, die diese Norm erfüllen oder für die eine befristete Ausnahmeregelung gilt. Auch sollen die Geräuschemissionen von neuen Bikes auf maximal 80 Dezibel begrenzt werden. Europaweit gibt es bereits Zweitakter-Verbote in vielen Regionen und Städten, so eRockit.

Eine umweltfreundliche Art des Motorradfahrens ist das eRockit. Anders als normale Elektro-Motorräder ist es pedalgesteuert, das heißt, man regelt die Motorleistung, indem man in die Pedale tritt – ähnlich wie bei einem E-Bike.

Das Leichtkraftrad der Zulassungsklasse L3e (125-ccm-Kategorie) besitzt einen Elektromotor mit 16 kW Peak-Leistung. So wird eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h erreicht. So kann man mit dem eRockit sogar über die Autobahn "radeln". Der Akku reicht für 120 Kilometer.

Bildergalerie: eRockit (2021)

Zurwehme: "Mittlerweile haben auch viele Fahrrad- und eBike-Freunde das eRockit für sich entdeckt. Denn mit hoher Geschwindigkeit und guter Reichweite eignet es sich für den Weg zur Arbeit genauso wie für die Ausflugsrunde."

Zum Fahren braucht man allerdings einen Führerschein für ein 125-ccm-Motorrad, also Klasse A, A1 oder A2 oder der alte Pkw-Führerschein der Klasse 3, ausgestellt vor dem 1.4.1980. 

Die ersten eRockit-Exemplare gibt es in einer Limited Edition, von der 100 Stück gebaut werden sollen. Der Preis: 11.850 Euro. Einen Termin für die Auslieferung nennt eRockit allerdings auf der Website noch nicht.

Technische Daten der eRockit Limited Edition 100:

  • Antrieb: Pedalgesteuerter bürstenlosen Permanentmagnet-Synchronmotor (PSM)
  • Leistung: 5 kW Dauerleistung, 16 kW Peak-Leistung
  • Kraftübertragung: kupplungsloser Direktantrieb per Riemen
  • Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
  • Akku: 6,6 kWh Lithium-Ionen-Akku, 52 Volt
  • Reichweite: bis zu 120 km
  • Aufladen: externes Ladegerät mit Schukostecker für 230 Volt
  • Ladedauer: 5 Stunden für 0-100%, 3 Stunden für 20-80%
  • Federung: vorne einstellbare Upside-Down Gabel, hinten Öldruck-Stoßdämpfer
  • Räder/Reifen: 17 Zoll mit Reifen 80/100-17 vorne, 100/90-17 hinten
  • Leergewicht: 120 kg