Japaner setzen immer stärker auf Elektroantrieb

Citroen hat den e-Spacetourer und e-Jumpy, Peugeot den e-Traveller und e-Expert, Opel den Zafira-e. Nur die vierte Marke, die den Transporter baut, hatte bisher keine Elektroversion. Das ändert sich nun: Toyota bringt den Proace Electric und Proace Verso Electric.

Während der Proace Electric bis zu 1,2 Tonnen Nutzlast befördern kann, bietet die Kombivariante Proace Verso Electric Sitzplätze für bis zu neun Personen. 

Ein 100-kW-Elektromotor treibt die Vorderräder an. Im Power-Modus stehen die vollen 100 kW zur Verfügung, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 130 km/h begrenzt. Im Normal-Modus wird die Leitung auf 80 kW und im Eco-Modus auf 60 kW reduziert.

Zwei Batterien mit 50 und 75 kWh werden angeboten, die Reichweiten liegen bei 230 bzw. 330 Kilometern. Die kleinere Batterie besteht aus 18 Modulen, die zusammen 383 Kilogramm wiegen. Der größere Akku besteht aus 27 Modulen mit einem Gesamtgewicht von 534 Kilo. Auf die Traktionsbatterie gewährt Toyota acht Jahren oder 160.000 Kilometer Garantie, bezogen auf 70 Prozent der Ladekapazität.

Bildergalerie: Toyota Proace Electric (2021)

Alle Modelle besitzen einen Einphasen-Bordlader mit 7,4 kW, optional gibt es einen dreiphasigen Onboard-Charger mit 11 kW. Die maximale Ladeleistung mit Gleichstrom gibt Toyota nicht an, doch soll sich der kleinere Akku an der 100-kW-Säule in 32 Minuten auf 80 Prozent laden lassen, der größere in 48 Minuten. Der CCS-Ladeanschluss befindet sich im linken vorderen Kotflügel.

Die Nutzfahrzeugversion Proace Electric gibt es in den Längen L1 (4,60 Meter, 5,3 m3 Ladevolumen) und L2 (5,31 Meter, 6,1 m3). Für beide Varianten gibt es ein Smart-Cargo-System, das die Kapazität des Frachtraums noch etwas steigert. Die Schiebetüren erlauben das seitliche Einladen von Europaletten. Die Nutzlast liegt serienmäßig bei einer Tonne, bei der kleineren Batterie kann man auf 1,275 Tonnen auflasten. Die Anhängelast für gebremsten Trailer liegt ebenfalls bei einer Tonne, sofern im Laderaum nicht mehr als 50 Prozent der Nutzlast ausgenutzt werden.

Den Personentransporter Proace Verso Electric gibt es ebenfalls in den Längen L1 und L2, die Versionen heißen Shuttle, Shuttle Comfort, Team Deutschland und Executive. Das Ladevolumen beträgt 603 Liter (L1) bzw. 989 Liter (L2); diese Werte beziehen sich auf das achtsitzige "Team Deutschland"-Modell.

Die Preise beginnen bei 41.948 Euro für den Proace Electric und bei 58.530 Euro für den Proace Verso Electric.

Technische Daten des Toyota Proace Electric

  • Antrieb: 1 E-Motor vorne mit 100 kW und 230 Nm
  • 0-100 km/h / Spitze: 13,1 Sek. / 130 km/h
  • Akku / Reichweite: 50 oder 75 kWh / 230 bzw. 330 km WLTP
  • Aufladen: bis 7,4 kW AC (optional 11 kW), DC: keine Angabe
  • Maße L1: 4.959 mm Länge / 3.275 mm Radstand 
  • Maße L2: 5.309 mm Länge / 3.275 mm Radstand
  • Basispreis: 41.948 Euro (Proace) bzw. 58.530 Euro (Proace Verso)

Bildergalerie: Toyota Proace City Electric (2021)

Dem Proace Electric sollen bald auch Elektroversionen des kleinere Proace City und Proace City Verso folgen, so Toyota. Beide bekommen eine 50-kWh-Akku und einen 100-kW-Antrieb. Starten soll das Auto im Oktober 2021. Mehr Informationen dazu will Toyota in Kürze veröffentlichen.

Dass Toyota als letzte Marke den Elektroantrieb einführt, passt zur bisherigen Strategie des Unternehmens, das sich auf Hybridfahrzeuge und Brennstoffzellen-Autos wie den Mirai konzentrierte. Seit kurzer Zeit wendet sich aber auch Toyota dem Elektroantrieb zu. Nach einem C-HR mit Elektroantrieb für China plant die Marke gleich sieben neue Elektrofahrzeuge auf seiner e-TNGA-Plattform; das erste namens Toyota bZ4X wurde kürzlich vorgestellt und soll Mitte 2022 auf den Markt kommen.