Russisches Elektroauto Zetta City Module 1 soll noch 2021 starten
Danach soll 2024 eine Wasserstoff-Variante des luxuriösen Aurus Senat kommen
Der russische Wirtschaftsminister Denis Manturov hat sich in einem Interview mit dem russischen Fernsehsender RBK über die Aussichten für den Marktstart von zwei emissionsfreien Autos aus Russland geäußert. Danach soll der rein elektrisch angetriebene Zetta City Module 1 noch dieses Jahr debütieren. Ein paar Jahre später soll dann eine Wasserstoffversion des Aurus Senat folgen.
Das Akronym Zetta steht für Zero Emission Terra Transport Asset, also etwa "Nullemissions-Landfahrzeug". Der elektrische Kleinstwagen sollte eigentlich schon Anfang 2020 auf den Markt kommen – zu einem Rekordpreis von nur 450.000 Rubel (etwa 5.200 Euro).
Bildergalerie: Zetta City Module 1
Für das Jahr 2020 war eine Produktion von 2.000 Autos geplant, danach wollte der Hersteller aus Toljatti (etwa 700 Kilometer südöstlich von Moskau an der Wolga gelegen) eine Kapazität von 15.000 Autos pro Jahr erreichen. Die Produktion war jedoch verschoben worden.
Nun soll die Serienfertigung noch in diesem Jahr beginnen. Der Kleinstwagen bietet Platz für zwei Personen und wird von vier Radnabenmotoren mit einer Gesamtleistung von 98 PS (72 kW) angetrieben. Die Batterie ist bescheiden dimensioniert: Sie speichert gerade mal 10 Kilowattstunden, was für eine Reichweite von 180 Kilometern sorgen soll.
Aurus Senat (2019)
Der Wasserstoffversion des Aurus Senat soll laut Manturov im Jahr 2024 starten. Zum Antrieb gibt es bislang keine Angaben. Es handelt wisch um eine Variante der Luxuslimousine, die 2018 auf dem Moskauer Autosalon vorgestellt wurde und dem Rolls-Royce Phantom sehr ähnlich sieht. Gedacht ist der Wagen als Staatskarosse für Wladimir Putin.
Angetrieben wird der Wagen normalerweise von einem 4,4 Liter großen Biturbo-V8-Benziner, der vom russischen Hersteller Nami in Kooperation mit Porsche entwickelt wurde. Mit der Unterstützung eines Elektromotors entwickelt er 440 kW (598 PS) und 880 Newtonmeter Drehmoment. Der Sprint auf 100 km/h dauert 5,7 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h.
Bereits im Juni war ein Prototyp des Aurus Senat mit Wasserstoff-Brennstoffzellen vorgestellt worden. Dieser Antrieb sollte allerdings nur eine der möglichen Antriebs-Optionen für die nächste Generation des Modells darstellen. Daneben war zumindest damals noch von einer rein batterieelektrischen Variante des Aurus die Rede, wie Motor1 Russland im Juni meldete.
Bildergalerie: Wladimir Putin testet den Aurus Senat (2018)
Quelle: RBK (Youtube)
Auch interessant
Audi A2 e-tron (2026): Entwicklung des Kompakten schreitet voran
Volvo EX60 P6 (2026) im Test: Aus dem Schatten ins Rampenlicht?
Neuer Mercedes-AMG GT 4-Türer: Elektro-Coupé mit bis zu 860 kW
Ferrari Luce (2026) noch üppig getarnt erwischt
Skoda Epiq: Erste Bilder ohne Tarnung und Preise ab 25.900 Euro
Stellantis: Neue günstige City-Stromer ab 2028 geplant
Elektroauto-Förderung 2026: Beantragung ab sofort möglich