Vom Mittelklasse-SUV Grecale über das Viertürer-Coupé GranTurismo bis zur Oberklasse-Limousine Quattroporte und dem Sportwagen MC20: Maserati hat uns eine Menge Elektroautos versprochen. Bislang ist davon aber noch nichts in Deutschland angekommen.

Vor einer Woche hatten wir gemeldet, dass die Dreizack-Marke die Entwicklung des Quattroporte Folgore gestoppt hat. Laut Automotive News wurde die Entscheidung damit begründet, dass man mit der Performance nicht zufrieden sei. Nun gibt es Offizielles von Maserati dazu. Demnach ist der Start der elektrischen Flaggschiff-Limousine auf 2028 verschoben worden. Ursprünglich war sie schon Ursprünglich war sie für 2025 angekündigt

Maserati Folgore-Plan

Nach dem Maserati-Folgore-Plan von 2022 sollten drei Elektroautos bereits "gelauncht" sein

Die Elektroversionen des GranTurismo und Grecale sind in Europa schon erhältlich. So sind auf der deutschen Maserati-Website der Grecale Folgore (ab 124.301 Euro) und der GranTurismo Folgore (ab 200.592 Euro) bereits konfigurierbar. In der KBA-Zulassungsstatistik für 2023 tauchen elektrisch angetriebene Maseratis aber bislang nicht auf – es wurden also noch keine Autos ausgeliefert. 

Das technisch auf dem GranTurismo Folgore basierende GranCabrio Folgore soll noch 2024 starten (statt 2023 wie geplant), der MC20 Folgore folgt planmäßig 2025. 

"Maserati GranCabrio Folgore is due to be launched this year, shortly after its ICE version. The road to electrification will continue with the new MC20 Folgore in 2025, a brand-new large E-UV BEV in 2027, and the next generation of Quattroporte BEV in 2028." (Maserati)

Maserati Grecale Folgore (2023)

Maserati Grecale Folgore

Maserati GranTurismo Folgore vorne 3/4

Maserati GranTurismo Folgore

Eine Elektroversion des Levante wird in der neuen Pressemeldung von Maserati nicht erwähnt. Doch nach Gerüchten soll das Fünf-Meter-SUV ebenfalls 2025 eine Elektroversion erhalten. Angeblich erhält das Modell dann eine weniger leistungsstarke Version des Drei-Motoren-Antriebs aus dem GranTurismo Folgore. Ob auch der Ghibli, eine Limousine unterhalb des Quattroporte, elektrifiziert werden soll, ist bisher noch nicht bekannt. 2030 jedenfalls will Maserati eine reine Elektromarke sein. 

Maserati hat derzeit Probleme mit der Nachfrage. So wurde laut Automobilwoche im Mirafiori-Werk in Turin für die Zeit vom 12. Februar bis 3. März Kurzarbeit angeordnet. Als Begründung wurde offiziell die schwache Nachfrage genannt. In der Fabrik wird neben dem Quattroporte, dem Levante und dem GranTurismo auch der Fiat 500 Elektro hergestellt.

Unterm Strich

In Deutschland verkaufte Maserati letztes Jahr gerade mal 1.047 Autos. Elektro-Maseratis werden es bei uns genauso schwer haben wie Verbrenner. Die deutsche Kundschaft wird lieber den BMW i7 und den Mercedes EQS kaufen als den Quattroporte Folgore. Doch Stellantis will 2030 nun mal rein elektrisch sein.