Den Smart #1 gibt es in Deutschland bisher in den Versionen Pro, Pro+, Premium, Pulse und Brabus; die Preise beginnen bei 37.490 Euro. Doch offenbar will Smart noch zwei neue Ausstattungsvarianten namens Pure und Pure+ nachschieben. Damit dürfte der Einstiegspreis auf knapp 35.000 Euro sinken.

Auf der österreichischen Website zum Smart #1 sind die neuen Varianten schon zu sehen (siehe Screenshot oben). Im restlichen Europa sollen die zusätzlichen Versionen schrittweise bis Frühsommer 2024 eingeführt werden, schreibt MBPassion. Danach wird der Smart #1 Pure das neue Basismodell darstellen. Er erhält wie der Pro die kleine Batterie mit 47 kWh netto (49 kWh brutto). In Österreich ist der Pure 2.500 Euro günstiger als der Pro. Damit könnte die deutsche Preisliste künftig schon bei knapp 35.000 Euro beginnen.

Die Variante Pure+ dagegen ist in Österreich 2.500 Euro teurer als der Pro. Sie erhält nach dem Bericht zwar fast die gleiche Ausstattung wie der Pure, bekommt aber die große 62-kWh-Batterie (66 kWh brutto). Übrigens: Auf der Übersichtsseite zu den Ausstattungen (unser Titelbild) scheint die Reichweitenangabe von 310 km für den Pure+ falsch zu sein; im Konfigurator erscheint die Angabe 420 km, die zur großen Batterie passt.

Wenn die zwei neuen Versionen auch in Deutschland eingeführt werden, könnte die hiesige Modellpalette folgendermaßen aussehen:

  Pure Pro Pure+ Pro+ / Premium Pulse Brabus
Antrieb RWD
200 kW
RWD
200 kW
RWD
200 kW
RWD
200 kW
AWD
315 kW
AWD
315 kW
Drehmoment 343 Nm 343 Nm 343 Nm 343 Nm 543 Nm 543 Nm
0-100 km/h 6,7 Sek. 6,7 Sek. 6,7 Sek. 6,7 Sek.  4,5 Sek. 3,9 Sek.
Batterie netto 47 kWh 47 kWh 62 kWh  62 kWh  62 kWh  62 kWh 
Reichweite 310 km 310 km 420 km 420-440 km 400 km 400 km
Ladeleistung AC/DC 3,6/130 kW 3,6/130 kW 22/150 kW 22/150 kW 22/150 kW 22/150 kW
DC-Ladedauer
(10-80%)
30 min 30 min 30 min 30 min 30 min 30 min
Basispreis ca. 35.000€ 37.490€ ca. 40.000€ 42.490€ 46.490€ 48.990€

Sowohl der Pure als auch der Pure+ erhalten den bekannten 200-kW-Heckantrieb. Dementsprechend sind auch die Sprintzeiten gleich. Der Pure bekommt aber nur den Bordlader mit 7,4 kW (ein- oder zweiphasiger Wechselstrom), während der Pure+ den 22-kW-Lader für dreiphasiges Laden bekommt. Auch beim Schnellladen ist der Pure langsamer: Wie der Pro kann er mit maximal 130 kW geladen werden, der große Akku des Pure+ dagegen mit 150 kW.

Erstmals bietet Smart bei den neuen Ausstattungslinien reine Stoffsitze, eine Ein-Zonen-Klimaautomatik oder ein Kunstleder-Lenkrad an. Features, für die viele Halbleiter benötigt werden, sollen beim Pure und Pure+ nicht offeriert werden (genauso wenig wie im Pro und Pro+). Dazu gehören Matrix-LED-Scheinwerfer, das Beats-Soundsystem und Siliziumcarbid-Inverter. Auch auf die elektrische Sitzeinstellung, die Ambientebeleuchtung und die beleuchteten Einstiegsleisten muss man hier verzichten.

Ebenfalls nicht an Bord sind das Panoramaglasdach, die Sitzheizung, die elektrische Sitzeinstellung für die Vordersitze, das 360-Grad-Rundumsichtsystem und das induktive Handy-Laden. Außerdem gibt es nur vier statt acht Ultraschall-Sensoren für die Parkpiepser. Die elektrisch einstell- und beheizbaren Außenspiegel erscheinen ebenfalls nicht in der Ausstattungsliste auf der österreichischen Smart-Website.

Auch die Wahl der Außenfarbe ist eingeschränkt. Es gibt nur drei einfarbige Lackierungen, nämlich Silber, Weiß und Schwarz. Der Pro dagegen ist in acht Farbvarianten bestellbar, darunter viele Bicolor-Versionen.

Die neuen Versionen erhalten aber das bekannte 9,2-Zoll-Instrumentendisplay und den 12,8-Zoll-Touchscreen inklusive Navigationssystem, genauso wie den Abstandstempomat (ACC), die Verkehrszeichenerkennung und sogar die Lenkradheizung.

Unter dem Strich

Smart führt offenbar zwei neue Versionen des #1 ein. Damit dürfte der Basispreis um 2.500 Euro auf rund 35.000 Euro sinken. Das ist auch der Preis, zu dem angeblich der neue Kia EV3 angeboten werden soll. Den Volvo EX30 (ab 36.590 Euro) unterbietet die neue Version Smart #1 Pure. Die verringerte Ausstattung erscheint verschmerzbar; nur dass keine Sitzheizung an Bord ist, würde uns stören, denn die ist im Winter deutlich effizienter und schneller als die Raumheizung.

Bildergalerie: Smart #1 (2022)