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Lexus ES: Premium-Limousine erstmals auch als Elektroauto

Für ein 5,14-Meter-Schiff sind die Elektroantriebe eher schwach

Lexus ES (2026)
Bild von: Lexus

Weltpremiere auf der Auto Shanghai: Lexus stellt die neue Generation des Lexus ES vor, und erstmals gibt es die große Limousine auch mit reinem Elektroantrieb. Daneben gibt es einen Hybridantrieb, aber keine reinen Verbrenner mehr.

Mit 5,14 Meter Länge ist der Lexus ES noch länger als das Tesla Model S, der BMW i5 oder der Mercedes EQS, bleibt aber unter dem 5,32 m langen Mercedes EQS und dem noch größeren BMW i7. Die Front der Limousine wird bestimmt von filigranen, hakenförmigen LED-Lichtern, während die Scheinwerfer unauffällig darunter in schwarzen, dreieckigen Designelementen untergebracht sind. Dazu kommen ein breiter Lufteinlass in der Schürze und eine stark konturierte Fronthaube.

Lexus ES (2025)
Bild von: Lexus

Die Seitenansicht ist ebenfalls stark konturiert durch eine eckige Linie. Am Heck gibt es eine große, flach liegende Heckscheibe mit einer durchgehenden Lichtlinie darunter, die auch den illuminierten Lexus-Schriftzug enthält, sowie ebenfalls gezackten, von oben nach unten laufenden Linien.

Lexus ES (2026)
Bild von: Lexus

Für ein e über fünf Meter lange Limousine sind die batterieelektrischen Antriebe erstaunlich schwach: Die Basisversion ES 350e hat einen 165-kW-Frontantrieb, der ES 500e ein Allradsystem mit 252 kW. Und zu Batterie, Reichweite und Lademodalitäten verrät Lexus noch kein Sterbenswörtchen. Außer mit batterieelektrischem Antrieb gibt es noch einen (nicht aufladbaren) Hybrid: Der ES 300h bietet 148 kW (201 PS) Systemleistung, der Antrieb basiert auf einem 2,5-Liter-Vierzylinder. Er wird mit Front- und Allradantrieb angeboten.

Lexus ES (2026)

Die Batterie scheint aus vier Modulen zu bestehen, doch Daten gibt Lexus noch nicht bekannt

Bild von: Lexus

Technische Basis für den ES ist die Lexus Global Architecture-K, die vermutlich eng verwandt mit der Toyota New Global Architecture-K von Toyota (TNGA-K), die auch den Camry trägt, mit dem der ES sehr eng verwandt ist. Das ist auch der Grund, warum der ES – als Hybrid wie als Elektroauto – in der Basis Frontantrieb hat. Der Radstand des neuen ES liegt bei 2.950 mm, die Höhe bei 1,56 Metern. Der Lexus ES besitzt kein Luftfahrwerk, sondern ein normales Stahlfahrwerk mit MacPherson-Federbeinen vorne und einer Mehrlenkerachse hinten.

Lexus ES (2026)
Bild von: Lexus

Im Cockpit gibt es ein 12,3-Zoll-Instrumentendisplay und einen 14-Zoll-Touchscreen. Das Interieur wirkt edel und schlicht; es gibt jedoch etliche physische Bedienelemente. Die Modi P, N, R und D werden mit einem Schieber in der hohen Mittelkonsole aktiviert. Der Fond kann mit neigbaren Sitzlehnen ausgestattet werden; für den Platz rechts hinten steht zudem eine Ottomane mit Beinauflage zur Verfügung. Der Beifahrersitz lässt sich auch nach vorne klappen, um die Beinfreiheit im Fond zu maximieren und die Sicht nach vorne zu verbessern.

Den ES gibt es schon seit der Einführung der Marke Lexus im Jahr 1989. So ist die neue Version auch schon die achte Generation des Fahrzeugs. In Westeuropa startete das Modell allerdings erst mit der siebten Generation im Jahr 2018. Gegenüber diesem wuchs der ES in allen Dimensionen. Entwickelt wurde das Modell im Technikzentrum von Lexus in Shimoyama (Japan). Der Marktstart in Europa soll im Frühjahr 2026 erfolgen.

Unter dem Strich

Lexus bekommt mit dem elektrischen ES seinen zweiten Stromer neben dem RZ. Auch als Elektromodell wird der ES wohl ein Exot bleiben. Die technischen Daten bleiben bislang größtenteils im Dunklen. Nur die beiden Antriebe verrät Lexus schon, und die fallen mit 165 bzw. 257 kW ziemlich schwach aus. Zum Vergleich: Beim BMW i5 geht es bei 250 kW los, und die Palette reicht bis 442 kW.